Samstag, 2. November 2013

Irgendwo dazwischen - die etwas andere Liebesgeschichte



  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1358 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 586 Seiten
  • Verlag: freytag Literatur
  • TB          14,95 Euro
eBook       4,99 Euro

Lili ist verliebt in Elias. Emma schläft mit Clemens, liebt aber Stefan – und der ist in Kanada. Emma ist perfekt, Lili ihr Schatten. Lili ist klug, Emma blond. Marie liebt Lili, Lili liebt Elias, und Elias bekommt Besuch von Giselle. Emma weiß, dass Clemens sie nicht liebt. Lili redet sich ein, dass sie Elias nicht liebt und Marie denkt, sie weiß, was sie will – bis zu dieser Nacht mit Paul.
Und alle suchen nur eines. Sich selbst. Was ist man denn, wenn man weder Kind noch erwachsen ist? Verwirrt. Unter Druck. Und unsicher. Die Hormone setzen die Segel auf einer Irrfahrt die sich Erwachsenwerden nennt.


Mehr Informationen zur Autorin Anne Freytag HIER! oder auf FB!


"Irgendwo dazwischen" ist eine Liebesgeschichte, die definitiv anders ist, da sie oft aus verschiedenen Erzählperspektiven erzählt wird. Wir lernen unsere Hauptprotagonisten recht gut kennen und dürfen sie auf ihrem Weg der Selbstfindung, ihrem Erwachsen werden begleiten. Es ist interessant zu lesen, in wie weit sich die jeweiligen Mädchen, die zu Frauen werden verändern. Natürlich ist auch der männliche Part irgendwann ein Mann und davon berichtet unsere Story, von dem "irgendwo dazwischen".

Als ich angefangen hatte zu lesen, war ich doch ein klein wenig pikiert, besonders über Emma, die sich quasi dauerhaft an Clemens verschenkt. Ich fand ihr Verhalten extrem oberflächlich und konnte mich mit ihr nicht anfreunden, denn für sie war Sex eher Mittel zum Zweck, an dem sie noch nicht einmal Freude hat, sondern nur Clemens gefallen will. Ich fand ihre Einstellung echt zum Kotzen (Sorry, anders kann ich es gerade nicht ausdrücken) Ein Gutes ist, das es nicht so bleibt und man gerade an Emma zum Ende des Buches die meiste Veränderung ihrer Person wahrnimmt und sie dann doch noch sympathisch wird. Am Anfang fand ich sie wirklich total doof und konnte nicht verstehen, das sie so eine tolle Freundin wie Lilli hat. es ist ein klein wenig so, wie gutaussehendes Mädchen, welches sich im Schatten ihrer besten Freundin sonnt und dadurch noch mehr Aufsehen erregt. Mag ich auch im wahren Leben nicht, daher fand ich es schon fast arrogant und unausstehlich. Emma fällt einige Male aus der Rolle, bis sie zu der Person wird, mit der ich mich anfreunden kann. Ich vermute, wenn sie gleichbleibend oberflächlich geblieben wäre, wäre meine Rezension ganz anders ausgefallen.

Lilli und Marie sind die beiden Mädchen, die mir wirklich gefallen haben in ihrer Charakterbeschreibung und auch die beiden, mit denen ich mir auch vorstellen könnte befreundet zu sein.

Ich möchte hier nicht so viel spoliern, sondern dem Buch "Irgendwo dazwischen" nur so viel Aufmerksamkeit schenken, wie es verdient hat, ohne euch die Freude am Lesen zu nehmen. "Irgendwo dazwischen" ist ein Buch über Freundschaft, der Liebe und dem Entdecken was wirklich zählt. Alle Personen erhalten nach und nach eine Reife, die ich ihnen am Anfang nicht zugestanden hätte, aber ist es nicht wirklich so im Leben, das wir uns erst nach und nach entwickeln? Ich war mit 15, 16 oder auch 17 auch noch nicht die Mel, die ich heute bin und auch unsere Freundinnen müssen sich entwickeln, quasi reifen. Mir hat dieser Prozess wirklich gefallen, denn dadurch wirkt das Buch nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern authentisch. Ich wage zu behaupten, das sich jeder Leser / jede Leserin mit eine der beschriebenen Personen identifizieren kann. Natürlich lernen wir auch den männlichen Gegenpart intensiv kennen und ich glaube der eine oder andere hätte mein Herz auch im Sturm erobern können. Elias wäre im wahren Leben wahrscheinlich genau der Typ auf den auch ich stehen könnte, wenn ich den Mann fürs Leben nicht schon gefunden hätte.

Wirklich interessant ist die Tatsache, das ich mich am Anfang zwar unwohl fühlte und dann aber nach und nach das Buch zu schätzen lernte, auch wenn ich über Emma immer noch bis zu einem bestimmten Punkt die Hände über den Kopf zusammenschlagen wollte. Marie und Lilli sind ihrer Entwicklung schon viel, viel reifer und wenn man dann doch hinter die Zeilen blickt, lernt man eine Emma kennen, die auch im Schatten steht und zwar in dem ihrer Geschwister. Emma mangelt es an Selbstbewusstsein, aber das lässt sie nicht gleich durchblicken, sondern wird erst nach und nach aufgedeckt.

Das Buch ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die immer mehr und mehr an Fahrt aufnimmt. Man wird regelrecht durchgerüttelt und nimmt die Emotionen der jeweiligen Person wahr, die gerade jetzt oder auch im nächsten Kapitel zu Wort kommt. Irgendwann lässt man sich nur noch fallen und genießt. Manchmal möchte man auch schreien und die jeweilige Person durchschütteln, aber da das Buch schon geschrieben wurde, würde das sicherlich auch nichts an der Handlung ändern.

Von mir eine echte Leseempfehlung für eine ganz besondere Liebesgeschichte, die ich so wahrscheinlich noch nie gelesen habe!





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