Donnerstag, 28. Februar 2013

Rasmus und der Vagabund




Katrin Bongard

Subway Sound

Streetlife, Schule, Shopping Queen

Livia ist neu in Berlin und findet die Stadt mehr als aufregend. Da gibt es den alten Mann, der immer im Partnerlook mit seinem Dackel unterwegs ist, die Punks an der U-Bahn-Station mit den schlechten Zähnen und den noch schlechteren Sprüchen und die Mädchenclique um Johanna, für die Livia bestenfalls Luft ist. Aber dort gibt es auch Tim, den Straßenjungen, der anders ist als jeder Junge, den sie zuvor getroffen hat. Und der ihr die Stadt von einer ganz anderen Seite zeigt. Katrin Bongard entwirft eine berührende Großstadtgeschichte, die leicht und ehrlich zugleich ist.

PINK!
208 Seiten
Ab 13
ISBN 978-3-86430-012-7
11,99 Euro


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Meine Meinung:
Letzte Woche bekam ich ganz überraschend eine E-Mail von Red Bug Books über die ich mich sehr gefreut habe, denn mir wurde angeboten "Subway Sound" von Katrin Bongard zu lesen und zu rezensieren. Ich wäre schön blöd gewesen dieses Angebot auszuschlagen, denn aus der PINK! Reihe des Oetinger Verlages hatte ich schon "Dinner Club" gelesen und fand es sehr ansprechend für junge Mädchen (und ihren lesebegeisterten Mütter). Die Bücher aus der PINK" Reihe sind auffallend dadurch, das sie nicht durch großartige Covergestaltung auffallen, sondern eher durch schrille Farben und schreiender Schrift. Manchmal ist weniger mehr und gerade das fällt mir, denn der Inhalt des Buches "Subway Sound" ist sehr bewegend uns lehrreich. Mir hat es sehr gefallen und gemeinsam mit "Dinner Club" sieht es im Buchregal wirklich sehr ansprechend aus. Ich bin keinesfalls abgeneigt mehr Bücher der Reihe zu lesen, denn bei beiden Büchern hat mir die Story wirklich sehr gefallen, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnte, aber dazu später mehr. Jetzt möchte ich mich ganz "Subway Sound" widmen und das Vorgeplänkel abschließen.

OK, Ok, ein kleines bisschen Vorgeplänkel muss doch noch sein, denn da es in diesem Buch um einen Obdachlosen Jungen namens Tim gehen wird, war es für mich interessant zu wissen, wie viele Straßenkinder es tatsächlich in Berlin gibt und ich gestehe bei der großen Anzahl bin ich fast aus meinen Schuhen gekippt. Wer Interesse daran hat einen Zeitungsartikel des Tagesspiegels zu lesen, klickt bitte HIER! Die Autorin hat es wirklich wunderbar eingefangen und mit dem Leben von Livia wunderbar verwoben. Reiches Mädchen, Straßenkind! Auch die Arbeit eines Streetworkers wird kurz dargestellt und hat mich wirklich fasziniert. Warum zieht es einen Teenager auf die Straße? Betteln, frieren, hungern? Mir tat es fast körperlich weh darüber zu lesen und ich klebte ganz fasziniert am Buch. Wer ist dieser Penner zudem Livia sich hingezogen fühlt?

Sehr gut beschrieben ist auch die Oberflächlichkeit die uns tagtäglich umgibt. Was ziehe ich an? In welchen Club gehen wir heute? Wie? Kein Geld, dann klauen wir uns einfach dieses Kleid oder diese Handtasche  und dann der krasse Gegensatz - das tägliche Überleben auf der Straße. Ein Überlebungskampf, der wirklich ziemlich rau ist und wenn man Pech hat auch mal mächtig einen auf die Fresse bekommt.

Ein Buch zum Träumen und Aufwachen! Warmherzig und Authentisch!  Eine echte Leseempfehlung!


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