Freitag, 31. August 2012

Wohin der Wind uns trägt

Das Buch "Wohin der Wind uns trägt!" von Elisabeth Büchle durfte ich in einer Leserunde mit Autorinnenbegleitung auf Lovelybooks.de lesen und da ich ein absoluter Janette Oke Fan bin habe ich mich beworben und das wirklich traumhaft schöne Buch auch gewonnen. Meine Meinung findet ihr nach den allgemeinen Informationen zu dem Buch.



Klappentext:

South Carolina 1847: Nach einigen Schicksalsschlägen überredet die 18-jährige Joanna Steinmann ihren älteren Bruder Stewart, sie und ihre vier jüngeren Schwestern auf einen Treck in den Westen mitzunehmen. 
Auf der langen und beschwerlichen Reise gerät Joanna immer wieder in bedrohliche Situationen. Währenddessen ist Joannas Freundin Linda in der Heimat einer Intrige auf der Spur, die auch den Steinmanns gefährlich werden könnte.
Ein romantischer und gleichzeitig spannender Roman aus der Pionierzeit der Vereinigten Staaten von Amerika.



  • Broschiert: 576 Seiten
  • Verlag:  Gerth Medien
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865916813
  • ISBN-13: 978-3865916815

Das Taschenbuch kostet im Buchhandel 9,99 Euro



Die Autorin:
Elisabeth Büchle hat bislang fünf Romane verfasst. Ihr Markenzeichen sind romantische Liebesgeschichten, die in gründlich recherchierte historische Zusammenhänge eingebettet sind.













Meine Meinung:
Der Verlag Gerth Medien sagt sicherlich schon ein klein wenig darüber aus, das es sich bei diesem Buch um einen christlichen Roman handelt, der in Zeiten der ersten Pioniere der USA spielt. Ich muss sagen, das dies aber eher weniger im Vordergrund steht, falls es jemanden stören sollte. Ein klein wenig erinnert das Buch spontan beim Lesen an "Unsere kleine Farm", gemischt mit einem kleinen bisschen "Fackeln im Sturm". So eine Kombination ist tatsächlich möglich und Elisabeth Büchle hat es tatsächlich geschafft mich mitzunehmen auf eine abenteuerliche Reise voller Gefahren und ganz viel Liebe und Herzschmerz.
Das Buch zieht den Leser sofort in seinen Bann, denn es beginnt gleich spannend, denn für die Familie Steinmann muss eine Veränderung her, da sie alles verloren haben was sie hier an irdischen Gütern hatten und was bietet sich da besser an als ein neues Leben im Westen zu beginnen? Völlig verrückt als junger Mann mit vier Schwestern loszuziehen. Joanna ist echt tough und lässt sich nicht den Mund verbieten, obwohl dies schon eine andere Zeit war wo Frauen wenig oder auch nichts zu sagen hatten. Meinen Respekt an die Autorin, denn eine duckmäuserische Hauptprotagonistin hätte ich mich da auch eher gelangweilt als fasziniert, denn so konnte ich mich mit ihr identifizieren, da sie mir sehr ähnlich erscheint. Ich selbst habe mich schon oft um Kopf und Kragen geredet und so manches Fettnäppfchen mitgenommen. 
Da die Handlung im Grunde wirklich "lieb" ist, habe ich ein klein wenig länger gebraucht die 576 Seiten zu lesen, denn der Zeit angemessen ist das Buch geschrieben. Natürlich gibt es auch actionreiche Szenen, sogar einen Mord, jede Menge Intrigen und Lügen, dennoch ist die Handlung eher brav. Genauso wie die Frauen und Männer der damaligen Zeit wohl waren, wenn sie denn auch noch gläubig waren. Das Buch ist keineswegs langweilig, falls sich das jetzt so angehört hat, aber es ist definitiv brav, wie eben auch "Unsere kleine Farm", wenn ihr versteht was ich meine? Dinge wurden einfach anders angefasst als wir es aus unserer Zeit kennen und manchmal könnte ich meine Fäuste vor Wut ballen oder auch nur den Kopf schütteln vor so viel Naivität, aber die Zeiten waren eben so und man ging mit Dingen einfach anders um als heute. Auch die medizinische Versorgung lässt sich mir die Haare sträuben. 
Sehr gut fand ich den Bezug zur Sklaverei und die Autorin hat ein Ehepaar gezeichnet, die den großen Wunsch nach Freiheit hegen und sich dem Treck anschließen. Diese beiden sind sehr wertvoll für die Menschen und es zeigt sich, das es total egal ist, welche Hautfarbe man hat. Im Endeffekt muss man um zu Überleben zusammenhalten.
Um noch einmal auf Joanna zurückzukommen, die wirklich eine starke Persönlichkeit ist und zur Not auch mit dem Kopf durch die Wand geht, möchte ich hinzufügen, das sie ihrer Zeit einfach voraus ist mit dem was sie denkt und tut. Sie reitet wie ein Mann und ist sich auch für grobe Arbeiten nicht zu schade, dabei übersieht sie schnell so einige Kleinigkeiten, die uns als Leser schon viel eher bewusst sind und da kommt dann sie Liebe ins Spiel *seufz* Romantik pur, auch wenn es eine ganze Weile dauert, bis sie erkennt auf was es wirklich ankommt und sich endlich in die Arme des Mannes werfen kann für den ihr Herz schlägt.

