Freitag, 3. Januar 2014

Es ist Zeit zum Pflanzen und Säen!




Sven Nordqvist

Aufruhr im Gemüsebeet



Text von Sven Nordqvist
Mit farbigen Bildern von Sven Nordqvist
Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch

Es war ein Tag wie im Bilderbuch. In allen Büschen sangen die Vögel, das Gras wuchs und die ganze Luft war so voll von Frühling, dass der alte Pettersson und sein Kater endlich ihren Gemüsegarten bestellen konnten. Der Alte grub und harkte und säte, während Findus, der Gemüse nicht ausstehen konnte, Fleischklößchen pflanzte; das heißt, wenn er nicht gerade herumflitzte und Käfer erschreckte. Alles war wie jedes Jahr - bis ein Haufen wild gewordener Hühner, ein Schwein und sechs Rindviecher für Aufruhr im Gemüsebeet sorgten ...

www.pettersson-und-findus.de
www.facebook.com/petterssonfindus

Gebundene Ausgabe: 28 Seiten 
Verlag: Oetinger Verlag
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 9783789169021 
12,99 Euro

VORSICHT SPOILER! Die Story kurz nacherzählt!
Pettersson und Findus nehmen uns mit auf eine kleine Reise in den Frühling, wo die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und es einfach die Zeit ist um im Gemüsebeet zu arbeiten und Gemüse anzupflanten. Findus dem es bisher noch alles unheimlich und unbekannt ist, stellt viele Fragen und ist überhaupt recht zappelig und unzufrieden, denn wenn es nach ihm ginge, bräuchten sie keine Kartoffeln oder Möhren, sondern würden im Garten nur Frikadellen anpflanzen. Er lässt sich auch nicht beirren und flitzt gleich los um ein Fleischklösschen aus dem Haus zu holen. Pettersson gräbt und harkt indessen den Boden um und sät schon mal einige Samen aus für Erbsen, Möhren, Zwiebeln und Bohnen. Der Kater pflanzt sein Fleischklößchen ein und schaut immer wieder nach von Zeit zu Zeit, ob es schon anfängt zu wachsen. 

Sie sind fast fertig, als die verrückte Hühnerschar sich im Gemüsebeet breitmacht und anfängt zu wühlen und zu scharren auf der Suche nach Regenwürmern. Sie wieder einzufangen ist garnicht so einfach, denn sie wollen sich ihre Leckerbissen natürlich nicht entgehen lassen. Leider holen sie durch ihr Scharren im frisch ausgesäten Beet den ganzen Samen wieder heraus. Die Hühner lassen sich nicht durch Sonneblumensamen locken, sondern nur durch das Versprechen, ihnen selbst ein Stück Land umzugraben, wo sie dann dort nach Würmern suchen können. 

Als die Hühner endlich eingesperrt sind, da Findus sie reingelegt hat mit einem schrillen Ruf: "Der Fuchs kommt!" Findus ist nämlich echt stinkig, weil die Hühner auch seine Frikadelle gefressen haben, auch wenn sie es abstreiten. Nun sind sie aber erstmal aus der Schussweite und Pettersson und Findus begeben sich wieder ins Gemüsebeet um erneut den Samen auszusäen. 

Die Hühner haben das Beet wirklich sehr verwüstet und Pettersson fängt wieder von vorne an. Umgraben, harken und aussäen. Er schwitzt und keucht, aber endlich ist es geschafft und nun wird alles beschrifet und gegossen. 
Am frühen Morgen weckt Findus Pettersson ganz erbost, denn das Fleischklößchen ist schon wieder verschwunden und auch die Kartoffeln sind nicht mehr in ihren Löchern. Da die Hühner sich irgendwie befreit haben, sind sie natürlich als erste im Verdacht, aber sie flitzen gleich zurück in den Stall als sie Pettersson sehen. 

Alles Abstreiten hilft nicht, denn irgendjemand oder irgendwas muss sich ja am Gemüsebeet zu schaffen gemacht haben und wenn es nicht die Hühner waren? Wer dann? Zusammen mit den Hühner machen sich der Kater und Pettersson auf um das Gemüsebeet zu begutachten. Ratlos hält Pettersson eine angebissen Kartoffel in der Hand und gemeinsam überlegen sei, wer denn diesen Biss in der Kartoffel hinterlassen hat. Eine Kuh? Ein Elch? Eine Ziege? Vielleicht ein Frosch oder doch Gustavsson? Als Pettersson schon anfangen will, den Täter zu entlarven hören sie ein lautes Oiiiiiiink, Oiiiiiiiink von der Wiese her. 

Es ist Gustavsson mit seinem Schwein. Das Schwein ist heute Nacht ausgebüchst und hat seine Spuren hinterlassen. Gustavsson hat es im Kartoffelacker von Frau Andersson gefunden. Die Saatkartoffeln udn Samen will er Pettersson natürlich ersetzen, aber die ganze Arbeit von gestern war umsonst und Pettersson sieht wirklich verzweifelt aus. Die Hühner weigern sich, sich wieder einsperren zu lassen und es entbrannt ein richtig kleiner Streit. Sie wollen auch nicht in den Stall, falls ein Fuchs kommt. Nein, Nein, sie wollen die ganze Nacht draußen bleiben. 

