Samstag, 31. Mai 2014

Alles Liebe oder watt?




Alles Liebe oder watt?


  • Herz und Humor Frauenunterhaltung
  • Hardcover
  • Klappenbroschur
  • 272 Seiten
  • ISBN-13 9783471350997
  • Ullstein 
  • 14,99 Euro

Watt will man mehr
Nichts regt eine Frau so auf wie ein Mann, der alles besser weiß. Schon auf dem Weg zu ihrer neuen Heimat Sylt stößt Silke mit so einem Exemplar zusammen. Lars Holm ist arrogant, gelackt und humorfrei. Und ein Klugscheißer vor dem Herrn. Dabei ist Silke als Pastorin wahrlich nicht auf den Mund gefallen. Nur gut, dass sie sich ohnehin vorgenommen hat, nach ihrer Scheidung die Finger von den Männern zu lassen. Als aber auch noch ein gutaussehender Naturschützer auftaucht, gerät Silkes Vorsatz arg ins Wanken. Zum Glück steht ihr eine Frau zur Seite, die nichts mehr umhaut: Oma Grete ist die rasende Reporterin der Insel, kennt jedes Geheimnis und jeden Trick. Und Oma Grete weiß: Zwei Männer sind für eine Frau erst das Salz in der Suppe.


LESEPROBE!


"Alles Liebe oder watt?" klang nach einem erfrischenden Frauenroman, der mich vom Titel her und vom Cover her sehr ansprach. Manchmal braucht Frau etwas, was dem ersten Anschein nach nicht viel an an Gehirnwindungen braucht um sich sanft berieseln zu lassen beim Lesen. Es wurde dann doch etwas anders, obwohl es sich hierbei natürlich nicht um anspruchsvolle Kost handelt, sondern um einen Roman, der mich zum Schmunzeln brachte und dem es wirklich gelungen ist mich von meinem Alltag abzulenken. Mit "Alles Liebe oder watt?" bekam ich alles, was ich mir ersehnt habe. Ablenkung, ganz viel Liebe und eine Insel zum Träumen und Auftanken. Eine Insel, auf die sich Silke zurückzieht um ihrem Ex - Ehemann zu entkommen. Sie möchte ganz neu anfangen und tritt daher eine freigewordene Pastorinnenstelle auf der Insel Sylt an. Hier wird Glauben vermischt mit einer herrlichen Meeresbrise an Humor. Natürlich leicht überspitzt, aber genauso wie ich es mir als Leserin erwartet hatte. Die vielen unterschiedlichen Personen, die uns durch das Buch begleiten sind wunderbar aufeinander abgestimmt. High Society trifft auf Haushälterin oder dem Bauern "Euter". Herrlich miteinander verwoben und nur darauf ausgelegt mich hier und da zum Lächeln zu bringen.

Der Autorin ist es gelungen einen Inselroman zu schreiben, der all das bietet, was ich erwartet hatte. Ich habe mich köstlich amüsiert, denn eigentlich ist von Anfang an klar, das man erst einmal auf die Nase fallen muss, bevor man da ankommt wo man hin will. Dieses muss auch Silke schmerzlich erkennen, denn gleich auf der Überfahrt nach Sylt fährt Silke ihrem arroganten Schnösel von Nachbarn auf sein Auto. Ein toller Anfang um sich Näherzukommen, bzw. seinen ersten bleibenden Eindruck zu verstärken. Es hat mir sehr gefallen, das Silke eine Frau ist, die nicht liegenbleibt, sondern immer wieder aufsteht um weiter zu machen. Das Leben hat ihr scheinbar übel mitgespielt, aber warum sie sich von Ansgar getrennt hat, ist mir auch nach Beenden des Buches nicht schlüssig. Manchmal passt man einfach nicht zusammen und auf Sylt sind es dann sogleich zwei Männer die ihr vorerst den Kopf verdrehen. Der eine charmant, der andere arrogant, oder ist doch alles anders als es auf den ersten Blick scheint? Ein paar Tränen bringen Silke auf den richtigen Weg und lassen sie erkennen, das man sich manchmal auch von seinen ersten Eindrücken blenden lässt.

Ein Buch über Intrigen und Lügen, über Liebe und Kummer, aber auch richtig, richtig witzig und zwar immer genau an den richtigen Stellen. "Alles Liebe oder watt?"ist ein echter Sommerroman, der all das bietet, was Frau braucht. Ideal für die Hängematte oder den Strand. Eigentlich für überall, wenn man sich denn darauf einlassen möchte.

Leseempfehlung!

Mystery Thriller - Blind Walk



BLIND WALK

Patricia Schröder
  • ISBN: 978-3-649-61749-5
  • Coppenrath Verlag
  • ab 14 Jahre
  • Seiten: 448
  • Hardcover mit Schutzumschlag

Sieben Jugendliche, ausgesetzt im Nirgendwo, in einem Spiel, aus dem es kein Entkommen gibt.
Als die 17-jährige Lida Donelly zusammen mit ihrem Freund Jesper an einem sogenannten „Blind Walk“, einem Event aus dem Internet, teilnimmt, erwartet sie nicht mehr als ein bisschen Nervenkitzel. Zusammen mit fünf anderen Jugendlichen werden Lida und Jesper mit verbundenen Augen in der Wildnis ausgesetzt, ausgestattet mit einem Kompass und ein paar wenigen Gegenständen. Doch von Anfang an ist die Stimmung in der Gruppe hochexplosiv. Die Situation droht zu eskalieren, als die Jugendlichen nach kurzer Zeit die Leiche einer der Männer finden, die sie in den Wald gebracht haben. Lida wird das unheimliche Gefühl nicht los, dass sie belauert werden. Schon bald verwandelt sich dieser erste Verdacht in böse Gewissheit: Irgendjemand da draußen macht Jagd auf sie. Und der Jäger scheint es dabei vor allem auf sie, Lida, abgesehen zu haben.



