Freitag, 6. Juni 2014

Fand ich eher lang und weilig




Janet Clark

Singe, fliege, Vöglein, stirb


ab 14 Jahren 
336 Seiten 
ISBN 978-3-7855-7752-3
Klappenbroschur mit Relieflack
12,00 € (D)



Letzte Woche hatte ich noch ein Leben. Einen Job. Einen Freund.
Vor fünf Minuten hatte ich zumindest Hoffnung.
Jetzt habe ich nur noch Angst.


Seit Ina die Leiche einer getöteten Mitschülerin gefunden hat, läuft ihr Leben mehr und mehr aus dem Ruder. Weil sie ihren Freund Aaron, der wegen der Tat befragt wird, vehement gegen die Anschuldigungen verteidigt, zieht ein riesiger Shitstorm über sie und ihre Familie hinweg. Dann wird sie plötzlich selbst des Mordes verdächtigt. Und zu allem Überfluss taucht wie aus dem Nichts ein Freund von früher auf, der eine alte Schuld einfordert. Bald versinkt Ina in einem Netz aus Lügen und kann niemandem mehr trauen – nicht einmal Aaron.

Inspiriert vom Parkhausmord in Emden präsentiert Janet Clark ihren neuen Jugendthriller, in dem sich die Heldin in einem Netz aus Lügen, falschen Anschuldigungen und Lynchjustiz verstrickt. Nervenkitzel vom Feinsten!
Von der Autorin von „Sei lieb und büße" und „Schweig still, süßer Mund".

Mehr Infos rund ums Buch und die Autorin auf www.janet-clark.de




LESEPROBE auf der Verlagsseite verfügbar!





Da mich die Autorin mit ihren vorherigen Jugendthrillern "Schweig still, süßer Mund" und "Sei lieb und büße" wirklich packen konnte, war ich sehr neugierig auf ihr neustes Werk. Leider konnte mich "Singe, fliege, Vöglein stirb" nicht wirklich begeistern, denn die Story war mir ehrlich gesagt zu plump und die Protagonisten zu blass. Ich fand alles zu vorhersehbar und vermisste den Thrill der vorherigen Thriller, die ich in den vorherigen Bücher, die auch optisch wirklich großartig zusammen passen, so sehr genossen habe. Jugendthriller ganz nach meinem Geschmack. In "Singe, fliege, Vöglein stirb" habe ich meine Erwartungen vielleicht einfach viel zu hoch gesetzt? Vielleicht brauche ich einfach mal eine Thrillerpause? Den Nervenkitzel den das Buch bewirbt habe ich gänzlich vermisst. Ihrem Schreibstil ist die Autorin treu geblieben, denn nach wie vor, lässt sich das Buch leicht und flüssig lesen, aber leider empfand ich die Story sehr oberflächlich. Junge Menschen, die sich in Lügen und allerlei Wirrwarr verstricken, das der Leser irgendwann einfach den Überblick verlieren muss, um dann rückblickend zu sagen: "Worum ging es jetzt eigentlich?"

Auf der einen Seite lesen wir Inas Sicht der Dinge und auf der anderen Seite Aarons Gedanken. Soweit so gut, denn dieses bietet mir Gelegenheit beide näher in Anschein zu nehmen und besser kennen zu lernen. Übrig bleibt allerdings ein Gefühl der Leere, denn ich kann zu keinem der beiden eine Beziehung aufbauen, da ich mich nicht mit ihnen identifizieren konnte.

Einzig positiv ist, das ich nun weiß, was ein Shitstorm auslösen kann und wie schnell man plötzlich als Täter entlarvt wird, obwohl man mit einem Mord nichts zu tun hatte. Der Mob verfolgt und ist sich ganz sicher, mehr zu wissen als die ermittelnde Polizei. Was mit einem Brand beginnt, endet mit einem Mord und macht auch vor Lügen und Intrigen nicht halt. Wem kannst du vertrauen? Wer ist hier Freund? Wer ist Feind?

Ich fand das Buch nett, aber eben nicht herausragend, zumal ich wie schon erwähnt anderes gewohnt war. Wieder einmal ein brisantes, aktuelles Thema aufgegriffen, aber einfach nicht genug ins Detail gegangen um mich zu berühren. Schade!


Kommentare:

  1. Hey.
    Schöne Rezi.

    Ich hab, für mich, festgestellt, dass Jugendthriller mich im Allgemeinen nicht packen können.

    Zuerst hab ich es mit "in guten wie in toten Tagen" probiert, aber aus einer guten Idee, wurde nicht wirklich was gemacht.
    Und bei "am Ende der Treppe hinter der Tür" kam es für mich dann zum Totalabsturz.

    Irgendwie kratzen mir Jugendthriller immer zu sehr nur an der Oberfläche.

    lg

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  2. Hi,
    die Leseprobe zu dem Buch hat sich interessant angehört, schade das es dir nicht so gut gefallen hat - bzw. dich nicht umgehauen hat.
    Mal schauen, vielleicht lese ich die Bücher von ihr irgendwann mal.
    LG
    Steffi

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