Samstag, 17. Mai 2014

Ausstieg auf die harte Tour




JOHN HART

Das eiserne Haus

Thriller

Originaltitel: Iron House
 
Taschenbuch, Broschur, 512 Seiten 
ISBN: 978-3-442-74679-8
9,99 Euro
Verlag: btb

Michael ist Auftragskiller. Doch als er Elena, die Frau seines Lebens, kennenlernt, will er einen Neuanfang wagen, eine Familie gründen – etwas, das er und sein Bruder Julian als Kinder nie hatten. Doch so einfach ist das nicht. Nicht nur Elena schwebt bald in höchster Gefahr, auch Julian, den er schon vor langer Zeit aus den Augen verloren hat, gerät in die Schusslinie. Um sie zu retten, muss sich Michael seiner dunklen Vergangenheit stellen – und an den Ort zurückkehren, wo vor 20 Jahren das Unheil seinen Anfang nahm …





"Das eiserne Haus" erinnert an den Paten, denn auch hier hat der "Alte" die Fäden in der Hand und auszusteigen ist nicht unbedingt erwünscht. Der Versuch gleicht einem Todesurteil. Michael, der durch die Schwangerschaft seiner Freundin Elena sein Leben ändern möchte, werden jede Menge Steine in den Weg gelegt und nachdem seinem Ziehvater das Zeitliche segnet, gerät er noch mehr in die Schusslinie. Durch seinen Ausstieg muss er sich seiner Vergangenheit stellen und nimmt daher 20 Jahre später wieder Kontakt zu seinem Bruder auf. Aufgewachsen im eisernen Haus, dessen Regime grausam und verstörend ist für manche Kinderseele, haben sich die Brüder aus den Augen verloren und sich nun erneut anzunähern stellt Michael vor eine große Herausforderung. Hier und da bekommen wir Einblicke gewährt, die verstören und mich empören.

Der Thriller ist rasant und brutal. Es wird gemordet ohne mit der Wimper zu zucken. Michael kommt daher an manchen Stellen als ziemlich gefühlskalt rüber und ist mir daher recht unangenehm. Lediglich im Kontakt zu Elena und seinem Bruder Julian zeigt er Gefühle, ansonsten ist er wie eine Maschine darauf programmiert zu töten.

Durch die Einblendungen der Vergangenheit bekommen wir nach und nach Einblicke in Michaels Leben und der Schreibstil des Autors tat ein übriges um einen Thriller zu bekommen, der durch seine vielen Handlungsstränge  nach und nach ein Ganzes ergeben.  Manches ist mir unerklärlich und manches für mich als Leserin nachvollziehbar. Schizophrenie interessiert mich schon seit langem und im Thriller eingeflochten war das, was mich letztendlich begeistern konnte, ansonsten wäre mein Urteil über "Das eiserne Haus" vielleicht doch anders ausgefallen. Es erinnert wie erwähnt an den Paten und das ist nicht unbedingt negativ, aber nicht das was ich hätte lesen wollen. So wird nach und nach ein weiteres Geheimnis aufgerollt, die Puzzleteile fügen sich ineinander und ergeben hinterher ein zufriedenstellendes Gesamtergebnis. Ich möchte also eine Leseempfehlung aussprechen, da ich mich gut unterhalten gefühlt habe, wenn auch hier und da Dinge eingeflochten wurden, die mir doch etwas zu unlogisch waren und viel zu dick aufgetragen wurden. Da ich keine Erwartungen an das Buch hatte konnte es mich auch nicht enttäuschen. Ich vergebe 4 Sterne und zwar HIER!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen