Mittwoch, 1. Oktober 2014

Buchhandlung mit Charme




DAS HAUS DER VERGESSENEN BÜCHER

New York, 1919. Roger Mifflin hat seine größte Leidenschaft, das Lesen, zum Beruf gemacht. In seinem Antiquariat in Brooklyn findet man ihn dort, wo der Tabakrauch am dichtesten ist. Unterstützt wird er von seiner ebenso patenten wie resoluten Ehefrau und seinem Hund Bock - Bock wie Boccacio. Bücher sind Mifflins Leben. Von Werbemaßnahmen für sein Geschäft will er allerdings nichts wissen, und so lässt er den jungen Aubrey Gilbert, angestellt bei der Grey Matter Agency, ziemlich abblitzen, als der ihm seine Dienste anbietet. Dennoch freunden sich die beiden an, und bald kommt Gilbert täglich ins Geschäft. Was auch an Mifflins neuer Hilfskraft liegen mag - der schönen Titania Chapman, deren Leben in Gefahr zu sein scheint. Und das gilt nicht nur für ihr Leben ...


ISBN:
978-3-455-60012-4
Verlagsbereich:
Belletristik
Einband:
Schutzumschlag
Seiten:                           256
    




"Das Haus der vergessenen Bücher" ist ein äußerst charmantes Buch, welches den Leser in eine Welt entführen wird, in der wir uns als Bücherwürmer und Leseratten am liebsten aufhalten und zwar umgeben von Büchern, ihrem Duft und ihren Geschichten die sie erzählen, mitten in ein Antiquariat angefüllt mit echten Schätzen. Dies gilt natürlich nur für die Leser und Leserinnen unter uns, die sich in Büchern flüchten und sie quasi inhalieren, alle anderen wird das Buch vielleicht nichtssagend erscheinen und nicht anrühren. Für all diejenigen, mich eingeschlossen. die  immer und überall mit einem Buch anzutreffen sind, ist "Das Haus der vergessenen Bücher" das perfekte Buch um sich einfach mal aufzulösen, loslassen können und absolut abzuschalten. Trifft dies alles auch auf dich zu, dann ist "Das Haus der vergessenen Bücher" genau für dich geschrieben worden. 

Ich fühlte mich gleich angekommen und nahm den Geruch der Buchhandlung gleich in mich auf. Ein Antiquariat in dem ich mich gleich wohlfühlen wollte und da ich Pfeifengeruch auch sehr mag, das es mich an meine Kindheit erinnerte, war es wie nach Hause kommen. Pfeifengeruch ist ein besonderer Geruch, der nicht vergleichbar ist mit dem von Zigaretten. In der Buchhandlung in der wir uns empfinden wird sich beim Lesen und dem rauchen einer Pfeife regelrecht entspannt. Ein innerliches Bild der Tiefenentspannung macht sich dadurch in mir breit.

Viele Sätze in diesem  Buch, die beschriebenen Personen und die vielen literarischen Schätze machen dieses Buch einfach liebenswert und wir tauchen ab in Roger Mifflins eigenes Chaos. Eine gut durchdachte, durchstrukturierte Buchhandlung hätte sicherlich nicht den Reiz ausgelöst, wie es nun war, als wir die Buchhandlung von Roger Mifflin betraten.

Ich habe es genossen, habe gelächelt über die Wortwahl, echten Wortwitz, den interessanten literarischen Sprachschatz und war in einer echten Anspannung, als die Story umschlug und sich in einen Krimi entwickelte. Was für eine Verwandlung:  Erst vollkommene Harmonie und dann pures Entsetzen. 

Mit dem Lesen von "Das Haus der vergessenen Bücher"geschieht etwas in uns, was sich auf Anhieb nicht erklären lässt. Echtes Wohlbefinden breitet sich aus, was nicht allen geschriebenen Büchern nachgesagt werden kann. "Das Haus der vergessenen Bücher"ist ein Buch, welches man immer und immer wieder lesen kann und ich bin mir sicher, dass man das eine oder andere entdeckt, was man beim ersten oder auch zweiten Mal überlesen hatte, weil die Eindrücke einfach überwältigend sind.

                                   

Natürlich muss ich eine Leseempfehlung aussprechen, denn "Das Haus der vergessenen Bücher" ist das, was man einen literarischen Schatz nennt. Voller Weisheiten und Zitaten, einer Liebesgeschichte, Einblicke in Mifflins Familienleben und Krimielementen, die im ersten Moment nicht passen wollen, aber "Das Haus der vergessenen Bücher" den gewissen Kick gibt. 






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