Sonntag, 27. Juli 2014

Marti und Karli in Bestform - zum Schreien komisch!


Juma Kliebenstein

Die Nacht, in der ich supercool wurde


Band 2 
Text von Juma Kliebenstein
Einband und Illustrationen von Alexander Bux

E-Gitarre, Schlagzeug-Scheppern, krasse Beats: Jetzt geht es rund!

Wer hätte gedacht, dass Martin und Karli, die früheren Loser, nach ihren Erlebnissen im Feriencamp noch cooler werden können? Jetzt wollen sie auch noch eine richtige Rockband gründen. Doch das ist gar nicht so leicht. Denn jede Menge Pleiten, Pannen und Peinlichkeiten warten auf dem Weg ins Rampenlicht. Juma Kliebensteins Fortsetzung des Bestsellers „Der Tag, an dem ich cool wurde“ ist noch lustiger, noch frecher und die beiden Antihelden sind noch liebenswerter! Voller Slapstick, Wortwitz und Turbulenzen.



256 Seiten · gebunden
ab 10 Jahren
EUR 12,99 
ISBN-13: 978-3-7891-4060-0






"Der Tag an dem ich cool wurde" ist der erste Band rund um Martin und Karli und da ich mich vor einiger Zeit beim Lesen wirklich köstlich amüsiert habe, freute mich mich riesig über die Tatsache, das es eine Fortsetzung gibt. "Die Nacht in der ich supercool wurde" steckt ebenso voller Freaks wie auch der erste Band, kann aber unabhängig voneinander gelesen werde, da beide Bände in sich abgeschlossen sind, dennoch empfehle ich das Lesen des ersten Teils, da er wirklich urkomisch und liebenswert ist. Martin und Karli sind Protagonisten die Murphys Gesetz wirklich für sich gefunden haben, denn ihnen passiert dauernd irgend etwas, da sie richtig echte tolpatschige Teens sind. Beide haben sich weiterentwickelt und sind zwar hier und da noch ein klein wenig kindlich, beginnen aber zu pubertieren, das wird an einigen Stellen im Buch doch recht deutlich, was das Buch aber so um einiges authentischer macht. Für Jungs und Mädchen ab 10 Jahren gleichermaßen geeignet, da sich sicherlich hier und da wiederfinden werden. Ich hoffe natürlich, das es dann nicht die Schultoilette ist in der Martin festzustecken scheint und dadurch seinen großen Auftritt verpasst. Diese Szenen werden mir wohl auf ewig im Kopf bleiben und mich dazu motivieren wirklich loszulachen. Juma Kliebenstein hat ihren beiden Helden echte Lebendigkeit eingehaucht, denn ihre Pleiten, Pech und Peinlichkeiten sind mitunter kaum zu ertragen, denn erstens könnten sie mir schon ein klein wenig leid tun, aber andererseits ist es nur ein Buch und es tut niemanden weh, wenn ich hier und da schadenfroh über die jeweilige Person lache. Stellt euch diese Situation vor: Zwei Jungs sind verabredet und natürlich total aufgeregt. Der eine rennt, da er träumt vor eine Laterne, holt sich eine fette Beule und der andere hat einen riesigen Pickel. Ist doch gemein beim ersten Date, wenn man ein klein wenig Eindruck machen will, oder nicht? Durch solche Szenen brilliert dieses Buch und machen es dadurch amüsant und liebenswert. Manchmal ist es wirklich oberwichtig gut auszusehen um das andere Geschlecht zu beeindrucken, aber an dem Tag läuft einfach alles erst einmal schief, dennoch haben sich auf dem Campingplatz im letzten Sommer ein paar Freundschaften entwickelt, die sich im zweiten Teil dann festigen können. 


Ich hatte die Befürchtung das ein großartiges Kinderbuch, dessen Fortsetzung nun gelesen werden wollte, es schwer hat getoppt zu werden, aber was ich letztendlich nur festgestellt habe, ist, das Karli und Martin reifer geworden sind und so ist ja nun auch das Leben, das wir wachsen und reifen. Gerade das hat mir gefallen, das die beiden nicht stehen geblieben sind in ihrem Prozess, sondern auch hin und wieder echte Größe zeigen. Es imponiert und begeistert mich gleichermaßen. 

Die Kapitel sind mit Tracks betitelt, was ja letztendlich schon auf Musik hindeutet und Musik ist in diesem Buch das, was ganz großgeschrieben wird. Martin und Karli gründen zuerst eine Zweimann - Rock - Band, genannt "Die Freaks" und melden sich für einen großen Auftritt der Schule an, auf dem sich dann herausstellen wird, ob sie die neue Schuldband werden können. Zu zweit ist man allerdings keine Band und daher gibt es ein Casting an dem sich Freaks wie sie selbst bewerben um gemeinsam mit Martin und Karli zu rocken. Die Konkurrenz der Band ist groß, aber die Freak wären nicht die Freaks wenn sie das Schiff nicht schaukeln würden. 

Wie schon erwähnt ist "Die Nacht in der ich supercool wurde" ein sehr gelungenes Buch, der dem ersten Band in nichts nachsteht. Es rockt einfach und durch die vielen unterschiedlichen Charaktere die im Buch anzutreffen sind, wird es auch nicht langweilig, sondern wirkt wirklich belebend. Martins Opa ist der Oberbrüller und ich hatte so manches Grinsen im Gesicht. Stellt euch vor, ihr wollt einen Geburtstag feiern, zu dem ihr zum ersten Mal auch Mädchen eingeladen habt und euer Opa setzt sich einfach mit zu deinen Gästen und unterhält diese. Oberpeinlich, oder? Man merkt einfach, das Martin und Karli so langsam erwachsen werden, was sich auch daran zeigt nicht mehr allein von Mama ausstaffiert zu werden und den Wunsch zu äußern sich selbst Kleidung zu kaufen.  

Ein Buch, welches durch seine Situationskomik glänzt die mir schon im ersten Teil sehr gefallen hat. "Die Nacht in der ich supercool wurde" ist anders, aber dennoch richtig genial für Kids. Absolut Lesenswert!






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