"Blind Walk" ist definitiv anders als ich erwartet hätte, was aber den Eindruck den ich beim Lesen hatte nicht schmälert. Ich stehe eigentlich nicht so auf Mystery und Co, aber in "Blind Walk" fand ich es wirklich passend. Es gibt dem Buch das gewisse Etwas. Bei meiner Bewerbung auf Vorablesen ist dieses scheinbar an mir vorbeigegangen und ich vermute, ich hätte dann auf die Leseprobe verzichtet. Mich sprach die Leseprobe sehr an und auch die Optik des Buches fand ich wirklich interessant, daher konnte ich einfach nicht widerstehen und die Mysteryelemente nahm ich nur am Rande wahr, obwohl sie für den Inhalt und den Ausgang der Story doch recht relevant waren.

Im Klappentext wird die Story recht gut angerissen, daher werde ich darauf auch nicht weiter eingehen. Würde ich dieses nämlich tun, würde ich dem Buch das nehmen was es ausmacht und niemand würde Interesse daran haben es zu lesen, daher von mir heute eine Spoilerfreie Leseempfehlung für einen echten Mysterythriller, der mich wirklich überrascht hat.

Wirklich interessant sind in "Blind Walk" die vielen verschiedenen Personen, die auf Anhieb wirklich nicht zueinander passen scheinen und dadurch viele Spannung vorprogrammiert sind. Sieben Jugendliche, die sich aufmachen miteinander ein Abenteuer zu erleben. Ausgestattet mit einigen nötigen Utensilien kann das Abenteuer beginnen und am Anfang scheint die Wildnis auch nicht so furchterregend zu sein. Hinterher als die Jagd auf die Jugendlichen beginnt, sieht es dann schon ganz anders aus, denn es wirkt unheimlich und bedrohlich auf uns Leser, da es zuerst so erscheint als wäre eine unsichtbare Person hinter den jungen Männern und Frauen her. Als ich das Ziel der Verfolgung erkannte, den nackten Wahnsinn dahinter, ging die Story Richtung Psychothriller.

Lida, die uns in der Ich - Form im Buch begegnet, gemeinsam mit Sten,  dessen Charakter ich zuerst nicht einordnen konnte, sind diejenigen, die uns durch die Story begleiten. Die anderen Teilnehmer des "Blind Walk"sind eher nebensächlich, obwohl es sich hinterher doch zu einem Ganzen zusammenfügt. Was Sten in der Story zu suchen hat, wird mir erst spät bewusst und hat mich mitunter doch verwirrt. Letztendlich fand ich es sehr interessant, einen Plot so aufzubauen, wie es der Autorin Patricia Schröder gelungen ist.
Die 448 Seiten sind zügig gelesen und als ich mit der Story warm wurde, konnte sie mich wirklich packen und begeistern.

Donnerstag, 29. Mai 2014

Mini-Challenge im Juni - Ich bin dabei ☺




Ziel der Challenge ist es 5 Bücher oder mehr zu lesen. Die Idee stammt von Dani und ist HIER! auf Lovelybooks zu finden.  Im Juni wird Seelensplitter erneut den Thread leiten.

An dieser Stelle  werde ich meinen Fortschritt nach und nach posten. Mein persönliches Ziel ist es 18 Bücher zu lesen. 

Meine Challengeseite für den Monat Mai findest du HIER!






 

 

 








 






 


 


                                                       11. Sehnsucht nach Zimtsternen / Katrin Koppold




















                          






Montag, 26. Mai 2014

Wen man liebt verletzt man nicht

Herzblut: Ich liebe dich bis in den Tod



Wenn aus Liebe Wahn wird – aktuelles Thema Stalking. Ein packender Psycho-Thriller – beklemmend und intensiv, Liebe und Spannung in perfekter Mischung.


„Gern geschehen“ steht auf dem Zettel in Sawyers Schließfach, kurz nach dem Unfalltod ihres Freundes Kevin. Ein kranker Scherz? Oder ein irrer Stalker, der es auf sie abgesehen hat? Als sich die Todesfälle in ihrem Umfeld häufen, bekommt Sawyer Angst. Der Stalker scheint jeden ihrer Schritte zu beobachten. Sawyer kann niemanden mehr vertrauen, auch nicht ihrer neuen Liebe Cooper. Und langsam zieht sich die Schlinge zu...

Alter: ab 14 Jahren
288 Seiten
Broschur
ISBN: 978-3-440-14264-6


Leseprobe auf der Verlagsseite verfügbar!




