Freitag, 30. August 2013

Emotionen Pur - "Heller als ein Stern"


Heller als ein Stern


Die Tage auf der Krebsstation kommen Megan wie das Leben auf einem fremden Planeten vor. Abgekapselt von ihrer Familie und ihren Freunden, umgeben von Patienten, die alle deutlich jünger sind als sie. Alle bis auf Jackson – dem sie zunächst mit Ablehnung begegnet. Jackson ist verwirrend „anders“. Er kennt keine Regeln und hat, obwohl selbst schwerkrank, immer ein Lächeln auf den Lippen. Im abgeschiedenen Kosmos des Krankenhauses entsteht schon bald ein zartes Band zwischen Megan und Jackson, das jeden Tag stärker wird. Ein Band, dem die Krankheit nichts anhaben kann, das für beide zum Anker wird - und das selbst den Tod überwindet.


Ab 14 Jahren / 224 Seiten 
ISBN: 978-3-7607-9940-7
12,99 Euro





Meine Meinung:
Schon bei der Bewerbung auf Blogg dein Buch war mir bewusst, das es sich bei "Heller als ein Stern" nicht um ein oberflächliches Buch handelt und vielleicht ist es mir deshalb auch so nah gegangen, da mein Neffe kurz vor seinem 10 Lebensjahr an Leukämie erkrankt ist. Schon "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" zeugt davon, das Krebserkrankungen mitten unter uns sind und nicht beschönigt werden sollten. Solch ein Buch zu lesen tut weh und vielleicht belastet es auch, aber wichtig ist, wie gehe ich mit so einer Geschichte um? Durch meinen Neffen habe ich gesehen, das es ein echter Kampf ist und er hat es geschafft den Krebs zu besiegen und ist nun schon einige Jahre gesund. Leider ergeht es nicht allen Kindern so und das wird auch ganz klar in diesem Buch aufgegriffen. Ein Junge der mit meinem Neffen auf Station war hat es nicht geschafft und ich erinnere mich das meine Schwägerin erwähnt hat, das sich mein Neffe tagelang in seinem Zimmer eingeigelt hat. Aus Angst das die Leukämie erneut ausbricht? Aus Trauer? Krebs ist grausam und vielleicht macht er auch vor mir nicht Halt oder vor meinen Kindern? Ein Buch über Leid, Trauer und Sterben? Noch so viel mehr und ich vermute fast, das ich mit meinen Worten nicht umfassen kann was dieses Buch in mir ausgelöst hat.

Ein Cover welches schon eine mächtige Wirkung auf mich hatte und im Prinzip schon alles aussagt ohne das ich mich um Worte bemühen muss. Ich wusste was mich erwartete und dennoch tat es weh es dann schwarz auf weiß zu lesen.





Jackson ist wirklich ein toller Typ und auch wenn er sicherlich leidet, strahlt er und belebt die Kinderstation. Er ist ein Star - sicherlich noch heller als ein Stern und wenn ich betrachte wie viel Kraft Kinder haben um den Krebs zu besiegen verdienen sie meine Bewunderung. Es ist ja nicht nur, das die Haare ausfallen und sie schon deshalb als erkrankt erkennbar sind, Nein, es steckt noch viel mehr dahinter. "Heller als ein Stern" ist voll von Traurigkeit, aber auch von mutmachenden Dingen, die im Verborgenen liegen. Ein Buch welches mich wirklich nicht kalt gelassen hat und mich das ein um ans andere Mal hat schwer schlucken lassen.

Megan und Jackson geben sich gegenseitig Kraft und ich glaube dies ist nur möglich da sie beide erkrankt sind und die Schmerzen und die Ängste des anderen kennen. Ich fand dies sehr, sehr positiv. Als Leser bangt man und hofft man auf ein Happy End und Leute ich sage euch, wer wie ich nah am Wasser gebaut ist, legt euch Taschentücher parat, denn es tut wirklich weh und geht an die Substanz nur davon zu lesen wie viel Leid manche Menschen ertragen müssen.

Die Autorin hat es wirklich verstanden jede Menge Emotionen in mir frei zu legen. Ich flog förmlich durch das Buch und auch wenn diese Story keinen wirklich schönen Hintergrund hat (was sollte an einer Krebserkrankung oder einer Chemotherapie auch schön sein?) imponiert mir diese Liebesgeschichte, als nichts anderes mag ich sie betiteln, denn genauso könnte es sich abgespielt haben.



Vielen, vielen Dank an Blogg dein Buch und den Verlag (hier! zu finden) für die Bereitstellung dieses wirklich fabelhaften Buches, welches nichts beschönigt, sondern irgendwie auch authentisch auf mich wirkte.

1 Kommentar:

  1. Hallo Mel,

    mir ist deine Rezension zum Buch schon unheimlich nahe gegangen, gerade auch durch deine Schilderung des persönlichen Bezugs zum Thema. Ich muss zugeben, ich bin bei solchen Büchern immer vorsichtig, um nicht zu sagen, ein Feigling, denn ich weiß, dass mich solche Geschichten immer sehr mitnehmen. Für so ein Buch brauche ich den passenden Moment, denn solche Geschichten können einen auch ein bisschen runterziehen. Trotzdem bin ich von deinem positiven Urteil überzeugt! Bei passender Gelegenheit kommt das Buch definitiv für mich in Frage.

    LG
    Anja

    AntwortenLöschen