Ich fühlte mich bestens unterhalten, bis auf die von mir genannten Kleinigkeiten, aber es passt einfach zu dem Buch und der damaligen Zeit, das ich dennoch eine echte Leseempfehlung aussprechen möchte. Wir haben hier ein Buch, was genügend Abenteuer, ein klein wenig Action und jede Menge Liebe aufweist, das es eben alle 5 Sterne verdient.


Jetzt habe ich es erst einmal an eine Kollegin verliehen, die Mennonitin ist und ich bin mir sicher, das es genau ihren Lesegeschmack treffen wird. Ich werde ihre Meinung also später noch hinzufügen, denn ebenso wie ich ist sie ein absoluter Janette Oke Fan und das Buch wird dem absolut gerecht.







Alle Informationen zum Buch sind der Verlagsseite http://www.gerth.de/ entnommen!

Mittwoch, 29. August 2012

Sommer, Sonne, PINGUIN

Wer kann einem so niedlichen Pinguin auf dem Cover widerstehen zumal es Sommer ist und die Ansprüche meinerseits auf ein wirklich gutes Buch gesunken sind. Bei der Hitze schaffe ich es nicht meine Gehirnzellen so weit anzukurbeln, das ich nachdenken kann, deshalb war ich auf der Suche nach einem Roman um mich einfach nur berieseln zu lassen.
Ich gestehe, das ich das Buch durch Lovelybooks.de kannte und mir Cover und Autorin sehr charmant erschienen. Zumindest so charmant, das das Buch nicht lange auf meiner Wunschliste verweilte, sondern beim nächsten Online Einkauf mitbestellt wurde. Es lag auch nicht lange auf meinem SUB, denn ich brauchte etwas leichtes und seichtes den Temperaturen der letzten Tage angemessenes. Ich war so schnell durch mit der chaotischen Charlotte, ihren beiden Freundinnen Trine und Manja, ihrem immer mal wieder Geliebten Marc, Finn dem hyperaktiven Kind von Trine und Eric + Maya, das ich echt erstaunt war. Seicht bedeutet ja nicht, das es so seicht ist, das es an einem Nachmittag gelesen sein kann, oder? Das hat mich schon etwas enttäuscht muss ich sagen. Ein kleines bisschen mehr Chaos hätte es für mich ruhig mehr sein können. Der Schluss des Buches war so kitschig und vorhersehbar und erinnert total an eine Filmszene, also komplett überzogen und überspitzt, als ob das wahre Leben wirklich so wäre.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich mich angegriffen fühlen soll durch den Klappentext, wo ganz klar steht, dieses Buch ist "Eine fröhliche Komödie über die typischen Probleme einer Anfangdreißigerin" Nun gut, ich bin zwar Enddreißigerin, aber diese Probleme die Charlotte aufweist, waren mir auch Anfang Dreißig nicht bekannt. Ist man nicht irgendwann so weit, das man weiß, was man will oder nicht will? Vielleicht schon fest im Beruf, Kinder, vielleicht einen Mann? Alles das hat Charlotte nicht und das will ich auch nicht so streng beurteilen, aber ........... irgendwann muss man doch mal Fuß fassen, oder nicht? Mir ist das zu schwammig und zu sprunghaft. Ich brauchte schon immer Sicherheit in meinem Leben, daher konnte ich über Charlotte auch oft nur müde lächeln, bzw. die Hände über den Kopf zusammenschlagen.




