Samstag, 14. Juni 2014

Nicht nur eitel Sonnenschein








Petra Schwarz

Sommerpest

Ferien, die zum Albtraum werden
Ein Traum: der erste Urlaub ohne Eltern. Paulina und ihre Freundinnen Leo und Silvie wünschen sich nichts mehr als Sonne, Meer und süße Jungs. Und von allem gibt es reichlich. Vor allem Leo flirtet, was das Zeug hält. Am Abend des Hafenfests ist sie einfach nicht dazu zu bringen, mit zurück auf den Zeltplatz zu kommen. Und auch am nächsten Tag taucht sie nicht wieder auf. Typisch, Leo, findet Silvie, aber Paulina macht sich schreckliche Sorgen. Wohl zu recht, denn kurz darauf wird Leos Handy in einem Mülleimer gefunden ...


320 Seiten
Ab 14
ISBN SBN 978-3-423-71587-4
8,95 Euro


LESEPROBE!




"Sommerpest" ist ein Thriller, der mich als Mutter mit einem bitteren Nachgeschmack hinterlässt, da die Frage aufkam, ob ich es tatsächlich erlauben würde, mein Kind alleine in den Urlaub fahren zu lassen. Das eines meiner Kinder so etwas gewaltiges erlebt wie hier im Buch beschrieben ist zwar utopisch, aber als Mutter steht man ja definitiv immer Ängste um seine Kinder aus. Alles andere wäre nicht normal.

Wir begleiten drei Freundinnen auf ihren ersten Urlaub ohne Eltern, dadurch das die drei Mädchen völlig unterschiedliche Charaktere sind, ist Stress vorprogrammiert. Leo fand ich ehrlich gesagt sehr oberflächlich, dadurch, das sie sich gleich einigen jungen Männern an den Hals wirft und  flirtet als gebe es kein Morgen. Letztendlich ist es ja auch so, aber dennoch macht sie sich dadurch kein bisschen sympathischer. Mit Paulina konnte ich mich da schon eher anfreunden, denn sie wirkt sehr authentisch und käme für mich als beste Freundin auch sofort in Frage. Sylvie erscheint mir als dauereifersüchtig auf die anderen, daher würde sie auch ausscheiden. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle definitiv Muffin, den ich vom ersten Moment an in mein Herz geschlossen habe. Wer sich auf das Buch einlässt, wird ähnliche Erfahrungen sammeln und mir sicherlich beipflichten.

Wir haben hier nicht nur eitel Sonnenschein, obwohl ein Urlaub ansteht, denn die Folgen sind wirklich grausam. Paulina ist diejenige die dem nachgeht und sich dabei selbst in große Gefahr begibt. Mir als Leserin kamen hier und da einige Verdachtsmomente, was geschehen sein könnte, die ich hinterher verwerfen musste, denn es kam dann doch alles ganz anders als erwartet.

Mir hat "Sommerpest" sehr gefallen und ich flog förmlich durch die Seiten. Durch einen regen Austausch mit der Autorin, ging mir hier und da auch ein Licht auf, denn ich schien einige wichtige Details überlesen zu haben. Wie gut, das ich das Buch in einer Leserunde genießen konnte. Von mir kann es nichts anderes als eine Leseempfehlung geben, denn "Sommerpest" konnte mich genügend fesseln, das es schon fast Schade war, dass das Buch beendet war.

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