Für mich war "Ich liebe dich bis in den Tod" nun der 3. Roman der Reihe "Herzblut" des Kosmos Verlages. Mir gefällt die mitunter doch recht düstere und spannende Stimmung dieser Jugendthriller, da sie recht aktuelle Themen behandeln. Für Jugendliche relevant, da sich vielleicht selbst wiederfinden können. In "Ich liebe dich bis in den Tod" begegnet uns Stalking,in einer äußerst beängstigender Form, denn es ist bis zum Ende des Buches nicht klar, wer Sawyers Leben dermaßen auf den Kopf stellt. Sawyer beginnt selbst zweifeln und vertraut so auch niemanden mehr. Die Todesfälle enden nicht nach dem Unfalltod ihres Freundes Kevin, sondern nehmen zu. Alle, die Sawyer (übrigens ein echt bescheuerter Name für ein Mädchen) verletzen auf ihre eigene Art und Weise, werden beseitigt. Es ist wirklich krass und wirkt sehr bedrohlich. Wenn einem die Eltern nicht mehr glauben und man selbst verdächtigt wird hinter den Morden zu stehen, ist Sawyer alleine mit ihren Ängsten. Der Vater bringt sie zwar zum Therapeuten, aber selbst dieser zweifelt an Sawyers Unschuld. Ich begann fast schon an eine Schizophrenie zu glauben, denn es wäre ja auch gut möglich, das in Sawyer noch andere Persönlichkeiten schlummern. Es kommt dann letztendlich alles ganz, ganz anders und überraschte mich doch ein klein wenig.

Vom Schreibstil und dem Stimmungsaufbau ein wirklich geniales Jugendbuch. Der Autorin ist es gelungen mich immer wieder zu verwirren und mich mit Sawyers Leben mit hinein zu nehmen. Ein junges verletztes Mädchen, deren Eltern sich getrennt haben. Der Vater hat sich neu orientiert und brütet jnun mit seiner neuen Frau ein Geschwisterchen aus. Als dann noch Kevin bei einem Autounfall stirbt, gerät Sawyers Leben komplett aus den Fugen. Wer kann es ihr verübeln? Im Spind der Schule findet Sawyer eine Nachricht, die sie wirklich aus den Schuhen hat "Gern geschehen". Wer wusste davon, das Sawyers und Kevins Liebe nicht nur glückliche Tage hatte und Sawyer sehr unglücklich war? Ein dunkles gemeines Geheimnis wird offenbar und ist dennoch kein Grund jemanden das Leben zu nehmen, aber scheinbar sah es jemand mit ganz anderen Augen. Aber wer?. Es folgen weitere Zettel und weitere Tote. Es ist also äußerst spannend, da es mehrere Hauptverdächtige gibt und wie schon erwähnt Sawyer ins Visier der Polizei gerät. Der Showdown am Ende ist wie so oft in Büchern zu rasant und schnell abgehandelt, dennoch ist "Ich liebe dich bis in den Tod"  sehr gut durchdacht von der Story her und vor allem  angenehm zu lesen. Von mir eine Leseempfehlung!


Sonntag, 25. Mai 2014

Buchpost *21*

Guten Morgen,
immer wieder Sonntags ein Post über die eingezogenen Bücher in mein Buchregal. Viele waren es nicht, aber da das Regal mittlerweile aus allen Nähten platzt ist es ehrlich gesagt sehr entspannend, denn ich kann endlich mal meinen SUB abbauen und mich nicht für Leserunden oder ähnliches beim Lesen überschlagen.
Die letzte Woche war sehr stressig, da mein Mann drei Tage unterwegs war und ich die drei Kinder alleine versorgen und eines davon im Krankenhaus stationär aufnehmen lassen musste. Am Abend hatte ich keine Kraft um ausgiebig zu lesen, daher war es auch mit Rezensionen sehr mager. Der Juni wird hoffentlich etwas entspannter. Für den Juni habe ich mir vorgenommen "Junimond" zu lesen, da es schon vom Titel her sehr gut passen wird.
Nun aber zu den drei Büchern die mir der nette Postbote übergeben hat. Mittlerweile lächelt er nicht mehr so freundlich, wenn er mich sieht ☺









Eine Buchüberraschung erreichte mich mit einem absoluten Wunschbuch " Yakamoz - Eine Liebe in Istanbul" Da es recht dünn ist, wird es nicht lange auf dem SUB liegen, da ich es mit in ein Wanderbuchpaket packen möchte. 


"Blind Walk" darf ich für vorablesen lesen und rezensieren. Ich fand die Leseprobe wirklich gut, auch wenn es mich an "Das Labyrinth erwacht" erinnert, aber vielleicht ist es doch ganz anders? Auf jeden Fall sieht es toll aus und wird mich sicherlich begeistern können. Durch meine Bewerbung auf das Buch habe ich mir die Chance genommen den neuen Chris Carter "Der Totschläger" zu gewinnen, aber wer nicht wagt der nicht gewinnt, daher muss ich meinen Leseeindruck heute noch unbedingt verfassen. Die Hörprobe war wirklich großartig.


"Alles Liebe oder watt?" klang nach einem echten Sommerlaunebuch und daher freute ich mich sehr über diesen Buchgewinn der Autorin. Ich bin wirklich gespannt, ob es mich begeistern kann wie erwartet.



Ihr Lieben, ich wünsche euch einen entspannten Sonntag. Die Sonne strahlt jetzt schon und erwärmt hoffentlich auch eure Gemüter. Setzt euch in die Sonne und tankt genügend Vitamin D.

Be blessed,
Mel

Samstag, 24. Mai 2014

Eene Meene Muh, heraus bist du ............

