Mittwoch, 31. Dezember 2014

Tatort Forum "Eine mörderische Reise" - Lesung mit Eva Ehley, Kathrin Heinrichs und Arno Strobel



Am 6.12. besuchte ich meine erste Lesung, gemeinsam mit meinem Mann. Ich sah die Ankündigung in der Zeitung und war sehr erstaunt darüber, dass sich Arno Strobel in unser beschauliches Örtchen verirren wird. Nun blieb nur noch die große Frage übrig, ob ich noch Karten bekomme, denn der Vorverkauf für „Eine mörderische Reise“ hatte schon einige Wochen zuvor begonnen. Die Lesungen unserer örtlichen Bücherei sind immer gut besucht, da man dieses ganz liebevoll vorbereitet wird und auch die Verköstigung sehr gut sein soll. Mein Mann blieb skeptisch, zumal es auch für ihn das erste Mal war, dass wir solch ein Event besuchten. Ich habe mich wirklich darauf gefreut und war sehr gespannt auf den Abend. Als es nun endlich soweit war, wurden wir sehr herzlich in Empfang genommen und zu unseren Plätzen geführt. Das Publikum war bunt gemischt. Alt und jung saßen gemeinsam an liebevoll gedeckten Tischen. An unserem Tisch saßen wenig bekannte Gesichter, daher kamen Gespräche nur stockend in Gang. Geschätzt waren gut 200 Leute und mehr in der Festhalle versammelt. Hier zeigte sich dann, dass man sich auf den Abend sehr gut vorbereitet hatte. Es kam zu keinen Wartezeiten beim Essen. Es waren genug Frauen / Männer in bayrischer Tracht gekleidet vorhanden, die uns an unseren Tischen bedienten. Das Essen passte zum Thema der mörderischen Reise ganz optimal. Angefangen mit Sylter Heringssalat, einem Hauptgang bestehend aus Sauerländer Schnitzelteller und endend mit einem bayrischen Nachtisch.


                                     



In wirklich angenehmer Atmosphäre genossen wir bei einem guten Weißwein unsere Vorspeise und warteten auf die erste Lesung, die dann auch sogleich begann und zwar mit Eva Ehley, die aus ihrem Buch „Mörder weinen“ vorlas. Ehrlich gesagt konnte ich nicht komplett lauschen, da Eva Ehley einfach nur vorlas, zwar immer hier und da etwas persönliches oder zur Story passende Gedanken einwarf, aber nicht genügend Pepp in ihrer Stimme hatte, um mich wirklich zu fesseln. Es war schwer die Gedanken nicht abschweifen zu lassen, sondern weiterhin zuzuhören. „Mörder weinen“, einer ihrer Syltkrimis ist ein geniales Buch. Ich durfte es im Sommer lesen und war wirklich begeistert. Im Anschluss an die Lesung gab es die Möglichkeit die Bücher der jeweiligen Autorin bzw. des Autors zu kaufen und signieren zu lassen. 














Nach einem deftigen Schnitzelteller reisten wir mit Kathrin Heinrichs  ins Sauerland und bekamen wirklich geniale Unterhaltung geboten. Kathrin Heinrichs ist Autorin und Cabarettistin, daher fiel es ihr nicht schwer, die doch recht müde gewordenen Stimmung wieder zu beleben. Es hat Spaß gemacht, ihr zuzuhören und sich mitreißen zu lassen. Es wurde viel gelacht und aus einem Krimi wurde zügig eine Komödie. Bisher kenne ich kein Buch der Autorin, aber schon die Titel alleine lassen mich dazu verleiten, das eine oder andere Buch lesen zu wollen.  





Es war eine Freude Kathrin Heinrichs zu lauschen, die es wirklich vermochte, ihr Publikum in ihren Bann zu ziehen. Ein Blick auf meinen Mann bestätigte, dass auch er die Stimmung im Raum genoss.







 







Als Nachtisch reisten wir nach Bayern, wo Arno Strobel aus seinem Thriller „Der Trakt“ vorlas. Anders als Eva Langley saß er dabei nicht, sondern bewegte sich komplett frei, so wie auch Kathrin Hermanns zuvor. Auch hier konnte das Publikum mitgerissen werden, denn es bleib nicht bei der Lesung aus „Der Trakt“, sondern es flossen noch einige interessante Kurzgeschichten (Die Fliege, Feuerbestattung) ein, die uns wirklich zum Lachen gebracht hat. Einiges persönliches und andere Informationen zu seiner Person flossen ein und ließen mich zufrieden und gesättigt zurückblicken. Hätte ich zuvor gewusst, dass es seine Kurzgeschichten auch in Buchform gibt, wäre dies das Buch gewesen, welches ich mir gekauft hätte. Es ist das einzige, was mir in meiner Sammlung noch fehlt. Als Hahn im Korb rundete Arno Strobel den Abend ab und war für mich tatsächlich der Nachtisch der mörderischen Reise, da ich seine Thriller wirklich schätze. Wie ihr seht, habe ich vor lauter Aufregung während des Fotos das Lächeln vergessen. Sehr, sehr Schade, aber ich war wirklich sehr aufgeregt. Vielleicht wird man irgendwann offener, was Fotos für Blogs betrifft, aber ich wirke zunächst noch wie eingefroren ☺

Die Kombination dieser drei doch recht unterschiedlichen Autorinnen und Autoren ließen diesen Abend für mich unvergesslich werden. Angefangen mit einer Lesung, die zwar recht nett, aber nicht so sehr spannend war, wie die, die darauf folgten, endete der Abend mit Lachen und einem echten Wohlgefühl. Für mich ist klar, dass dies nicht meine letzte Lesung war. Unserer Bücherei gebührt echtes Lob für die Vorbereitung und die Ausführung des sehr gelungenen Abends.

Vielen, vielen Dank dafür!










Ich wollte das Jahr 2014 mit einem ganz besonderen Blogpost beenden und was passt da besser als eine gelungene Lesung?

Nun bleibt mir nur noch, Dir einen gelungenen Jahresabschluss zu wünschen. Starte gut in das neue Jahr. Wir lesen uns dann 2015 wieder ☺ Bleib gesund!

Viele Grüße,
Mel







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