Freitag, 4. Januar 2013

Abenteuerliche Odysee





Mein Lesejahr 2013 habe ich mit einem wirklich faszinierenden Roman begonnen, da mir das Buch erstens mehrfach ins Auge sprang und die Neugier so groß war, das ich mich freute es mir ertauschen zu können und zweitens blieb mir der Trailer zum Film im Kopf, da die Naturaufnahmen wirklich überwältigend sind. Ein Buch was lange Zeit als unverfilmbar galt startete im Dezember 2012 in den deutschen Kinos.


Mein absolutes Highlight war aber ein Gewinnspiel auf FB an dem ich mich beteiligte und dabei tatsächlich gewonnen habe. Ich freue mich immer noch tierisch, denn heute kam mein Fanpaket per UPS und ich werde nicht lange fackeln und sicherlich die nächsten Tage das Kino stürmen. Vielen, vielen Dank an  Lettra für diesen außergewöhnlich schönen Gewinn. Das Buch der als Filmvorlage diente, habe ich soeben beendet und werde daher die Gunst der Stunde widmen mich zu bedanken - ein Dankespost sozusagen und meine Rezension gleich miteinfließen zu lassen.





Mein persönliches Fanpaket beeinhaltet:


2 Kinokarten für den Film "Schiffbruch mit Tiger"


1 Filmplakat


1 Notizbuch aus Leder


1 Jutebeutel




Mehr Infos zum Kinofilm hier! Klick!








Yann Martel

Schiffbruch mit Tiger

Roman
Taschenbuch
Preis € (D) 9,99

ISBN: 978-3-596-19698-2




"Schiffbruch mit Tiger", das Buch, das alle Herzen im Sturm eroberte, der Weltbestseller - jetzt im Kino!

Yann Martels Roman, der 2002 mit dem Booker Prize ausgezeichnet wurde, erzählt eine unerhört weise und komische Geschichte, die Millionen Leser auf der ganzen Welt fand: Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoobesitzers und praktizierender Hinduist, Christ und Muslim erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Tiger namens Richard Parker Schiffbruch. Bald hat der Tiger alle erledigt - alle, außer Pi. Allein treiben sie auf einem Rettungsboot auf dem Ozean. Eine wundersame, abenteuerliche Odyssee beginnt.

Von Oscar-Preisträger Ang Lee in 3D verfilmt.









Meine Meinung:
Wenn ich ganz ehrlich bin, wundert es mich nicht das das Buch preisgekrönt wurde, denn es ist ein Buch welches wirklich von Anfang an fasziniert. Ich bin in einer großen Erwartungen an das Lesen gegangen und war im ersten Moment sehr erstaunt, denn das Buch ist sozusagen in drei Teile geteilt. Der erste Teil zeigt auf wie das Leben des Piscine Molitor Patel (genannt Pi) aussah bevor sich die Familie entschließt nach Kanada auszuwandern. Pi selbst ist Hindu, Muslim und Christ. Ehrlich gesagt fand ich schon, das er sich aus allen drei  Religionen das Beste herausgepickt hat. Gestört hat es mich nicht, aber ich hatte doch einen Schiffbruch erwartet und nicht fast 120 Seiten langes Vorgeplänkel. Action wollte ich und sah erst später ein, das es zwingend notwendig für die Geschichte war vorher einen Einblick in Pis Leben zu bekommen. Seine Eltern kennen zulernen, seinen Bruder, den Rest seiner Familie und natürlich den Zoo in all seiner Pracht beschrieben zu bekommen. Anders als seine Familie ist Pi der einzige der schwimmen kann und das ist vielleicht seine Rettung gewesen. Auch, das er von seinem Vater die eine oder andere Lektion erhalten hat ist wichtig das er überleben kann. Natürlich ist sein Glaube und auch sein Mut ausschlaggebend, aber der eine oder andere Hinweis schon zuvor ist hinterher im Ozean lebensrettend und macht das Bild was wir von Pi haben vollkommen.
Bevor ich weiterschreibe möchte ich darauf hinweisen, das das Buch "Schiffbruch mit Tiger" 2002 im Fischer Verlag veröffentlicht wurde und zwar mit diesem Cover:


Im November 2012 veröffentlichte der Fischer Verlag dann Buch im neuen Gewand und zwar mit dem Cover wie ich es auch gelesen habe. Oben auf dem ersten Bild könnt ihr mein Buch bewundern. Spontan würde ich sagen, das ein neues Gewand dem Buch nicht geschadet hat, denn es springt tatsächlich gleich ins Auge. Für mich war es zumindest ein Grund, weshalb ich das Buch unbedingt haben wollte und es war definitiv kein Fehler, denn das Buch ist der Oberhammer und ehrlich gesagt bin ich fast traurig, das ich Richard Parker und Pi verlassen musste, aber ich freue mich riesig auf den Film ,denn zuvor sah ich die beiden nur in meinem Kopf und auf der Kinoleinwand erscheinen sie mir dann leibhaftig und sogar in 3D! Ich habe Pi im Laufe der Story wirklich liebgewonnen und da ich den Trailer schon sah, bevor ich mit dem Buch begonnen hatte, hatte ich von Anfang an das Gesicht des Schauspielers Suraj Sharma vor Augen. 