 





M. J. Arlidge

Eene Meene



rororo
TB 9,99 Euro
368 Seiten
ISBN 978-3-499-23835-2



Ein perfider Killer kidnappt Paare. Die Opfer wachen orientierungslos auf, gefangen in einem Raum, niemand hört ihre Schreie. Es gibt keine Fluchtmöglichkeit, nur eine Waffe und die Botschaft des Entführers: Entweder sterben beiden einen langsamen, qualvollen Tod – oder einer bringt den anderen um und ist frei.
Detective Inspector Helen Grace und ihr Team wissen nicht weiter; nichts scheint die Fälle zu verbinden. Doch die Entführungen sind so akribisch vorbereitet, so konsequent durchgeführt, dass es einen Plan geben muss.
Und für Helen, die nach außen so stark und unberührbar erscheint, ist die Zeit gekommen, ein weiteres Mal ihre eigene Hölle zu durchschreiten, Brücken einzureißen und über Grenzen zu gehen.
Der Auftakt zur Thrillerreihe um Detective Inspector Helen Grace!






Für eine Leserunde auf Lovelybooks durfte ich "Eene Meene" lesen und  war eigentlich recht begeistert von der Story, obwohl ich schon einiges an Parallelen ziehen konnte zu anderen Thrillern. Die Story erschien mir nicht neu. Es war auch nicht immer überraschend, dennoch konnte mich der Thriller für sich gewinnen, was sicherlich nicht nur daran liegt, das man aus zwei verschiedenen Covern wählen kann. Ich las die grüne Version, obwohl ich die rote Variante eher als Thriller zu erkennen glaubte. Grün ist die Hoffnung und Hoffnung konnte ich nach dem Lesen des Thrillers nicht auf einer Seite die ich las erkennen. Das Spiel des Täters / der Täterin ist grausam und sehr makaber. Ich litt mit den Entführten und wurde an einer Stelle richtig sauer und zwar als Mutter und Tochter entführt wurden. Wehrlose Menschen die sich nur retten können, indem eine/r stirbt. Wie kann man als Mutter sich gegen das Leben seines Kindes entscheiden? Am liebsten hätte ich das Buch geschüttelt, aber das hätte die Story ja auch nicht verändert.

Der Täter / die Täterin wird zwar erst spät bekannt, aber da kam dann ein Dèjà Vu, denn es war als hätte ich genau dieses schon einmal gelesen und weiß nur leider nicht auf Anhieb, in welchem Buch mir dieses ähnliche Familiendrama schon begegnet ist. Als Vielleserin dieser Genre überrascht es also nicht, wenn mir dieses oder jenes bekannt vorkam. Interessanterweise bot sich mir doch genügend Spannung das Buch zu beenden und zu genießen. Zum Ende hin fand ich es zwar ziemlich seicht und nichtssagend, aber letztendlich war es ein guter ausgereifter Thriller, der viele Dinge beleuchtet. Manchmal muss man sich seiner Vergangenheit einfach stellen um abzuschließen, auch wenn es sehr schmerzhaft ist. Helen Grace hat ein Päckchen zu tragen, was in ihrer Vergangenheit verborgen liegt und erst nach und nach zum Vorschein kommt.

Die Protagonisten und davon gibt es reichlich, da wir auch in die Gedanken der Entführten Einblicke bekommen sind außerordentlich gut gezeichnet und als Leser fühle ich mich ihnen nah. Sie geben mir einen guten Eindruck in ihre Ängste und Nöte. Auch die Arbeit der Detectives wird deutlich und zeigt, das dort Vertrauen untereinander absolut notwendig ist.

Fazit: Ein runder und solider Thriller, indem sich die Ereignisse mitunter überschlagen. Der aktuelle Fall ist brutal und bringt meine eigenen Ängste gut zum Vorschein. Leider plätschert die Handlung an machen Stellen etwas lieblos dahin um dann doch immer wieder an Fahrt aufzunehmen. Die Story ist nicht neu, dadurch aber nicht weniger packend. Letztendlich auf jeden Fall sehr lesenswert!


Donnerstag, 22. Mai 2014

Lolo

Lolo

Und trotzdem bin ich schön! Mit einem Vorwort von Bethany Hamilton


272 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-7655-1648-1

16,99 Euro



Dicke Wolken jagten über den Nachthimmel. Ich fror. ... Der Flieger hielt auf dem Rollfeld vor dem Hangar. Ich weiß noch, wie ich hinauskletterte und meine Füße festen Boden berührten. Der Himmel war schwarz. Diese Dinge nahm ich im Bruchteil einer Sekunde wahr - die Zeit, die man braucht, um zwei Schritte zu gehen. 
Es war der 3. Dezember 2011. Von diesem Augenblick an weiß ich nichts mehr. 

Lauren Scruggs ist 23 Jahre alt, als sie nach einem Rundflug in den sich noch drehenden Flugzeugpropeller hineinläuft. Sie verliert ihre linke Hand und ihr linkes Auge. Ihr Kopf ist so schwer verletzt, dass niemand weiß, ob sie überlebt. 
Doch "Lolo" kämpft sich zurück ins Leben. Mithilfe ihrer Familie und durch ihren Glauben findet sie zu neuer Hoffnung und lernt, sich so anzunehmen, wie sie ist: nicht makellos, aber trotzdem schön! 
Eine faszinierende wahre Geschichte mit einem Vorwort von Bethany Hamilton (Soul Surfer).







