Sonntag, 16. Februar 2014

Sieh mich an



Sieh mich an


Seiten352
Alterab 14 Jahren
ISBN978-3-551-31266-2

Softcover 10,99 Euro



Leseprobe! auf der Verlagsseite verfügbar



„Was bleibt, wenn du verlierst, was für dich bisher das Wichtigste war?“

Lexi war immer stolz auf ihre Schönheit – doch dann wacht sie eines Tages im Krankenhaus auf, das Gesicht von einem Autounfall entstellt. Wenn Ryan sie nicht mit ihrer besten Freundin betrogen hätte, wäre sie nie in dieses Auto gestiegen und würde jetzt nicht vor jedem Spiegel fliehen. Lexi muss sich und ihr Leben komplett neu definieren. Unerwartete Hilfe kommt von ihrer Schwester Ruth. Durch sie lernt Lexi auch Theo kennen, der ihr zeigt, dass es im Leben nicht auf Äußerlichkeiten ankommt.




Die Leseprobe auf Vorablesen sprach mich sehr an, daher bewarb ich mich mich um ein Leseexemplar und bekam es vom Verlag zur Verfügung gestellt. Das Buch ist definitiv für Teens geschrieben, denn Alexa / Lexi durchlebt all die Dinge, die sich im Teeniealltag abspielen. Wer Teenieschnulzen wie "Eine wie keine" liebt, wird sich auch mit "Sieh mich an" sehr wohlfühlen.

Ich konnte Lexi nicht auf Anhieb in mein Herz schließen, denn ich empfand sie als oberflächlich, desinteressiert an allem anderen außer sich selbst und total arrogant. Der Autounfall ist natürlich tragisch und auch die Tatsache, das eine Gesichtstransplantation ertragen muss ist schon sehr dramatisch, aber Lexi verfällt regelrecht in Depressionen und ist mir daher eher unheimlich. Der Wandel den sie durchmacht erfolgt mir ehrlich gesagt viel zu langsam. Lexi würde natürlich am liebsten an ihr altes Leben anknüpfen und merkt schnell, das dieses eben nicht gehen wird, zu viele sind verletzt und viele Dinge bleiben lange unausgesprochen. Es dauert lange bis auch Lexis Seele anfängt zu heilen. Erst war sie die Schöne und nun der Freak. Die Schöne, die eingeladen wurde Modelfotos zu machen und nun trägt sie einen Teil ihres Arsches im Gesicht. Die Entwicklung die Lexi macht empfand ich ehrlich gesagt dann doch als angenehm, denn das Leben der schönen Lexi war doch eher oberflächlich. Was ist gutes Aussehen? Ist das das Einzige was zählt? Ist es das Einzige was für Lexi wichtig ist? Lexi muss viele Dinge begreifen, die auf den ersten Blick sehr schmerzhaft sind, sich letztendlich aber als positiv gestalten, denn Lexi wird ein normaler Teenager, der hinter die Masken der anderen blicken kann und sich dabei positiv verändert. Hilfreich ist Lexie ihre Schwester Ruthie, die sie vorher nicht wirklich gekannt hat, da sie ihr förmlich egal war. Schon alleine dadurch beweist es sich förmlich von selbst wie oberflächlich  Lexi war. Ihre Mutter geht als gutes Beispiel voran, denn sie vergöttert ihre Tochter förmlich. Es ist für sie ein Schlag ins Gesicht, das Lexi vorerst entstellt ist. Auch sie erschien mir sehr oberflächlich, da sie Lexi förmlich in eine Schablone gepresst hat. 

"Sieh mich an" ist ein Roman, der erst sehr oberflächlich wirkt und dann nach und nach seine Tiefe entwickelt. Es bleibt nichts wie es war und nicht nur Lexi bekommt eine neue Chance. Auch Taylor und Heidi, die Freundinnen von Lexi bekommen ihr Fett weg, im wahrsten Sinne des Wortes. Das Buch bietet einiges und spricht durch die Zeilen auch Dinge aus, wie kein Alkohol am Steuer und Cybermoobbing. Sehr wertvoll empfand ich die Veränderung die Lexi durchlebt und sich hinterher wie ein völlig normales Mädchen verhält. Von mir bekommt "Sieh mich an" eine Leseempfehlung für Mädchen ab 14, denn dafür wurde es geschrieben und mit den Augen meiner Teenietochter habe ich es auch gelesen und für "sehr gut" befunden.


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