Freitag, 10. Mai 2013

Der Stalker


Rüdiger Bertram

Rosendorfer muss dran glauben



Text von Rüdiger Bertram
Einbandgestaltung von Unimak

Was ist Fantasie? Was ist Wirklichkeit? Ein spannender Psycho-Krimi.
Als Moritz für einen Buchverlag „urban legends“ erfinden soll, klingt das wie ein Traumjob. Seltsam findet er nur, dass seine Geschichten auf einmal ein Eigenleben entwickeln. Der Albtraum beginnt, als Moritz einen Mord erfindet, der im Anschluss wirklich geschieht. Gibt es jemanden, der seine Geschichten in die Tat umsetzt? Welche Rolle spielt sein Verleger? Und wo liegt die Grenze zwischen Fantasie und Realität?
Ein raffinierter Jugendroman des bekannten Autors Rüdiger Bertram - voller trügerischer Wahrheiten, packend durch seine überraschenden Wendungen und faszinierenden Irrwege.



208 Seiten · broschiert
Verlag: Oetinger
 ab 13 Jahren

EUR 12,95
ISBN-13: 978-3-7891-3198-1
EAN: 9783789131981


Meine Meinung:
Als Thriller wurde mir "Rosendorfer muss dran glauben" präsentiert, aber auch wenn das Buch ab 13 Jahren ist, ist das Buch nur bedingt spannend und hätte vielleicht besser Krimi ganz fett auf dem Cover aufgedruckt gehabt, da könnte ich es auch eher einordnen. Das Buch ist nicht schlecht keine Frage, sondern wirklich total interessant, da Moritz von Anfang an unter Beobachtung steht. Ich fand es ganz schön krass und der Mann, ich gehe mal davon aus, das es ein Mann war, ist komplett in Moritz Leben integriert. Schlimm nur, das Moritz darüber nicht Bescheid weiß und nur auf dem Klo oder wenn Anne und Moritz, na ja, ihr wisst schon, dann klinkt er sich aus. Ansonsten wird Moritz ständig überwacht und ich fragte mich warum? Was ist an Moritz so besonders, das man einen Killer auf ihn ansetzt oder was will der Typ, dessen Beobachtungen uns durch das Buch führen?

"Rosendorfer muss dran glauben" ist eine sehr leicht zu lesende Lektüre, die bis zum großen Showdown am Ende ganz gemütlich und bedächtig vor sich hinplätschert. Wir begleiten Moritz, der irgendwie echt speziell ist und wäre ich Anne und mir würde ein Dr. sagen, auch wenn dieser nur ein guter Schauspieler ist, mein Freund wäre völlig durchgeknallt, dann würde ich es glauben, denn Moritz ist durch die Dinge, die er tut, seine blühende Phantasie und überhaupt doch sehr auffallend. Ich finde es irgendwie charmant und hätte es Schade gefunden, wenn er wirklich daran hätte "glauben müssen!" Vor allem wäre mir der Sinn entgangen, denn Moritz ist harmlos wie ein kleines Mäuschen, auch wenn er sein Leben nicht komplett im Griff hat, sondern mir zum Teil vorkam wie ein kleiner Junge, der noch auf der Suche nach Reife und dem Erwachsenensein ist. Liegt es vielleicht daran, das sein Vater ihn unter Druck setzt? Es ist schließlich nicht jedem gegeben Anwalt zu werden.

Als plötzlich die Geschichten die Moritz erzählt wahr werden, nimmt das Buch endlich an Fahrt auf. Ich fand das Lesen zwar schon zuvor recht angenehm, da die Worte nur so dahingeflossen sind, aber ich habe mit Spannung darauf gewartet endlich zu erfahren, was der schräge Typ, der Moritz Leben überwacht eigentlich von ihm will. So richtig befriedigt wurde meine Neugier zwar nicht, aber ich will mich mal einfach zufrieden geben, mit dem was mir geboten wurde.

Netter Roman, der sich gut lesen lässt, auch wenn er erst am Ende ein wenig mehr Fahrt aufnimmt, ist es keineswegs langweilig. Wer hier echten Thrill erwartet, ist aber komplett falsch mit diesem Buch. Bissel Psychoelemente sind schon vorhanden, aber so richtig krachen lassen konnte es der Autor meiner Meinung nach nicht.

Von mir dennoch eine Leseempfehlung für das Buch "Rosenberger muss dran glauben!"

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