Montag, 27. Januar 2014

Zwangsarbeiterin in Nazideutschland





Valentina


Roman

                                                       
                                                         von Fritz Stiegler






Valentina, die junge ukrainische Zwangsarbeiterin, kommt 1943 in ein Arbeitslager. Als Frau bekommt sie alle Arten von Demütigungen zu spüren, bis ihr schließlich die Flucht gelingt. Eine beherzte Bauernfamilie gewährt der verängstigten Frau Unterschlupf. Marie, die Bäuerin, widersetzt sich als überzeugte Christin der Nazipropaganda und versucht alles, um Valentina zu schützen. Das Buch beruht auf einer wahren Geschichte.

346 Seiten
ISBN: 978-3-7655-1237-7
16,99 Euro

Leseprobe auf der Verlagsseite verfügbar!





"Valentina" erzählt die Geschichte der ukrainischen Zwangsarbeiterin Valentina, die 1943 nach Deutschland verschleppt wurde. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Valentina in all ihrer Grausamkeit des Naziregimes. Valentina nimmt kein Blatt vor den Mund und erzählt uns ihre Eindrücke und ihr Erleben in all ihren furchtbaren Facetten. Niemand hat das Recht Menschen wie Vieh zu behandeln und dennoch ist es ebenso in der Vergangenheit geschehen.  Dennoch hat diese Geschichte einen guten Ausgang, denn Valentina kehrt aus der Ukraine zurück um ihre Geschichte zu erzählen. Wir werden Zeitzeugen ihres Erlebens und manchmal dreht sich mir wirklich der Magen um, wenn ich erlebe, wenn auch nur im gelesenen Wort wie Menschen gezüchtigt werden, wie Vieh behandelt und sich letztendlich zu Tode schuften. Danach werden sie auf große Haufen gelegt um verbrannt zu werden. Menschen werden aufgehangen, wenn sie des Verrats bezichtigt werden, Frauen werden regelmäßig vergewaltigt, damit sich Männer ihrem Trieb hingeben können. Es ist nichts, was wir nicht schon lange wussten, aber es erneut zu lesen tut mir in der Seele weh. Valentina ist stark und bekommt die nötige Hilfe die sie braucht von Marie. Marie, die Nächstenliebe wirklich auslebt. Gerade das hat mir gefallen und macht das Buch um einiges authentischer. Schlimm hätte ich empfunden, wenn nur Gewalt und Grausamkeit vorgeherrscht hätte. Valentina ist eine Lebensgeschichte und nicht unbedingt ein christliches Buch, auch wenn es im Brunnen Verlag erschienen ist, wer dieses also erwartet wird sicherlich ein klein wenig enttäuscht sein. Mir hat das Buch dennoch sehr gefallen, denn es zeigt, das es auch Menschen gibt die sich für die Schwachen einsetzen, auch wenn hohe Strafen drohen. Marie ist eine Frau die nicht weg sieht, sondern die Not des Nächsten sieht und sich auch gegen ihren Mann durchzusetzen vermag. Wären wir alle ein klein wenig wie Marie gäbe es vielleicht ein klein wenig mehr Liebe und weniger Gewalt in unserer Welt. "Valentina" macht auf der einen Seite traurig, erweckt aber auf der anderen Seite auch meinen Beschützerinstinkt. Das Buch ist nach einer wahren Begebenheit geschrieben, auch wenn hier und da noch Dinge hinzugefügt wurden, wie der Autor am Ende hin erwähnt.  Eine runde Geschichte, die zum Nachdenken anregt und mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung wert ist.

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