Samstag, 21. Dezember 2013

Ohne Gefühl

 


Allen Zadoff

,

Petra Post

,

Andrea von Struve


Boy Nobody

Ich bin dein Freund. Ich bin dein Mörder.

SEIN AUFTRAG: MORD
Mit 12 Jahren wurde er rekrutiert, um tödliche Missionen zu „erledigen“. Mit 16 ist BOY NOBODY einer der Besten. Weil er keine Fehler macht. Weil er eiskalt ist. Weil er seine Zielobjekte schnell und effektiv aus dem Weg räumt.

Seine aktuelle Mission ändert jedoch alles: Denn die Zielperson ist ganz und gar nicht, was sie scheint. Und sie kommt ihm gefährlich nahe. Zu nahe.

Aber BOY NOBODY wird auch diesen Auftrag erfolgreich zu Ende bringen. Weil er einer der Besten ist. Weil er keine Fehler macht. Weil er eiskalt ist. Oder etwa nicht …?

Ab 14 Jahren
 336 Seiten
16,99 € 
ISBN: 978-3-8458-0005-9







Vielleicht erinnert ihr euch an die Challenge auf Facebook des Verlages, an dem es wirklich geniale Preise zu gewinnen gab und die das Buch "Boy Nobody" sehr gepusht hat? Ich hatte mich auch beteiligt, zum einen, weil es unheimlich Spaß gemacht hat und zum zweiten, weil ich das Buch endlich lesen wollte, nachdem es mir vermehrt im Internet ins Auge stach. Auf Facebook hatte ich kein Glück, aber ich gewann es dann in einem Bloggewinnspiel, worüber ich mich wirklich unheimlich gefreut habe, denn für mich war "Boy Nobody" mittlerweile zu einem echten Must Read geworden. Leider wurden meine Erwartungen an das Buch nicht so erfüllt, wie ich es mir erhofft hatte, aber dazu komme ich jetzt.

"Boy Nobody" ist kalt und unbarmherzig, keiner Gefühle in der Lage und das hat mich irgendwie gestört, denn eine Kampfmaschine, gedrillt um zu töten, habe ich zwar erwartet, aber irgendwie auch gehofft, das "Boy Nobody" doch im Laufe des Buches dem einen oder anderen Gefühl in der Lage wäre. Hin und wieder blickt doch ein klein wenig Gefühl hervor, aber es reichte mir nicht um mich zu überzeugen. Ehrlich gesagt tat mir "Boy Nobody" zwischendurch doch leid, denn wer von uns möchte so lieblos aufwachsen wie er? Keiner Gefühle in der Lage? Schon eine gruselige Vorstellung. Leben um zu töten?

Letztendlich haben wir hier einen hohen Spannungsaufbau und trotz des unangenehmen Gefühls in mir, einen Roman der äußerst lesenswert ist. Ich hoffe immer noch, das ich jemanden wie "Boy Nobody" niemals in meinem Leben begegnen werde. Erst Freund, dann Feind? Wie gut, das ich nicht die Tochter des Bürgermeisters bin, sondern nur ein Durchschnittsbürger ☺ Ich fand den Charakter des "Boy Nobody" einfach beängstigend und da halfen mir auch nicht die Rückblenden auf seine Vergangenheit, die mir zeigten wie es dazu gekommen ist "Boy Nobody" zu einer echten Kampfmaschine zu machen. Töten ohne mit der Wimper zu zucken?

Natürlich werde ich an dieser Stelle eine Leseempfehlung aussprechen, obwohl mir hin und wieder eben das Gefühl, das menschliche gefehlt hat. Das ist aber nicht alles, was ich an Kritik anbringen möchte, sondern auch dem Ende, welches ich so niemals erwartet hätte. Gehofft hatte ich auf etwas anderes und  ehrlich gesagt ging es mir dann auch viel zu schnell. Ich musste manche Passagen erneut lesen, weil sie mich einfach überforderten. Von der Spannung her ist "Boy Nobody" nicht zu toppen, aber so wirklich warm wurde ich mit den gezeichneten Charakteren nicht, da sie mir wie gesagt einfach zu lieblos erschienen sind. Ich hatte die ganze zeit über gehofft, das sich "Boy Nobody" ändert und vielleicht auch die Liebe in sein Herz einzieht, denn wenn man genau hinschaut wird man erkennen, das tief in ihm ein Sehnen danach ist. Da ich vermute, das es einen weiteren Band geben wird, hoffe ich darauf, das es dann dort ein wenig mehr Liebe geben wird. Niemand kann sein Leben ohne Liebe leben ohne daran zugrunde zu gehen, auch kein "Boy Nobody". Nun ja, genug gemeckert, lest das Buch oder lasst es sein, das bleibt ganz euch überlassen. Ich fand es bis auf das, was ich kritisiert habe schon ganz nett verpackt, aber erhofft hatte ich mir durch den Klappentext, zumindest diese Sätze  "Aber BOY NOBODY wird auch diesen Auftrag erfolgreich zu Ende bringen. Weil er einer der Besten ist. Weil er keine Fehler macht. Weil er eiskalt ist. Oder etwa nicht …? " etwas anderes. Die Richtung die das Buch einschlägt hat etwas von Mission Impossible und mag manchen wirklich gefallen, mir war es definitiv doch ein klein wenig zu gefühlskalt.

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