"Lolo" steht mitten im Leben als sich durch einen Unfall ihr Leben komplett verändert. Es war recht nett sie zu begleiten und ihren inneren Kampf zu lesen, dennoch empfand ich das Buch nicht unbedingt wertvoll für mich. Ihre Geschichte wird komplett aufgerollt und von allen Seiten beleuchtet. Zum Teil interessant, zum Teil aber auch sehr oberflächlich, da ich mich mit "Lolo" und ihrem Lebensstil nicht identifizieren kann. Wir lernen Laureen Scruggs von Kindheit an kennen. Der Unfall und das Leben danach wird mir mitunter zu unpersönlich dargestellt. Es ist natürlich sehr schön zu lesen, wie viele Menschen hinter "Lolo" stehen. Für sie im Gebet einstehen, sie finanziell unterstützen, ihr schreiben und sie besuchen. Gerade in diesen Momenten brauchen wir ganz viel Unterstützung und Menschen die uns lieben. Das Buch ist wirklich sehr amerikanisiert und es sprang einfach kein Funke über. Normalerweise fällt es mir nicht schwer mich auf ein Buch einzulassen, aber das was ich erwartet hatte, wurde leider nicht erfüllt. Lediglich der Vers aus Jesaja 40 " aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler" konnte mich überzeugen, denn dieser hat auch einen Platz in meinem Leben gefunden. Meine Erwartungen waren wohl sehr hochgeschraubt, denn ich erwartete ein mutmachendes und lebendiges Buch, welches mich tief innen berührt und nicht über Fashion WeekGossip Girl und dem tollen Lifestyle in New York, Paris ..... berichtet, da ich mich damit einfach nicht identifizieren kann. Ich hatte mir gewünscht mehr von Emotionen zu lesen, aber den inneren Kampf den Laureen führt wird mir zu knapp gehalten. Alles andere nimmt viel Raum ein, aber das, was mich wirklich interessiert, kommt zu kurz und hinterlässt in mir leider keinen bleibenden Eindruck.

Was ich herausragend fand, waren die Fotos im Buch, denn sie zeigen, das Laureen trotz Handicap immer noch eine strahlende Schönheit ist, daher passt der Titel "Lolo - und trotzdem bin ich schön" wirklich sehr.

Letztendlich haben wir eine interessante Lebensgeschichte, die mitunter auch sehr schmerzlich ist, die aber auch von jedem anderen hätte erzählt werden können, denn trotz vieler kleiner und großer Wunder, die durch das Gebet der Familie enstehen, kommt mir der Glaube zu kurz und wird eher nebensächlich abgehandelt. Es ist meine eigene Empfindung, daher kann jemand anderes es sicherlich anders wahrnehmen und bewerten. In mir hat es leider nicht viel bewegen können. Schade!

Montag, 19. Mai 2014

Wie gläsern bist Du?




MARC ELSBERG

ZERO. Sie wissen, was du tust


Roman

ORIGINALAUSGABE
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 480 Seiten 
ISBN: 978-3-7645-0492-2
19,99 Euro
Verlag: Blanvalet

Wer sich im Netz bewegt, für den gibt es kein Entkommen
Sie wissen, WER wir sind, WO wir sind - und WAS wir als Nächstes tun werden!

London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entkommen …
 



Weitere Bücher des Autors: BLACKOUT. Morgen ist es zu spät







Das ich im Internet Spuren hinterlasse war mir bewusst, aber das es dennoch so viele sind empfand ich als sehr erschreckend. Interessanterweise hatten wir das Thema "Das Netz vergisst nicht" im Deutschunterricht zu einem Zeitungsartikel. Ebenso wie in "Zero" wird dort eine Zwangsversteigerung erwähnt, die auch im Buch ihren Platz fand. Zwar nur in einem Satz, der für mich aber Erinnerungswert hatte. Auch wenn "Zero" utopisch ist von dem was an Fortschritt in der Internetwelt möglich ist, ist es erschreckend zu sehen, wie weit die Technik doch schon ist und wie wir unser Leben als Nutzer von diversen Apps unser Leben fremdbestimmen lassen. Ist "Zero" nicht nur ein Thriller, sondern auch ein Weckruf an mich und meinen Konsum? Sollte ich auch mit meinen Kinder sprechen in wie weit sie gläsern machen und was sie von sich preisgeben? "Zero"ist wirklich genial geschrieben, auch wenn man sich erst einmal an den Schreibstil und die vielen technischen Begriffe gewöhnen muss. Für Laien wie mich gibt es hinten im Buch ein Glossar an dem ich mich orientieren konnte, wenn mir ein Fachbegriff nichtssagend erschien. "Zero" verlangte mir ab, das ich mich voll und ganz konzentrieren musste, damit mir auch ja nichts entgeht. Für mich daher ein Thriller mit Wiedererkennungswert. Mord und Totschlag war gestern, heute kann uns "Zero" begeistern. Auch wenn sich die Ereignisse mitunter überschlagen und ich auch zwischendurch das Gefühl hatte in eine andere Welt abzutauchen, saß ich wie festgeklebt an dem Buch, da ich dem Ende förmlich entgegenfieberte. Marc Elsberg ist es gelungen eine fiktive Geschichte zu schreiben, die auch durch ihre Protagonisten glänzen kann. Wir haben da die ahnungslose Journalistin Cyn, die ohne es zu wollen in ein echtes Abenteuer gerät, die ihr Leben und das ihrer Tochter Vi gefährdet. Wir haben Carl, den Erfinder und Gründer von Free Mee, einer App, die dein Leben verbessern soll, der nicht nur sprichwörtlich über Leichen geht. Außerdem noch "Zero" einen Verwandlungskünstler, der auch zum Ende hin leider unerkannt bleibt. Dieses tut dem Geschehen aber keinen Abbruch, denn ich fühle mich nicht betrogen darum, nicht zu wissen, wer hinter "Zero" steckt, sondern so bereichert, das ich tatsächlich erwähnt hatte meinen Blog zu schließen und meinen Facebookaccount löschen zu lassen. In mir hat "Zero" einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen, da auch wenn es bisher nur Fiktion ist, weiß ich nicht, was irgendwann in naher oder ferner Zukunft möglich ist und wir dann tatsächlich gläsern für alles sind. Völlige Überwachung und durch diverse Apps fremdbestimmt. Will ich das wirklich oder werde ich dennoch die bleiben, die ich heute bin? Für mich ein echtes Leseerlebnis, welches ich euch gerne weiterempfehlen möchte. Ein Thriller mit echter Hochspannung und auch wenn es erst einmal echt abgedreht erscheint, wirken die Ereignisse nach und lassen mich erschrocken und erstaunt zurück.

