Sonntag, 6. April 2014

Plötzlich Selbstmord




Andreas Götz

Stirb leise, mein Engel!



Text von Andreas Götz
Einbandgestaltung von Büro Süd GmbH

Drei tote Mädchen, ein dunkles Geheimnis und ein teuflisches Spiel: ein Thriller, der unter die Haut geht!

München, das Ende eines heißen Sommers. Drei Mädchen sterben innerhalb weniger Wochen – wie es scheint, aus eigenem Entschluss. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn alle drei wollten mit ihrer großen Liebe in den Tod gehen. Und sie ahnten nicht, dass ausgerechnet er, der mit ihnen sterben wollte, sich als ihr schlimmster Feind entpuppen würde.

Ein raffinierter Pageturner über eine rätselhafte Todesserie unter Teenagern - über Mord, Geheimnisse und tiefe Abgründe. 
368 Seiten · gebunden
ab 16 Jahren
EUR 16,95
ISBN-13: 978-3-7891-3615-3
Oetinger Verlag


LESEPROBE!



"Stirb leise, mein Engel" ist ein Jugendthriller, der mich als Leserin ziemlich lange aufs Glatteis geführt hat und dadurch lange seinen Spannungsbogen halten konnte. Der Thriller ist definitiv für junge Menschen ab 16 Jahren geeignet, denn er zeigt auf wie Jugendliche ticken, die auf der Suche nach Anerkennung und Liebe sind. Wir selbst als Eltern sind gefragt unsere Kinder genau zu beobachten um vielleicht auch festzustellen, das sie sich verändern, indem sie schwermütig und evtl. sogar depressiv werden. Manche Menschen sehnen sich nach dem Tod, mehr als andere, aber ist dies immer ein Ausweg?

Wir haben hier eine moderne Romeo und Julia Geschichte, der allerdings die Romantik fehlt. Ich bin völlig erschüttert über die Ahnungslosigkeit der Mädchen, die freiwillig in den Tod gehen um dort auf ewig mit ihrer großen Liebe verbunden zu sein. Schon ein interessanter Plot, der mich aber leider nicht komplett überzeugen kann, da viele Handlungsstränge auftreten, die letztendlich zwar schlüssig sind, aber irgendwie doch oberflächlich abgehandelt werden. Es beginnt rasant und voll Gefühlen, die sich mir als Leser offenbaren und die für mich komplett nachvollziehbar sind. Manche Gefühle wie der Hass der mir förmlich aus den Seiten entgegen springt ist für mich eher verwirrend.

Sascha und Joy die sich aufmachen die Selbstmordserie aufzuklären geraten selbst in die Schusslinie des Täters. Sie kommen ihm nah, viel zu nah. Als es in meinem Kopf Klick! gemacht hat und in mir der erste Verdacht aufkam, das doch alles anders ist als es erscheint, zumindest das was den Täter betrifft, ist es schon fast zu spät, denn wie bei einer Spinne die ihr Netz webt ist Sascha schon in eine Falle getappt. Er, der durch den Verlust seines Vaters immer noch trauert ist sehr empfänglich für Gefühle. Er bedenkt dabei nicht, das er die Ermittlungen seiner Mutter, die Polizistin ist behindert und sich eben selbst in große Gefahr bringt. Es begegnen uns Wahnsinn und Schizophrenie. Gut umgesetzt und für mich als Leser sehr beängstigend.

Dem Autor ist es gelungen seinen Protagonisten so viel Leben einzuhauchen, das sie nicht blass und lieblos erscheinen. Es bietet genügend Tiefgang um mich wie gebannt am Buch zu fesseln. Ehrlich gesagt war es das Cover, welches "Stirb leise, mein Engel" zu einem echten Must Read für mich machte. Ein Buch, welches aussieht wie eine Trauerkarte? Der Klappentext überzeugte auch und daher war ich sehr erfreut, das ich es mir ertauschen konnte. Leider war es durch seine größere Schrift auf 368 Seiten sehr zügig gelesen und hinterließ mich mit großer Furcht, denn wie schnell lassen sich junge Menschen die noch nicht so gefestigt sind von Dingen überzeugen, die sie zum Ende hin vielleicht doch nicht wollen? Sobald die Erkenntnis einsetzt könnte es für eine Umkehr zu spät sein.


LESEEMPFEHLUNG!

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