Montag, 20. Mai 2013

Piratensender




James Mylet

Love is on Air

Roman
Hardcover
Preis € (D)

ISBN: 978-3-8414-2113-5


Verlag: Fischer FJB





Lex will nach London gehen, um seinen Traum zu verwirklichen und ein professioneller Radio-DJ zu werden. Zu Hause in Clifden, einem kleinen irischem Küstenort, betreibt er einen Piratensender und für seine letzte Saison hat er große Pläne. Ein Rockfestival soll das Abschiedsgeschenk an seinen Heimatort werden. Außerdem möchte er endlich mal Sex haben und eine Menge Geld machen. Leider läuft am Ende alles anders als geplant…



Meine Meinung:
"Love is on Air" ist ein Jugendbuch, welches mich leider nicht komplett überzeugen konnte, denn die Handlung ist leicht überspitzt dargestellt und die Personen, die uns begegnen eher farblos und blass gezeichnet. Es lässt sich gut lesen ohne dabei in die Tiefe zu gehen. Mich ließ es leider unberührt, obwohl manche Abschnitte doch recht witzig waren, aber nicht so, das es mir hängenbleiben würde und ich dem Buch etwas aussprechen würde, was es von anderen Büchern unterscheiden würde. Die Idee mit dem Piratensender im Kinderzimmer fand ich schon interessant und es ist auch gut ausgebaut. Was mich eher abgestoßen hat, ist die Tatsache, das Lex und seine Freunde ziemlich viel Alkohol trinken und das frage ich mich, muss das wirklich sein? Ständig im Pub rumhängen und sich fragen, wie man sich ein Mädel klar machen kann, damit man nicht als Jungfrau ins College / Uni gehen muss? Sehr oberflächlich und etwas womit ich echt nicht klar komme. Klar ist Sexualität wichtig im Leben eines Teenagers, aber wenn es sich nur darum dreht, hat das Buch für mich seinen Wert verloren. Ich hätte einfach ein klein wenig mehr Wortwitz erwartet und gestehe, das ich mich zwar auf das Buch einlassen konnte, mir aber einiges gefehlt hat, damit ich es begeistert hätte zuklappen können. Leider konnte mich "Love is on Air" nicht überzeugen und daher gibt es wohl auch auch nur eine bedingte Leseempfehlung von mir. Bono von U2 ist auch nicht mein bester Freund und deshalb fand ich die Spitzen in seine Richtung auch wirklich amüsant, aber alles andere drumherum hätte ausgebaut werden können. So habe ich einen Jungen begleiten können, der versucht erwachsen zu werden und irgendwo stecken geblieben ist. Natürlich hat er ganz normale Probleme mit denen er zu kämpfen hat und wenn man die Story weiterspinnen könnte, würde ich einfach mal behaupten, das es für seine Entwicklung positiv ist von daheim wegzugehen und in London zu studieren. Vielleicht wird ja auch sein größter Wunsch beim BBC zu arbeiten in Erfüllung gehen? Wer weiß das schon? Kleine Abschnitte sind den Gedanken der anderen über Lex gewidmet und das war etwas, was ich wirklich positiv fand, denn so konnte man sich einen besseren Überblick verschaffen, dennoch ist es nichts, was das Buch jetzt besser gemacht hätte. Schade!

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