Samstag, 5. April 2014

Vergebung






Jessica Thompson

Ein Tag im März


Adam ist jedes Mal nervös, wenn er die schöne Unbekannte an Tisch zehn bedienen muss. Die junge Frau kommt täglich in sein Café, bestellt einen koffeinfreien Latte mit einem Stück Zucker, sitzt stundenlang dort und sieht mit unfassbarer Traurigkeit zu, wie die Welt an ihr vorbeizieht. Was Adam nicht weiß: Bryony hat einen schlimmen Verlust erlitten, denn sie hat Max, den Menschen, den sie am meisten liebte, durch einen tragischen Unfall verloren. Ein einziger Augenblick an einem milden Frühlingsabend im März hat ihr Leben für immer verändert. Um ins Leben zurückzufinden, braucht sie die Kraft, verzeihen zu können – und die Liebe eines Menschen ...


Bastei Lübbe
Taschenbuch, 431 Seiten 

ISBN: 978-3-404-16925-2
9,99 Euro

auch als eBook verfügbar!


LESEPROBE!



Über das Prämiensystem der Seite "Wasliestdu" bestellte ich mir "Ein Tag im März" und packte es auf den SUB und wartete solange bis es endlich März war, da ich es passend fand es eben in dem  Monat zu lesen, der im Titel erwähnt wird. Ich gestehe, das ich es fast vergessen hätte und nur noch ein paar Tage zeit hatte es zu beenden, bevor schon der April in den Startlöchern stand. Mir hat das Buch sehr gefallen, da es von Vergebung spricht und auch im Nachwort der Autorin darauf eingegangen wird. Vergebung ist ein starkes Wort, denn sicherlich ist es nicht immer einfach wirklich und wahrhaftig Menschen die uns verletzen zu vergeben. Stellt euch vor, euch wird das Liebste was ihr habt genommen und ihr seid dadurch natürlich sehr verbittert und müsst euch nun alleine durchs Leben schlagen inmitten eurer Erinnerungen an euren Partner. So ergeht es Bryony, die ihre große Liebe verloren hat. Sie in ihrem Schmerz zu begleiten tut weh und die Personen, die ihr zur Seite gestellt werden, erzählen alle ihre ganz eigene Geschichte. Es ist nicht von Anfang an schlüssig, warum auch die anderen Personen zu Wort kommen und wir in ihr Leben und ihre Gedanken eintauchen. Jede Person wurde Leben eingehaucht, welche sie authentisch macht und wirklich wichtig für die Story, denn ihre Schicksale fangen alle an dem einen Tag im März an, auch wenn es nicht gleich zu erkennen ist für uns als Leser. Die Handlungsstränge fügen sich irgendwann alle zu einem Ganzen zusammen. Letztendlich haben wir hier ein Buch, welches gerade am Anfang von Trauer berichtet und dem mühsamen Weg wieder ins Leben zurückzufinden. Wir leiden mit der Protagonisten Bryony und erleben ihren täglichen Kampf weiterzumachen. Dennoch gibt es auch sehr schöne Momente und diese machen die Story um einiges runder, denn wer möchte nur über Trauer und Leid lesen? Für den Beginn der Story war es eindrücklich und gut, aber dann entwickelt sich eine ganz wunderbare Geschichte die von Vergebung spricht. Vergebung an Eltern. Vergebung von Eltern an ihre Kindern und die Vergebung an einen Mörder. Hier steht eine tiefe Schuld im Raum, die natürlich nicht ganz ausgeräumt werden kann, denn Max ist unwiderruflich tot. "Ein Tag im März" ist ein Buch, welches nicht einfach nur gelesen werden kann, denn die Story die es beinhaltet rührt an und bewegt. Ich möchte eine Leseempfehlung aussprechen an ein Buch, welches mich wirklich packen konnte. Kein typischer Frauenroman, obwohl ich genau das erwartet hatte nachdem ich nur das Cover vor Augen hatte. Wie gut, das es sich zu etwas ganz anderem entwickelt hat und mich voller Staunen und Freude über die Wendungen die es nimmt zurücklässt. Neuanfänge und eine neue Liebe sind dann letztendlich das Sahnehäubchen, welches dem Buch die Traurigkeit nimmt. Wirklich lesenswert!

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