Canophobie



Daniel Wichmann

Ella

Atrium Verlag


270 Seiten · gebunden

EUR 16,99 
ISBN-13: 978-3-85535-794-9



Für Daniel hat der Horror einen Namen: Hund. Als er in einem Anflug von Verzweiflung seiner Freundin trotzdem einen kauft, gerät sein Leben völlig aus den Fugen. Ein ebenso warmherziger wie wahrhaftiger Roman über unklare Verhältnisse zwischen Mann und Frau - und über einen Hund, der aufräumt. 



LESEPROBE!







In "Ella - Ein Hund fürs Leben" haben wir ein Buch, welches seinen Charme dadurch versprüht, das ein Hund die Hauptrolle spielt. Daniel, der an Canophobie leidet, was nichts anderes als Angst vor Hunden ist und aus Liebe zu seiner Freundin Lina seine Angst überwinden möchte. Am Anfang gestaltet es sich als sehr schwierig, doch nach und nach kann Ella, ein Dalmatinermix bei Daniel punkten.

"Ella - Ein Hund fürs Leben" ist kein Buch, was uns umhauen wird, dafür ist die Story rund um Ella einfach zu oberflächlich gehalten, dennoch ist die Geschichte nett verpackt und bringt uns sicherlich auch hier und zum Schmunzeln. Ella die sich rasant vom Welpen in ein Hundedame verwandelt ist einfach nur niedlich und tut eigentlich nur das, was Hunde den ganzen Tag lang tun. Gassi gehen, als junger Hund hier und da Pfützen hinterlassen, was man am Cover sehr gut sehen kann, Bellen, was den Nachbarn verärgert und Schuhe zerkauen, die Herrchen ganz besonders liebt. Manches erinnerte mich sehr an die Anfangszeit mit unserem Hund und ich habe es genossen in Erinnerungen zu schwelgen.

Natürlich erzählt der Roman auch ganz nebenbei von einem Pärchen, welches um ihre Beziehung kämpfen muss. Hier zeigt sich wieder, wie unterschiedlich Mann und Frau ticken und welche Erwartungen die jeweilige Person an den anderen hat.

"Ella - Ein Hund fürs Leben" ist ein nettes Buch für zwischendurch, aber auch nicht mehr. Wer letztendlich nur ein Buch über einen Hund erwartet, wird sicherlich bitter enttäuscht werde. Letztendlich ist es eine Story über ein junges Paar, die auf den Hund gekommen sind und gemeinsam mit diesem versuchen eine Beziehung zu führen. Es ist fast so, als wären sie Eltern geworden, denn zwischendurch kam Lina mir so vor, besonders als sie anfing ihren Nesttrieb auszuleben. Leicht übertreiben und dadurch einfach wirklich amüsant.

Durch den einfachen Schreibstil ist das Buch rasant gelesen und rechtfertigt den Preis vom Verlag nicht, aber das ist eine andere Geschichte. Von mir eine Leseempfehlung an all diejenigen, die ihre Erwartungshaltung an das Buch ein klein wenig herunterschrauben, denn dann bekommt man eben genau das Buch, welches man erwartet.

Sonntag, 18. Mai 2014

Buchpost *20*

Guten Morgen,

in dieser Woche hat sich viel getan in unserer Familie und dafür bin ich sehr dankbar. Meine Tochter wird am Donnerstag stationär in die Kinderklinik aufgenommen und dann klärt sich hoffentlich, ob der Krampfanfall in der Nacht einmal war oder ob sie tatsächlich unter Epilepsie leidet. Mich belastet diese Situation doch sehr und ich bin beruhigt darüber, das sich etwas tut und mein Kind hoffentlich Hilfe bekommt. Ich selbst bin immer noch auf der Suche nach einem Praxisbetrieb, damit meine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin am 1.8. starten kann. Es ist wirklich zur Zeit viel los bei uns und daher fehlt mir natürlich die Zeit und auch die Lust um intensiv zu bloggen, obwohl es mich eigentlich sehr entspannt eine Rezension zu schreiben, aber ich habe einfach andere Dinge im Kopf. Die Neuzugänge der 20. KW möchte ich euch aber dennoch nicht vorenthalten.





"Zero - Sie wissen was du tust" ist ein Thriller, den ich für die Lesechallenge auf Lovelybooks lesen darf. Gestern habe ich ihn beendet und werde ich heute noch an die Rezension zum Buch machen, obwohl es mir sicherlich schwer fallen wird meine Gedanken zu ordnen, denn das Buch ist wirklich beängstigend. Es zeigt auf das wir durch unseren Internetkonsum sehr gläsern sind und ich war gestern schon nah dran meinen Blog und meinen Facebookaccount zu löschen. 

"Ich liebe Dich bis in den Tod" konnte ich mir ertauschen und wie ihr sehen werdet sind diese Woche fast ausschließlich Thriller in mein Bücherregal eingezogen. Für die Krimi / Thriller Challenge sehr hilfreich und über mich sagt es wieder einmal aus, das Thriller definitiv zu meiner liebsten Genre gehört. Wer an der Challenge teilnehmen will kann jederzeit einsteigen. Das Thriller Team schwächelt etwas, obwohl ich mit 33 gelesenen und rezensierten Thrillern für mein Team schon einen guten Beitrag geleistet habe.






"Das Leben ist kein Ponyhof" ist ein wirklich amüsantes Buch, welches mich wirklich zum Schmunzeln bringen konnte. Wer also ein Buch sucht, welches er nicht zu ernst nehmen kann, wird sich beim lesen entspannen können und sicherlich auch hier und da ein Lächeln im Gesicht tragen. Meine Rezension findest du HIER!

"Eene Meene: Einer lebt, einer stirbt" ist mein aktuelles Buch, da ich es für eine Leserunde lesen darf. Hier hat der Verlag jeweils ein rotes oder grünes Cover zur Wahl gestellt. Ein echt pfiffiger Schachzug muss ich sagen und auch wenn ich das Cover lieber in rot gehabt hätte, hat mir der Verlag das grüne zukommen lassen. Macht nix, denn am Inhalt wird sich der Thriller ja nicht verändert haben.

Mit der buchrättin, die seit einiger Zeit wieder bloggt -> HIER! habe ich "Code Black " ertauscht und dabei mein zweites Eulenlesezeichen erhalten. Ist es nicht bezaubernd? Die nächste Thaliafiliale wird demnächst erstürmt um mir welche zum Verschenken zu besorgen, da ich sie wirklich toll finde. Online konnte ich sie leider nicht entdecken.



"Lolo" ist ein Schicksalsbericht über eine junge Frau, die durch einen Unfall ihre Hand und eines ihrer Augen eingebüßt hat und durch ihr Buch anderen Menschen Mut machen will. Ich bin wirklich gespannt, ob es mich anrühren kann.




Startet gut in die neue Lesewoche
Viele Grüße,
Mel



Samstag, 17. Mai 2014

Ausstieg auf die harte Tour




JOHN HART

Das eiserne Haus

Thriller

Originaltitel: Iron House
 
Taschenbuch, Broschur, 512 Seiten 
ISBN: 978-3-442-74679-8
9,99 Euro
Verlag: btb

Michael ist Auftragskiller. Doch als er Elena, die Frau seines Lebens, kennenlernt, will er einen Neuanfang wagen, eine Familie gründen – etwas, das er und sein Bruder Julian als Kinder nie hatten. Doch so einfach ist das nicht. Nicht nur Elena schwebt bald in höchster Gefahr, auch Julian, den er schon vor langer Zeit aus den Augen verloren hat, gerät in die Schusslinie. Um sie zu retten, muss sich Michael seiner dunklen Vergangenheit stellen – und an den Ort zurückkehren, wo vor 20 Jahren das Unheil seinen Anfang nahm …





"Das eiserne Haus" erinnert an den Paten, denn auch hier hat der "Alte" die Fäden in der Hand und auszusteigen ist nicht unbedingt erwünscht. Der Versuch gleicht einem Todesurteil. Michael, der durch die Schwangerschaft seiner Freundin Elena sein Leben ändern möchte, werden jede Menge Steine in den Weg gelegt und nachdem seinem Ziehvater das Zeitliche segnet, gerät er noch mehr in die Schusslinie. Durch seinen Ausstieg muss er sich seiner Vergangenheit stellen und nimmt daher 20 Jahre später wieder Kontakt zu seinem Bruder auf. Aufgewachsen im eisernen Haus, dessen Regime grausam und verstörend ist für manche Kinderseele, haben sich die Brüder aus den Augen verloren und sich nun erneut anzunähern stellt Michael vor eine große Herausforderung. Hier und da bekommen wir Einblicke gewährt, die verstören und mich empören.

Der Thriller ist rasant und brutal. Es wird gemordet ohne mit der Wimper zu zucken. Michael kommt daher an manchen Stellen als ziemlich gefühlskalt rüber und ist mir daher recht unangenehm. Lediglich im Kontakt zu Elena und seinem Bruder Julian zeigt er Gefühle, ansonsten ist er wie eine Maschine darauf programmiert zu töten.

