Dienstag, 22. April 2014

Das Mädchen im Torhaus



Das Mädchen im Torhaus


ISBN: 978-3-7751-5351-5
 Verlag: SCM Hänssler
Originaltitel: The Girl in the Gatehouse
Paperback , 448 S.
16,95 Euro




Ein verlassenes Torhaus dient Mariah Aubrey als neues Zuhause. Verstoßen von ihrem Vater, muss sie sich ein neues Leben aufbauen. Nicht leicht für ein junges Mädchen im Jahr 1813. Doch Mariah hat eine Begabung: Sie ist eine talentierte Schriftstellerin und beginnt unter einem Pseudonym zu schreiben. Als der junge Marineoffizier Matthew das Anwesen übernimmt, gerät alles durcheinander. Mariah hat nicht damit gerechnet, sich jemals wieder zu verlieben.









LESEPROBE!



"Das Mädchen im Torhaus" spielt zu einer Zeit in der es noch Armenhäuser gab, Frauen unter Pseudonymen Bücher schreiben mussten, Frauen verstoßen wurden, wenn sie vorehelichen Sex hatten, Väter ihre Töchter verkaufen durften um ihrer Alkoholsucht zu frönen und vielen anderen Dingen mehr, die uns vor Augen führen, wie einfach wir es in der Zeit haben in der wie heute leben, dennoch fehlt mir hin und wieder die Moral der damaligen Zeit. Vielleicht ist es genau das, was mich an diesem Buch fasziniert hat? Auch wenn es sich hier um ein Buch aus einem christlichen Verlag handelt, wird uns der Glaube nur ganz beiläufig begegnen. Was viel eher auftritt sind viele Zitate und anderes aus dem Leben der Jane Austen. Wer Jane Austen faszinierend findet, wird sich auch in "Das Mädchen im Torhaus" wohlfühlen. Eine wirklich außergewöhnlich gute Story, die in Zeiten von Napoleon spielt und auch historisch wirklich authentisch wirkt. Es ist als tauchen wir in eine andere Zeit ein, die mit Personen gespickt ist, die wir entweder sofort in unser Herz schließen oder für ihre Taten verachten werden. Besonders schön ist es, Mariah in ihrer Verwandlung zu beobachten, denn auch wenn sie nun eher in Armt leben muss durch ihren Fehltritt wächst sie in ihren Aufgaben. Sei es nun in dem sie ihre schriftstellerische Gabe ausübt oder eben auch Nächstenliebe lebt. Sie ist sich nicht zu fein sich ihre Hände zu beschmutzen, obwohl sie vorher eher vornehm gelebt hat, was schon dadurch zeugt, das sie ein Hausmädchen hat, die sie aber eher als eine Freundin behandelt. Wir haben hier eine wirklich wunderbare Liebesgeschichte, die sich langsam entwickelt und an ihrem Höhepunkt Vergebung ausdrückt. Nach und nach wird klar, warum Mariah verstoßen wurde und ist für unser Zeitalter kaum vorstellbar. Stück für Stück wird dieser Geschichte einiges hinzugefügt und zwar durch die vielen Menschen die ihren Auftritt in diesem Buch haben. Julie Klassen sagt selbst, das sie die Geschichte der Mariah umgeschrieben hat nach einer wahren Geschichte und auch wenn das meiste doch Fiktion sein wird, haben wir letztendlich doch ein Buch, welches aufzeigt, das eine Medaille immer zwei Seiten hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung an all die, die sich bei Jane Austen zuhause fühlen und an all diejenigen, die historische Liebesromane schätzen, denn  Julie Klassen hat es in ihrer wunderbaren Art zu schreiben wieder einmal geschafft mich zu begeistern.

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