Dienstag, 28. Mai 2013

Mords-Crescendo




  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 374 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 234 Seiten
  • Verlag: bookshouse
  • weitere Formate für eBooks auf der Verlagsseite verfügbar
  • eBook 4,99 Euro
  • TB     11,99 Euro


Kommissarin Belle James, die den Anblick von Leichen nicht mehr ertragen kann, und ihr ehrgeiziger Kollege Jan Perkos stehen vor einem Rätsel. Auf dem Gelände einer abgebrannten Villa in der beschaulichen süddeutschen Kleinstadt Benenbach wurde eine Leiche in einer Bauerntruhe gefunden. Erschlagen und grausam verstümmelt. Bei ihren Ermittlungen geraten James und Perkos in ein Gespinst aus Lügen und Intrigen. Sie begegnen Ass, einem Junkie, der keiner ist. Sie lernen Graf von Ellenbach kennen, auf dessen Gelände die Tote gefunden wurde und der offensichtlich Dreck am Stecken hat. In den Mittelpunkt der Ereignisse rücken die Mitarbeiter der privaten Musikschule von Benenbach.

Die neu engagierte Querflöten-Lehrerin Annika Griebel ahnt, dass ihre Kollegen nicht immer die ganze Wahrheit erzählen. Als ein zweiter Mord geschieht, beginnt Annika auf eigene Faust zu recherchieren und gerät in tödliche Gefahr.

LESEPROBE!


Infos zur Autorin: HIER!




Meine Meinung:
Einem spannenden Krimi bin ich nie abgeneigt und an Tagen an denen ich arbeiten muss, nehme ich meinen Kindle mit und genieße die Kundenfreie Zeit mit Lesen, daher bin ich wirklich dankbar für die vielen tollen eBooks des bookshouse Verlages, die mich bisher durchweg begeistern konnten.
"Mords Crescendo" besticht dadurch, das ich bis zum Schluss nicht wusste wer der Mörder ist, denn das es ein männlicher Täter ist offenbart er selbst indem er uns an seinen Gedanken teilhaben lässt, die immer wieder im Geschehen einfließen und mich dem Täter so näher bringen. Seine Tat ist natürlich unbegreiflich, auch wenn hinterher das WARUM zu erkennen ist, denn das Recht über Leben und Tot zu entscheiden, liegt einfach nicht bei uns Menschen, sondern sollte von anderer Hand ausgeführt werden. rein psychologisch ist es aber dennoch nachzuvollziehen, denn Erlebnisse in der Kindheit und jede Menge andere Einflüsse spielen hierbei eine größere Rolle.
Dem Täter auf die Spur zu kommen führt über eine Bauerntruhe, die letztendlich auch ausschlaggebend dafür ist den Mörder zu finden, aber bis dahin passiert ganz, ganz viel und es bleibt das ganze Buch über wirklich spannend. Die Personenbeschreibungen sind interessant und auch wenn fand das die Kommissare zuviel in einem Französischen Lokal speisen um den Mord zu klären, wird dies wahrscheinlich benötigt um das Ganze abzurunden.
Warum wurde die Tote verstümmelt? Warum wurden ihr die Augen entfernt? Hat sie etwas gesehen, was sie nicht hätte sehen dürfen? Für die Kommissarin Belle James ist dieser Anblick verstörend und zwischendurch habe ich das Gefühl, das sie an ihrem Arbeitsplatz völlig fehl am Platz ist und dann trifft sie die Mitarbeiter der Musikschule auch noch an ihrem freien Wochenende in einem Wellnesshotel und ist sofort zur Stelle als ein weiterer Mord geschieht. Das kann man nun drehen und wenden wie man möchte und es als echt blöden Zufall hinnehmen, denn eigentlich wollte Belle ja entspannen und nicht gleich am Tatort erscheinen. Ein kleines bisschen Zufall zuviel und die Lehrer der Musikschule bekleckern sich auch nicht gerade mit Ruhm. Eine Kollegin stirbt und sie haben nichts besseres zu tun als zu feiern? Wahrscheinlich geht jeder anders mit Trauer um, aber das ist mir doch irgendwie sauer aufgestoßen. Als dann ein weiterer Kollege sterben muss, steht für mich fest, das der Täter aus dem Kollegium stammt, aber wer?
Danke dafür, das ich immer auf falsche Fährten geführt worden bin und letztendlich bis zum Schluss völlig ahnungslos geblieben bin. Klar war schon, das der Graf etwas mit dem Mord an Elsa zutun hatte, aber was? Die Auflösung ist eklig und ich als Mutter empfand es als etwas ganz, ganz fürchterliches. Ich mag nicht spoilern, daher mache ich hier jetzt einen Punkt.
Natürlich eine Leseempfehlung!



Fazit:
"Mords Crescendo" verfügt über einen lockeren Schreibstil und eine ganz eigene Art seine Leser zu begeistern und immer wieder auf falsche Fährten zu locken. Ein guter und solider Krimi mit minimalsten Schwächen, in der sich die Autorin mit Nebensächlichkeiten beschäftigt, was am Ende aber dadurch ausgebügelt wird, das ein großer Showdown auf den Leser wartet, der alle vorherigen Gedanken  ausbügeln kann.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen