Mittwoch, 5. Juni 2013

Frühlingsgewitter




Angela Gerrits

Taschenbuch - Frühlingsgewitter



Text von Angela Gerrits
Einbandgestaltung von Cordula Schmidt

Eine kleine Sekunde und dann ...

Joe verlebt fast unbeschwerte Tage in Griechenland. Sonne, Meer, sternklare Nächte und Nikos. Nikos, der schon weiß, wie er sein Leben nach der Schule gestalten will und von einem eigenen Café träumt. Sie fühlt sich wohl mit ihm. Bis die Vergangenheit und der von ihr verschuldete Unfall in ihr kleines Paradies brechen. Joe wird klar, dass sie sich der Vergangenheit stellen muss ...
ab 13 Jahren
EUR 8,99 
ISBN-13: 978-3-8415-0198-1
Verlag: Oetinger



Meine Meinung:
"Frühlingsgewitter" war für mich ein Buch, welches ich einmal angefangen, auch sogleich beendet habe, denn mit seinen 176 Seiten ist es ein nettes Buch für zwischendurch ohne große und besondere Anforderungen an seine Leser/innen. Für meinen Geschmack hätten es gerne ein paar mehr Seiten sein können und das abrupte Ende lässt auch viel Möglichkeiten zu Spekulationen. Wird es eine Fortsetzung geben oder muss ich als Leser die Story weiterspinnen?
Das Buch ist wie schon gesagt leicht und flüssig zu lesen und wer anhand des Covers glaubt, das er hier einen erfrischenden und witzigen Roman erwarten darf, der ist völlig falsch gewickelt, denn die Story ist ein kleines Gewitter an Gefühlen einer Jugendlichen, der man sich einfach stellen muss. Denn mal ehrlich, wer hat es nicht erlebt, das Freundinnen und sei es auch die beste Freundin, enttäuschen konnte. Man muss sich einfach fragen, wie viel wert einem diese Freundschaft ist und ob es sich lohnt sich wegen einem Jungen zu streiten, der es meiner Meinung nach überhaupt nicht wert ist. Ich empfinde ihn als oberflächlich und sehr von sich überzeugt. Mit so einem Kerl möchte ich nicht zusammen sein und würde ihn schon von alleine in die Wüste schicken, aber es ist nicht meine Geschichte, sondern die Geschichte von Joe, die die Ferien mit ihrer Mutter in Griechenland verbringt und dabei sozusagen auf einem Selbstfindungstrip ist. Wunden müssen heilen und Erkenntnisse erst einmal gewonnen werden. Vorher erschien es als wären alle Träume geplatzt und vieles muss erst einmal verarbeitet werden. Es hilft Joe sehr Briefe an ihre Freundin Rhea zu schreiben und sich ihren Frust, ihren Hass, vielleicht auch ihren eigenen Selbsthass, ihre Trauer und ihre Wut von der Seele zu schreiben. Eine echte Achterbahn der Gefühle und wie heißt es so schön, am Horizont erscheint immer ein Licht oder so ähnlich und dieses Licht ist in Joes Fall Nikos, der sie wieder auf die Beine bringt und aus dem Trauerkloß Joe wieder eine Joe macht, die das Leben wieder genießen kann.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung für "Frühlingsgewitter", denn in allen von uns steckt hin und wieder ein kleines und manchmal auch ein großes Gewitter, welches wir nicht mit uns herumschleppen müssen, sondern unbedingt loswerden müssen. Lass deinen Gefühlen einfach freien Lauf oder fang an zu schreiben was dich nervt!


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