Dienstag, 9. Juli 2013

Makabere Kunstwerke







Totenkünstler



448 Seiten € 9,99 [D]









Hart. Härter. Carter. Eine Erfolgsgeschichte ist fortgeschrieben.

Die Angst geht um beim Los Angeles Police Department. Wer von ihnen wird das nächste Opfer? Ein brutaler Mörder tötet Polizisten und formt aus ihren Körpern abscheuliche Figuren. Er versteht sich als Künstler. Und genau da setzen Profiler Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia mit ihren Ermittlungen an. Hunter weiß, wie Mörder denken. Und das könnte sein Todesurteil sein.





LESEPROBE!






Meine Meinung:
"Totenkünstler" des Autors Chris Carter konnte mich wieder einmal komplett überzeugen, obwohl ich gleich am Anfang des Thrillers überlegt hatte, das Buch abzubrechen, da es so grotesk und makaber ist, das ich mich wirklich geekelt habe. Woher nehmen Autoren nur ihre Fantasien Morde so zu beschreiben, das man das Blut förmlich vor sich sehen kann, es riechen und schmecken kann? Ich hatte mir gerade ein paar Lakritz in den Mund geschoben, die urplötzlich nicht mehr schmeckten und ich aß dann auch den ganzen Abend nichts mehr, da mich echter Ekel überkam. Dennoch ist es genau das, was ich von Chris Carter erwartet hatte und dann auch bekam. Für mich war es das 4. Buch des Autors und ich vermute, das die Grausamkeiten von Buch zu Buch schlimmer werden. Ich scheine dennoch eine echte Thrillertante zu sein, denn nach kurzem Zögern konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Was für eine Story,! Was für ein Showdown. Niemals hätte ich damit gerechnet und es überrollte mich förmlich.

Es ist schwierig einen Thriller zu umschreiben, ohne viel von der Handlung weiterzugeben, daher werde ich mich nur auf das wesentliche beschränken und das spoilern anderen überlassen. Gleich auf den ersten Seiten geschieht ein Mord, der wirklich grausam ist und mir das Blut in den Adern gefrieren ließ. Die Frage war tatsächlich - abbrechen oder weiterlesen? Ich hatte mich dann für das Weiterlesen entschieden, alles andere hätte mich sicherlich unzufrieden zurück gelassen.

Interessant hierbei ist die polizeilichen Ermittlungen und Hunter + Garcia sind quasi schon gute Freunde, wenn man auch die anderen Thriller

Der Kruzifix - Killer

Der Vollstrecker

Der Knochenbrecher

und nun Totenkünstler

gelesen hat. Es ist natürlich nicht zwingend notwendig die vorherigen Thriller zu kennen, aber dadurch das hin und wieder alte Fälle aufgewärmt werden, ist es wie AHA - Erlebnis.

"Totenkünstler" ist ein definitiv sehr spannender, wenn auch wirklich grausamer Fall, den es zu lösen gilt. Die Skulpturen der Toten zeigen eine Geschichte, die Hunter und Garcia vor eine echte Herausforderung stellt. Dieses Mal bekommen sie Unterstützung von Alice, die einen ganz besonderen Blick hat und einen großen Anteil daran hat, das Puzzle zu lösen. Es ist makaber, aber letztendlich ist der Showdown schon fast nachvollziehbar für mich, denn zuvor wurde ein Leben zerstört, das auf Lügen aufgebaut wird. Ich hatte dieses Mal direkt Mitleid mit dem Täter, obwohl ich die Tat natürlich niemals gut heißen kann, aber wer kennt meine Reaktion, wenn Wahrheiten ans Licht kommen, die so sehr schmerzen, das nur noch Rachegedanken quälen und der Wunsch belebt, die Wahrheit bekannt zu machen?

Von mir bekommt "Totenkünstler" natürlich eine Leseempfehlung an diejenigen, die sich so richtig gruseln wollen vor dem was Chris Carter wieder vollbracht hat. Ich könnte ihn tatsächlich als Meister meiner Alpträume bezeichnen. Spannend, grausam und mehr als packend!





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