Sonntag, 7. Juli 2013

Das Mamiversum schlägt zurück




DANIELA NAGEL

Das Leben ist kein Kindergeburtstag

Roman

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten
ISBN: 978-3-442-38089-3
€ 8,99
Verlag: Blanvalet


Storch lass nach! Das Mamiversum schlägt zurück.
Die junge Lektorin Alice plant einen Ratgeber für coole Mütter. Dumm nur, dass sie von Kindern nicht den blassesten Schimmer hat! Ihre Nachbarin Eve, Mutter von Drillingen, ist für Alice das Paradebeispiel für alles, was uncool ist – gestresst, chaotisch, unorganisiert. Doch Eve ist die Einzige, die Alice zu Recherchezwecken ausquetschen könnte. Also schließen die beiden Frauen einen Pakt: Eve führt Alice in die unbekannte Mütterwelt, das Mamiversum, ein, im Gegenzug coacht Alice ihre Nachbarin in Sachen Lebensglück. Das Happy End könnte für beide in greifbare Nähe rücken … doch irgendwas ist ja immer!




Infos zur Autorin: HIER!



Meine Meinung:
Schon das Cover zeugt von einem echten Frauenroman. Businessfrau mit Kinderwagen? Lässt sich dies wirklich miteinander vereinbaren? Sagen wir mal so, es wird schwierig und bedarf einfach einer guten Organisation. Dies muss auch Alice erfahren, die am Anfang des Buches eher geringschätzig auf Eve herabschaut, die mit ihren Drillingen zu ihren Nachbarinnen zählt. Wie kann man sich nur so gehen lassen? Als Mutter kann man doch noch immer genügend für sich tun und darf sich selbst dabei nicht aus den Augen verlieren. Soweit die Theorie, aber wie gelingt dies im Alltag?
Mir hat gefallen, das man sich doch recht gut mit den beiden Hauptprotagonistinnen identifizieren kann, denn beide haben etwas was die andere nicht hat und sind bemüht ihr Ziel zu ergreifen. Ist es ein Haschen nach dem Wind oder kann man auch als Mutter sein Studium beenden oder einen Marathon laufen? Mir gefielen, das die beiden Frauen unterschiedlich gezeichnet sind und dennoch die eine von der anderen profitieren kann.
Ein Buch zum Lachen und genießen, welches aber auch hier und da ernste Töne anschlägt, die zwischen den Zeilen zu lesen sind. Es ist also nicht einfach nur seicht und typischer Frauenroman, sondern regt auch zwischendurch zum Nachdenken an. Mir hat es dadurch sehr gefallen. Seit der Müttermafia bin ich ja schon regelrecht angefixt von Büchern über Mütter und Übermütter, denn mal ehrlich man kann sich doch wiederfinden oder in den gezeichneten Personen die Mütter aus dem Kindergarten, dem Spielkreis oder wo auch immer wir aufeinander treffen. Man könnte die Hände über dem Kopf zusammenschlagen oder es eben als gegeben hinnehmen, das man nicht mit allen Menschen bzw. Müttern zusammenpasst und sich eben diejenigen aussucht, die mit uns auf einer Wellenlänge liegen. Ich durfte da auch schon die eine oder andere Erfahrung machen, die mich heute tatsächlich zum Lachen bringt, mich früher aber aus den Puschen gehauen hat.
Wie ich schon bekannt habe, wird Alice schwanger und natürlich ist das Baby auch irgendwie in sie hineingekommen, richtig? Das war also so ............. Nein, nein, nein, einen Aufklärungbericht bekommt ihr jetzt nicht, sondern es sei nur erwähnt, das es da einen gewissen Sebastian gibt, der Alice recht gut gefallen hat. Einmal nicht aufgepasst und zack ☺ Irgendwie so ist das also geschehen und nun wird Alice erst einmal völlig aus der Bahn geworfen, denn sie hatte komplett andere Pläne und will sie tatsächlich ihr Kind alleine großziehen? Wird sie am Ende Alleinerziehend sein wie ihre Mutter?
Klar, auch in "Das Leben ist kein Kindergeburtstag" (jetzt hätte ich schon fast "Das Leben ist kein Ponyhof" geschrieben. Tz, tz, tz) hat hier und da kleine Schwächen, die das Gesamtpaket aber nicht schwächen, sondern den Roman trotzdem liebens - und lesenwert machen.

Von mir eine  



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