Mittwoch, 12. Juni 2013

Warten, Hoffen, Bangen

Warte auf mich

ROMAN
320 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-86612-357-1
€ 16,99 


Für immer und niemals - die Geschichte einer unmöglichen Liebe.
Auf einer Feier lernen sich der Erfolgsautor Philipp Andersen und die Schriftstellerin Miriam Bach kennen. Sie verbringen eine Nacht miteinander, in der fast nichts passiert – und in der sich doch alles verändert. Am nächsten Morgen tauschen sie ihre Adressen aus, schicken sich ihre Romane zu und verlieben sich über die Lektüre der Bücher hoffnungslos ineinander. Hoffnungslos, denn Philipp lebt seit vielen Jahren in einer glücklichen Ehe, und Miriam ist nicht bereit, die Rolle der Geliebten einzunehmen. Dennoch leben die beiden ihre leidenschaftliche Amour fou, kämpfen mit sich und ihrer Liebe. In ihrer Not beginnen sie, alles, was zwischen ihnen passiert, aufzuschreiben. Was wird am Ende ihrer Geschichten stehen? Das Scheitern und die unvermeidliche Trennung? Oder gibt es doch eine lebbare Liebe für sie?





Meine Meinung:
Ich gehe einfach mal davon aus, das ich das Buch am Welttag des Buches gewonnen habe, denn einen schönen Tages lag es in meinem Briefkasten. Interessanterweise gibt es viele verschiedene Stimmen zu dem Buch und das machte mich natürlich sehr neugierig. Ein Buch, welches mich herausfordert es eben zu lieben oder eben auch nicht zu lieben machte mich sehr neugierig und daher wanderte das Buch auf meinem SUB auch recht schnell nach oben.

Leider hat mich das Buch nicht überzeugen können, denn ich mag Menschen nicht, die sich nicht entscheiden können, bzw. Entscheidungen auf die lange Bank schieben. Es ist ein ewiges Hin und Her und irgendwann fand ich es einfach nur noch nervig. Logisch ist es nicht einfach, sich nach 30 Ehejahren von seiner Frau zu trennen, aber die ewige Geliebte, die als Lückenfüllerin benutzt wird, möchte ich auch nicht sein, dafür wäre ich mir definitiv zu Schade. Auf Abruf bereit stehen? Nein Danke! Ebenso entsetzlich finde ich die Tatsache, die betrogene Ehefrau zu sein. Entweder macht man einen Cut und bekennt sich zu seiner Liebe, aber Zweigleisig fahren kotzt mich ehrlich gesagt regelrecht an. Vielleicht ist das auch der Grund warum ich Miriam und Philipp nicht neutral begegnen konnte?

Immer nur Warten, Hoffen und Bangen auf einen Anruf, eine SMS, eine E-Mail, einen Facebookpost oder eine Whats app Nachricht? Kämpfend mit Schuldgefühlen der anderen gegenüber? Hoffen, das sich Philipp entscheidet? Meine Sehnsüchte und Wünsche hinten anstellen für ein kleines bisschen Glück? Ein kleines Stück vom Kuchen?

Die letzten 30 Seiten konnten mich dann letztendlich doch noch überzeugen und das Gefühl, was mich da überkam, hätte ich mir auch für die vielen, viele Seiten davor gewünscht. Etwas was mich anrührt und bewegt und mich glauben lässt, das sich alles doch noch zum Guten wendet. Mein Respekt gilt Philipps Frau, denn ihre Liebe scheint stark genug um auch mit dem Schatten einer anderen Frau klar zukommen. Alles andere fand ich verlogen und kann dem Buch daher auch nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen, da mir mir doch einiges gefehlt hat, bzw. ich es mir wirklich anders gewünscht hätte.

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