Nachdem wir also den ersten Teil beendet haben, der sich ganz einfach Toronto und Pondicherry nennt, begeben wir uns in den zweiten Teil und jetzt geht das Abenteuer erst richtig los. Ich konnte es kaum erwarten, denn ich sehnte mich tatsächlich nach einem Rettungsboot, einem indischen Jungen und bengalischen Königstiger. Auch hier muss ich einige Zeit warten, denn der Tiger zeigt sich nicht gleich von Anfang an und ich finde es faszinierend, wie sich so ein großes und stattliches Tier auf einem kleinen Boot vor Pi verbergen kann. Pi selbst steht noch unter Schock, denn er hat seine Eltern und seinen Bruder verloren. Was ihm bleibt sind seine Erinnerungen und in seiner Trauer erweckt sein Überlebungswille. Noch ahnt er nicht wie lange er auf dem Boot bleiben wird und was ihm auf hoher See alles begegnen wird. Es ist teilweise grausam und blutig, aber wie sonst sollte Pi überleben? Die Sprache die Yann Martel dabei benutzt ist so lebensnah, das ich mir selbst vorstelle wie es wäre dieses oder jenes zu erlegen und dann zu essen. Teilweise schon recht ekelhaft, aber wie anders hätte Pi überleben sollen? Irgendwann ist der Schiffszwieback aufgebraucht und auch die Wasservorräte neigen sich dem Ende zu. Hier sind Intelligenz und Überlebenswille gefragt und nebenbei muss man auch noch einen Tiger zähmen. Ich könnte das Buch jetzt in all seine Einzelteile zerlegen, aber das möchte ich mir uns euch ersparen, denn "Schiffbruch mit Tiger" gehört meiner Meinung nach wirklich in jedes Bücherregal gehört. Es ist einzigartig und eins der Bücher welches ich nicht so schnell vergessen werde. 
Vielleicht noch kurz den einen oder anderen Gedanken bis ich mich auf den dritten Teil konzentriere, der davon berichtet wie Pi an der Küste Mexikos strandet und endlich gerettet ist, denn ab da hat er wieder festen Boden unter den Füßen und Richard Parker der bengalische Königstiger verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Auch vorher hatte er eine Insel entdeckt, die voller Erdmännchen war, die ein Festmahl für den Tiger darstellten und für Pi jede Menge Algen parat hält. Nur leider ist die Insel voll fleischfressenden Bäumen besiedelt, so dass sich Pi dazu entscheidet seine Reise fortzusetzen. 
In Mexiko angekommen wird er auf Herz und Nieren geprüft um herauszufinden warum das Boot mit dem Pi mit seiner Familie unterwegs war gesunken ist. Interessanterweise glaubt niemand Pis Geschichte und so tischt er noch eine zweite auf, die mir aber noch unglaubwürdiger erscheint. Was soll ich also glauben? Ist es möglich gemeinsam mit einem Tiger zu überleben und ist es alles ein Hirngespinst? Egal wie, die Geschichte ist bezaubernd und ich konnte mich im Nachhinein wirklich darauf einlassen. Mitfühlen, kämpfen, leiden und zum Schluss tatsächlich überleben. Was eine Trillerpfeife und ein seekranker Tiger nicht alles ausmachen um eine Geschichte zu schreiben, die es so bestimmt noch nie gegeben hat!


ECHTE LESEEMPFEHLUNG!



Zitat S. 183
"Ich gab auf. Ich hätte aufgegeben - hätte sich in meinem Herzen nicht eine Stimme bemerkbar gemacht. Die Stimme sagte. "Ich sterbe nicht nicht. Ich lasse es nicht zu. Ich werde diesen Alptraum überleben. So schlecht meine Karten auch sind, ich gewinne dieses Spiel. Bisher habe ich überlebt, das ist ein Wunder. Jetzt werde ich dafür sorgen, dass es bei dem Wunder auch bleibt. Von jetzt wird jeder Tag ein unglaublicher Tag sein, dafür sorge ich, koste es was es wolle. Jawohl. solange Gott bei mir ist, sterbe ich nicht. Amen."

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