Samstag, 9. August 2014

Im freien Fall




Jessica Park

Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte



Aus dem Amerikanischen übersetzt von Bea Reiter
ab 13 Jahren
384 Seiten
ISBN 978-3-7855-7867-4
Hardcover mit Schutzumschlag und Spotlack
LOEWE VERLAG
17,95 € (D)

  • Der E-Book-Bestseller aus den USA! Eine herzzerreißende Liebesgeschichte mit feinsinnigem Humor für Leser von Jojo Moyes und John Green.

    Julie kann es nicht fassen: Statt die ersten Tage am College zu genießen, beaufsichtigt sie plötzlich eine 13-Jährige, die keinen Schritt ohne die lebensgroße Pappfigur ihres Bruders Finn unternimmt. Zugegeben, ihres sehr gut aussehenden Bruders Finn. Der befindet sich zwar gerade auf Weltreise, schreibt aber E-Mails, die Julies Knie butterweich werden lassen. Doch wieso zögert er seine Rückkehr immer weiter hinaus? Weshalb stört sich niemand an seinem platt gedrückten Doppelgänger? Und verliebt Julie sich tatsächlich gerade in eine Pappfigur?

Leseprobe auf der Verlagsseite vorhanden!





"Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte" ist vom Titel her schon mal richtig gelungen, denn er ist so außergewöhnlich, das es mich angesprochen hat. Ich habe auf Facebook einen eBook Code zu dem Buch gewonnen und habe mir das Buch sogleich auf meinen Reader geladen. Das eBook kam zum rechten Augenblick, denn wir wollten ein paar Tage verreisen und ich lese unheimlich gerne im Auto um die Zeit totzuschlagen. Das Buch hat aber nicht nur einen außergewöhnlichen Titel, sondern auch die Story packte mich quasi ab der ersten Seite. Wir begleiten Julie, die an einer Wohnungssuche scheitert und vorläufig in einer Familie unterkommt, dessen Mutter gut mit ihrer befreundet ist. Sie wird dort sofort in die Familie integriert und lernt somit auch Celeste kennen, die von einer Pappfigur namens Finn begleitet wird. Tag und Nacht. Finn ist der ältere Bruder von Celeste und auf Weltreise. Bei Celeste vermutete ich anfangs Autismus oder eine andere bipolare Störung, denn erstens kann sie schlecht soziale Kontakte aufbauen und zweitens flippt sie regelrecht aus, wenn ihr Tagesablauf gestört wird. Julie ist für die Familie eine echte Bereicherung, denn sie ist warmherzig und liebevoll. Mit Finn chattet sie über Facebook und es dauert nicht lange, da verliebt sie sich in den jungen Mann den sie nur als Pappfigur kennt oder von Fotos. Ich empfand die Story als wunderschön, auch wenn die Wahrheit über Finn anders war als vermutet konnte ich mich einfühlen und regelrecht mitleiden. Mitleiden mit Celeste die ein riesiges Päckchen in ihrer verletzten Kinderseele mit sich herumtragen muss und damit meine ich jetzt nicht Finn, der sie überallhin begleitet. 

Der Titel des Buches "Im freien Fall ..." bekommt ab Mitte des Buches eine Bedeutung, die mir sehr gefallen hat und ich als besonders anrührend empfunden habe. Ich fand es faszinierend welche Worte Finn findet um Julie von ihrer Panik zu befreien und ab da gewann er auch mein Herz.

Das diese Story ein eBook Bestseller in den USA ist, kann ich voll und ganz nachvollziehen, denn auch mich fesselte das Buch sehr. Ich litt und liebte mit Julie und freute mich einfach am Ende, das sie sich dem zuwenden kann, der ihr Herz im Sturm erobern konnte mit einfühlsamen Worten im Chat über Facebook, auch wenn sich alles als Lüge entpuppt und Julie Zeit braucht um zu vergeben und ihr Herz mehrfach gebrochen wurde und erst einmal heilen muss. Julie ist eine tolle Protagonistin. Eine mit der man Pferde stehlen könnte und da das Buch komplett ohne Sexszenen ausgekommen ist, macht es für mich um einiges wertvoller. Ein Jugendbuch ganz nach meinem Geschmack. Leseempfehlung!



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