Durch die Einblendungen der Vergangenheit bekommen wir nach und nach Einblicke in Michaels Leben und der Schreibstil des Autors tat ein übriges um einen Thriller zu bekommen, der durch seine vielen Handlungsstränge  nach und nach ein Ganzes ergeben.  Manches ist mir unerklärlich und manches für mich als Leserin nachvollziehbar. Schizophrenie interessiert mich schon seit langem und im Thriller eingeflochten war das, was mich letztendlich begeistern konnte, ansonsten wäre mein Urteil über "Das eiserne Haus" vielleicht doch anders ausgefallen. Es erinnert wie erwähnt an den Paten und das ist nicht unbedingt negativ, aber nicht das was ich hätte lesen wollen. So wird nach und nach ein weiteres Geheimnis aufgerollt, die Puzzleteile fügen sich ineinander und ergeben hinterher ein zufriedenstellendes Gesamtergebnis. Ich möchte also eine Leseempfehlung aussprechen, da ich mich gut unterhalten gefühlt habe, wenn auch hier und da Dinge eingeflochten wurden, die mir doch etwas zu unlogisch waren und viel zu dick aufgetragen wurden. Da ich keine Erwartungen an das Buch hatte konnte es mich auch nicht enttäuschen. Ich vergebe 4 Sterne und zwar HIER!


Freitag, 16. Mai 2014

Archäologischer Fund



Der steinerne Zeuge




David ist wie vor den Kopf geschlagen: Vor zwanzig Jahren ist sein Vater auf einer archäologischen Expedition verschollen, und nun bekommt er ein Paket, das dieser kurz vor seinem Verschwinden abgeschickt hat. Es enthält eine kleine antike Statue und einige Hinweise, die ihn auf die Spur der damaligen Geschehnisse führen. Gemeinsam mit der jungen Archäologin Kira macht er sich in Mexiko auf die Suche nach Antworten: Was ist mit seinem Vater damals geschehen? Was hat es mit dem geheimnisvollen Schatz auf sich, dem er auf der Spur war? Und welche Rolle spielt der seltsame Kunstsammler Belmont, der sehr an der Statue interessiert ist? Diese kleine Statue scheint der Schlüssel zu allen Antworten zu sein, doch sie sind nicht die Einzigen, die das wissen. Auch andere sind hinter dem Schatz her, und ihnen ist jedes Mittel recht. Eine wilde Jagd beginnt, an deren Ende nichts mehr so ist, wie es einmal war.

  • Taschenbuch: 340 Seiten
  • Verlag: Sieben-Verlag  
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3864433443
  • TB      14,90 Euro
  • eBook   6,99 Euro






"Der steinernde Zeuge" ist für David eine Reise in die Vergangenheit, die damit beginnt, das er ein Päckchen bekommt, das sein Vater für ihn aufgegeben hat. Da sein Vater seit 20 Jahren verschwunden ist, löst dieses die in David die unterschiedlichsten Gefühle aus, sodass er sich der Vergangenheit seines Vaters stellt und nach Mexiko reist um das Geheimnis der Statue zu lüften. Die Reise stellt alles auf den Kopf, denn David wird mit vielen schmerzhaften Wahrheiten konfrontiert, die er zusätzlich zur Suche nach dem Schatz verarbeiten muss. 

Der Roman, den man auch gut in die Genre Krimi / Thriller einordnen kann, begeistert durch seinen Schreibstil und eine abenteuerliche Reise in das Land Mexiko. Wer Indiana Jones, der übrigens auch im Buch erwähnt wird, liebt, wird in  "Der steinernde Zeuge" vielleicht nicht unbedingt Parallelen finden, aber ähnliche verrückte Abenteuer erleben. Wer sich für Archäologie interessiert, wird definitiv auf seine Kosten kommen. Auch die Kultur der Mayas wird hier und da ihren Platz finden. Im Großen und Ganzen also ein Buch, welches auch lehrreich ist. Nicht nur Krimi / Thriller, sondern auch abenteuerlich und interessant. 
  
Man lernt David recht gut kennen, da er nicht nur die Hauptperson des Romans ist, sondern auch aus seiner Sicht geschrieben wird. Mitunter ist der Handlungsstrang sehr rasant und das Ende für mich völlig unerwartet. Es ist wirklich erstaunlich, wie weit Menschen gehen, wenn sie das große Geld wittern. Intrigen, Mord und über Leichen gehen, ist nur ein Teil dessen was uns beim Lesen begegnen wird. 

Eine Statue, die Dinge dazu bewegt aufgelöst zu werden. Nicht nur Schmerz und Trauer, sondern auch weitere Schätze. Für David das Abenteuer seines Lebens, in dem er erkennen muss, das nicht alles so ist wie es scheint und in seinem Umfeld so einige Dreck am Stecken haben. David ist eine starke Persönlichkeit, die mir sehr gefallen hat, da er nicht aufgibt und wirklich eine Kämpfernatur ist trotz allem was er entdecken und schmerzlich erkennen wird. Letztendlich tritt er in die Fußstapfen seines Vaters und bringt zu Ende, wozu dieser aus welchen Umständen auch immer nicht mehr gekommen ist.

Ich empfehle "Der steinernde Zeuge" sehr gerne weiter, da es ein für mich doch völlig untypischer Roman war und dennoch sehr gefallen hat. Ein klein wenig Indiana Jones und ganz viel geheimnisvolles machen das Buch zu einem echten Pageturner. Leseempfehlung!