Samstag, 10. Januar 2015

Jugendthriller der etwas anderen Art





SHADOWLANDS

Wo das Böse lauert ...

Auf dem Patchwork-Bettüberwurf lag eine einzelne rote Rose. Unter ihren dornigen Stiel hatte
jemand eine Grußkarte geschoben. Es schnürte mir die Kehle zu. Auf der Karte standen in 
allzu vertrauten Großbuchstaben und dreimal unterstrichen fünf unheilvolle Worte:
WIR WERDEN ZUSAMMEN SEIN. BALD.

Rory ist auf der Flucht. Nachdem sie nur mit sehr viel Glück dem Serienkiller Steven Nell entkommen ist, 
wird sie zusammen mit ihrer Familie in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen. Mit ihrem Vater und 
ihrer Schwester Darcy zieht sie in ein Haus auf einer kleinen versteckten Ferieninsel. Rory und Darcy 
finden schnell Anschluss im Ort, werden auf Strandpartys eingeladen und können das Leben wieder 
genießen. Doch irgendetwas sagt Rory, dass sie dem Frieden nicht trauen darf. Immer noch fühlt sie sich 
von Steven Nell verfolgt. Als plötzlich Menschen von der Insel verschwinden und niemand außer Rory 
etwas bemerkt, verhärtet sich ihr Verdacht, dass mit dem scheinbar so idyllischen Ort etwas nicht stimmt. 
Was haben die Bewohner zu verbergen? Als eines Tages auch Darcy verschwindet, steht für Rory fest, 
dass Steven Nell hinter dem Ganzen steckt. Doch was sie dann herausfindet, erschüttert alles, woran sie
 bisher geglaubt hat, in seinen Grundfesten ...


LESEPROBE!


Coppenrath Verlag
ab 14 Jahren
Seiten: 304
Hardcover
ISBN: 978-3-649-61664-1
14,95 Euro





Ehrlich gesagt, hatte ich nach Lesen der Leseprobe eine völlig andere Erwartung an "Shadowlands" und bin im Gesamtergebnis nicht so recht zufriedengestellt nach Beenden des Buches, da es mich zusehends verwirrte. Es ist definitiv ein Jugendbuch mit einer sehr ungewöhnlichen Story, die  mich aber leider nicht packen konnte. Ein genialer Einstieg, der aber immer mehr abflacht und mich letztendlich  nur noch langweilte. Ich bin eigentlich recht schnell zu überzeugen, aber hier fehlte mir einiges an Informationen, besonders beim großen Showdown, der oft meine Meinung noch herumreißen kann. "Shadowlands" kann nur durch seine Protagonistin Rory glänzen, die einem Angriff durch den Serienkiller Steven Nell entkommen kann. Rory war mir mitunter durch ihre Flashbacks sehr suspekt, die von ihrem Vater als posttraumatische Störung abgetan wird. Nun ist die Familie auf der Flucht und Steven Nell ihnen dicht auf den Fersen. Was spannend klingt, bleibt leider oberflächlich gehalten und kann mich nicht überzeugen. Die Personen auf der Ferieninsel wo die Familie untertaucht verhalten sich merkwürdig und das Geheimnis welches sie umgibt klärt sich zwar am Ende, ist aber so fragwürdig, dass ich mich nicht überzeugt fühlte. Ich habe kein Problem mit paranormalen Jugendbüchern, dennoch war ich beim Lesen von "Shadowlands" auf ganz anderen Fährten. Es überrascht am Ende definitiv, aber da vieles ungeklärt bleibt, ist es mir alles zu schwammig. Als Leserin erwarte ich von einem Buch, welches das Genre Thriller trägt Hochspannung und nicht nur Irreführung. Oft ist es schwer zwischen Realität und Flashbacks zu unterscheiden. Rory trägt da definitiv ein Päckchen mit sich, denn ehrlich gesagt möchte ich nicht von solchen Träumen geplagt werden. Dies ist auch das Einzige, was ich lobend erwähnen könnte, da dadurch leichte Spannung erzeugt werden konnte, ansonsten ist mir die Story leider doch zu oberflächlich abgehandelt und konnte meine Erwartung leider in keinster Weise erfüllen. In die Gedanken von Steven Nell einzutauchen war auch eines der Höhepunkte des Buches, aber konnte an meinem Empfinden auch nicht wirklich etwas ändern.

Von mir gibt es eine eingeschränkte Leseempfehlung und 2,5 Sterne --> HIER! an einen Jugendthriller, dem der echte Thrill fehlte und eine Story beinhaltet, die mich leider nicht überzeugt hat.

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