Pettersson pflanzt erneut seine Kartoffeln mit großer Hoffnung, daß diesmal alles gut geht. Findus bekommt die Aufgabe auf die Hühner aufzupassen und ganz laut mit dem Milcheimer zu scheppern, wenn der Fuchs kommen würde. Denn er kann ja des Nachts gut sehen. Pettersson hilft Findus ins Baumhaus und reicht ihm eine Lampe herauf. Eine Schnur vom Baumhaus bis ins Schlafzimmer bindet sich Pettersson noch an den Zeh, damit er auch wirklich mitbekommt, wenn sich irgendwas im Gemüsebeet bewegt oder der Fuchs die Hühner holen will. 

Findus sitzt im Baumhaus und späht hinaus. Es ist so langweilig, daß er tatsächlich einschläft und ganz wild träumt von scheppernden Milcheimern und Füchsen die die Hühner holen. 

Mit einem Ruck wird Findus wach, der Tag ist schon angebrochen und schlägt sofort Radau! "Schepper, schepper, schepper! PETTERSSON WACH AUF! Die zertrampeln mein Fleischklösschen!" Pettersson fliegt fast zum Fenster raus vor lauter Schreck mit weitaufgerissenen Augen und weit geöffneten Mund. 

Nicht schon wieder! Könnt ihr euch vorstellen, was nun schon wieder im Gemüsebeet los ist? 
Eine Herde Kühe trampeln durch die frisch ausgesäten Kartoffeln und Pettersson im Nachthemd und Besen mittendrin. Alleine schaffen sie es nicht die Kühe aus dem Gemüsebeet zu treiben und erst wolen sie Andersson holen, da es seine Kühe sind, aber dann kommt ihm eine Idee. 

Als wandernde Tüte treibt Findus die Kühe wieder auf die Weide zurück wo sie hingehören. Mithilfe der Hühner und der Neugier der Kühe haben sie es geschafft, die Kühe wegzutreiben. Pettersson repariert den Zaun der Weide und die Kühe gucken recht dumm, denn das Geheimnis der wandelnden Tüte, die sich Findus einfach über den Kopf gezogen hat, haben sie nicht begriffen, denn sie sind ja einfach nur dumme Kühe. 
Nun will Pettersson erstmal nochmal schlafen gehen und dann den Garten wieder in Ordnung bringen. Findus reicht es aus, sein Fleischklösschen erneut zu pflanzen und dafür reicht ihm diesmal auch ein Blumentopf. Soviel Gemüse kann ja auch nicht gesund sein, oder? 



Meine Meinung: 

 Ich gestehe, daß mich Pettersson und Findus immer wieder neu begeistert. Die Geschichten sind wirklich ideal für Kinder und ich lese sie wirklich sehr gerne vor und Minimaus hängt wie gebannt an meinen Lippen. Der kleine freche Kater und der alte Mann erleben immer wieder neue Abenteuer. Hier wollen sie einfach nur Gemüse pflanzen bzw. eine Frikadelle und immer wieder wird ihnen Steine in den Weg gelegt. Was ich hier echt bewundere ist die Ruhe die Pettersson ausströmt. Immer und immer wieder fängt er von vorne an und harkt, gräbt um, sät aus und gießt die ausgesäte Saat. Ich wäre schon längst ausgeflippt und hätte Kartoffeln, Kartoffeln sein lassen. Ist schon irgendwie gemein und bissel tut Pettersson mir auch leid. Erst die Hühner auf der Suche nach Würmern, dann das Schwein, welches alle Kartoffeln ausgräbt und dann noch die Kühe, die alles zertrampeln. Wir hatten ein Jahr als uns Rehe alle neu eingesetzten Pflanzen des Nachts ausgebuddelt haben, das war echt ärgerlich, aber nicht zu ändern. Ich habe allerdings auch immer wieder enu bepflanzt mit der großen Hoffnung, daß diesmal alles gutgeht! 
Natürlich ist die Geschichte im Buch ausgeschmückter als von mir beschrieben, aber ich wollte euch ja auch nur eine kurze Darstellung der Geschichte liefern und nicht das komplette Buch abzutippen. 
Hier eine richtig schöne Geschichte, die ideal zum Wetter und der Jahreszeit passt, denn viele sind bei strahlenden Sonnenschein im Garten anzutreffen um zu pflanzen und zu säen. Ich hoffe nicht, daß ihr auch alle ein solches Abenteuer erleben müsst und wünsche euch, daß alle eure Pflanzen gut gedeihen und angehen, damit ihr eure Blumen und Blütenpracht bald richtig genießen könnt. 
Die Bilder sind wie in allen Büchern sehr liebenswert und zwischendurch sind auch einige Aktionen auf einem Bild zu sehen, z.B Pettersson beim Graben, harken, einsäen auf Knien und Findus dann am wässern. 
Die Muggla fehlen natürlich auch nicht, aber wie ihr schon wisst, kann nur Findus sie sehen. Wir natürlich auch, denn wir sind ja die Leser des Buches ;o) Die Muggla sind wirklich eine nette und pfiffige Idee, die das Buch noch interessanter gestalten, da sie einfach putzig sind und die Geschichte noch mehr aufpeppen. Ein sprechender Kater, Muggla und sprechende Hühner gibt es nur bei Pettersson und macht das Buch daher noch lesenwerter. 

Ganz viel Charme und Witz begegnen uns auch in diesem Buch, daher von mir eine echte Lese- und Kaufempfehlung!


Wer Pettersson und Findus nicht kennt, hat echt was verpennt! ☺

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