Samstag, 15. Februar 2014

Umweltskandalen auf der Spur





Die Frau, die nie fror


Sie spürt keine Kälte, sie hat keine Angst und sie gibt nicht auf
Ihr russischer Vater hält sie für zu weich. Die Navy nennt sie mutig. Die meisten Männer finden sie attraktiv. Für die Leute in Boston ist sie eine Heldin, für die Wissenschaft ein Phänomen. Ihrer besten Freundin Thomasina ist sie zu ehrlich. Ihr Patensohn Noah möchte am liebsten immer bei ihr sein. Zeit für Pirio Kasparov herauszufinden, wer sie wirklich ist.


  • Thriller Internationale Literatur
  • Hardcover
  • gebunden mit Schutzumschlag
  • 512 Seiten
  • North of Boston
  • Aus dem Amerikanischen übersetzt von Kathrin Bielfeldt.
  • ISBN-13 9783550080388
  • Ullstein Verlag
  • € 19,99




Anhand des Klappentextes über "Die Frau, die nie fror" lässt sich nicht herausfinden, was uns in dem Buch erwarten wird. Es dümpelt am Anfang leicht vor sich hin, bis wir immer mehr Einblicke in Pirios Leben bekommen und sie uns dann auch sympathischer wird. Am Anfang war sie mir leicht unheimlich, da sie wenig Einblicke in ihr Leben zulässt. Spontan würde ich eine Bindungsangst diagnostizieren, zumindest was den Umgang mit Männern betrifft. Distanziert und verhalten tritt Pirio auf Menschen zu und wenn man dann ihr Elternhaus näher kennen lernt, ist es verständlich, warum Pirio ist wie sie ist. Interessant wird Pirio auch für die Navy, denn sie ist eine Überlebende eines Schiffsunglücks und hat lange Zeit im kalten Wasser verbracht, was eigentlich unmöglich erscheint. Ihr guter Freund Ned ist dabei zu Tode gekommen und Pirio lässt es keine Ruhe bis sie herausfindet, warum ihr Kutter gerammt wurde. Durch ihre Neugier bringt sie sich selbst in Gefahr und deckt Dinge auf, die wirklich richtig grausam sind und in mir einen Würgereiz auslösen. Menschen die den Kick suchen und dabei erstens über Leichen gehen und zweitens der Umwelt großen Schaden zufügen. Ehrlich gesagt habe ich mich fremd geschämt, denn die Story die hier eingeflochten wurde könnte sch ebenso wie geschildert abgespielt haben. 
Mit "Die Frau, die nie fror" lesen wir das Debüt der Autorin, die sich an vielen Genren bedient. Wir haben sowohl Thriller, Krimi und Drama, welches sich durch Freundschaft, Liebe und einem Ökodrama bedient. Für mich war nicht gleich zu erkennen, was mich erwartet und das ist letztendlich für mich die Entscheidung dem Buch eine Leseempfehlung auszusprechen, da der Überraschungsmoment wirklich hoch war am Ende. Der Unfall wird aufgeklärt und dadurch, das Pirio nicht locker lässt gerät sie selbst in Gefahr. Ned wurde einfach so ausgeschaltet, aber warum? Weil er zuviel wusste? Übrig bleibt Freundschaft, Liebe und ein kleiner Junge dessen Mutter ihren Verlust nicht mehr in Alkohol ertränkt. Am Ende bleibt Veränderung eines jeden und das ist was mir imponiert. Was am  Anfang abstoßend wirkt, wird zum Ende hin zwar nicht unbedingt vor Harmonie strotzen, den Protagonisten des Buches aber ganz tief innen einen Neuanfang bietet. Definitiv anders als erwartet, aber wirklich gut umgesetzt. Echte Leseempfehlung! Ein Buch was nachdenklich stimmt und wenn dies das Ziel der Autorin war, dann hat sie mich wirklich packen können.

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