Samstag, 27. September 2014

Fantastisch Magisch





Neil Gaiman

Der Ozean am Ende der Straße

Roman 

übersetzt von Hannes Riffel

Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen … Weise, wundersam und hochpoetisch erzählt Gaiman in seinem neuen Roman von der übergroßen Macht von Freundschaft und Vertrauen in einer Welt, in der nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Hardcover, 238 Seiten 
ISBN: 978-3-8479-0579-0



Mit "Der Ozean am Ende der Straße" lesen wir ein rasantes Buch, welches sich definitiv von der breiten Masse abheben wird. Für mich war es das erste Buch des Autors, aber sicherlich nicht das letzte, denn ich fand das Buch zwar mitunter wirklich gruselig, dennoch überzeugend. Es gab eine Situation, in der mir nach dem Lesen mein Fuß wie verrückt juckte, da ich mich wirklich sehr geekelt habe. 

Eingeführt werden wir in die Erinnerung eines Mannes, der zu einer Beerdigung aufbricht und nebenbei die Umgebung seiner Kindheit besuchen möchte um in Erinnerungen zu schwelgen. Dort angekommen, am Ententeich, von dem die 11 Jährige Lettie behauptet es wäre ein Ozean, kommen alle Erinnerungen wieder und erstaunen nicht nur mich. Er hat alles vergessen und ganz tief in seinem Innersten vergraben, da ihm sowieso niemand geglaubt hätte, was er erlebt hat. 
"Der Ozean am Ende der Straße" liest sich wie ein Schauermärchen und wenn er Letties Hand nicht losgelassen hätte, dann wäre auch alles anders verlaufen und das Böse hätte keine Macht übernehmen können.

Erzählt wird aus der Sicht eines Siebenjährigen, der die Bedrohung durch das Böse auf sich und seine Familie spürbar erlebt, denn in seiner Familie macht sich eine neue Nanny "Ursula Monkton"breit, die aber leider wenig mit Mary Poppins zu tun hat, sondern alle negativ beeinflusst. Um sich selbst zu retten flieht der Junge, dessen Name mir im Buch nicht bewusst genannt wurde auf die Farm auf der Lettie lebt. Aufgefallen ist mir, dass selten Dinge beim Namen genannt. Nur der Ozean brilliert, denn er passt auch in einen Eimer, wenn er gebraucht wird und mit der richtigen Prise Magie verwendet wird.

Die Handlung hat mich sehr erstaunt, denn letztendlich ist es eine moderne Hexengeschichte, die vieles in sich vereint, was du sicherlich auch nicht erwarten würdest, wenn du dich nur auf den Klappentext berufen wurdest. Ich hatte eine interessante Lesezeit und empfehle "Der Ozean am Ende der Straße"sehr gerne weiter. Da die 238 Seiten schnell gelesen sind, fiel diese dementsprechend kurz aus, was aber dem Gesamtergebnis der Story keinen Abbruch tut.

1 Kommentar:

  1. Hey,

    das Buch hatte ich im Original schon diverse Male in der Hand und hab es dann doch nie mitgenommen, weil ich Schiss hatte, dass ich dann doch nicht so gut damit zurecht komme...wie schön, dass es das jetzt auch auf Deutsch gibt :)

    liebe Grüße, Meike

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