Genug Vorgeplänkel, jetzt kommen erst einmal die allgemeinen Daten zum Buch und dann geht es leicht und seicht weiter mit meiner Meinung:


Britta Sabbag

Pinguinwetter

Roman 


Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder-Mann Marc auch noch, endlich in den Hafen der Ehe einzuschiffen - allerdings nicht mit ihr. Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa!
Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los ...


Taschenbuch 256 Seiten
als Taschenbuch zahlt man 8,99 Euro und für die Kindle Version (und alle andere e-Books) 6,99 Euro
Verlag: Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404166523
ISBN-13: 978-3404166527

Leseprobe gibt es hier: 

http://www.bic-media.com/dmrs/widget.do?isbn=9783404166527

Die Autorin:

Britta Sabbag, geboren 1978 in Osnabrück, studierte Sprachwissenschaft, Psychologie und Pädagogik in Bonn. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums arbeitete sie sechs Jahre als Personalerin in mehreren großen Firmen. Als die Krise zuschlug, nutzte sie die Chance, um das zu tun, was sie schon immer wollte: schreiben. Heute schreibt und lebt sie immer noch in Bonn.

Kerstin Gier sagt über das Buch: "Eine fröhliche Komödie über die typischen Probleme einer Anfangdreißigerin, zu genießen bei einem Glas Martini. Mit Olive."


Meine Meinung:

Wenn Kerstin Gier das Buch schon anpreist, dann muss es ein wirklich gutes Buch sein, so dachte ich zumindest, denn Kerstin Gier mag ich als Autorin wirklich sehr. Beim Lesen der Bücher rund um "Die Müttermafia" hatte ich fast Bauchweh vor Lachen, daher erwartete ich jetzt etwas ähnliches, aber "Pinguinwetter" war ganz anders. Nicht ganz unwitzig, aber auch nicht wirklich überzeugend.
Im Prinzip handelt das Buch von einer Frau, die eben noch nicht da angekommen ist, wo ich es von einer Frau in ihrem Alter erwarte. Natürlich zieht eine Kündigung einem erst einmal den Boden unter den Füße weg und als der Immer - Mal- Wieder - Geliebte (immer dann wenn man es gerade braucht!) einem verkündet, das er heiraten will und zwar eine andere als mich, ist das schlimm ganz klar, aber irgendwann muss man doch seine Dinge wieder ordnen und da wartet man doch nicht bis zum Schluss des Buches, da fängt man doch schon viel eher an oder nicht?
Am besten ist wirklich Renate, die Mutter von Charlotte, die durch die Weltgeschichte reist um sich selbst zu finden und irgendwann bei einer illegalen Robbenschlachterei verhaftet wird. Sie kommuniziert durch SMS mit Charlotte unser Hauptprotagonistin und bringt mich dadurch echt zum Schmunzeln. Ist dies das Ergebnis, das Charlotte ihr Leben nicht ordnen kann und sich gehen lässt und sich dem falschen Mann erneut öffnet? Weil ihre Mutter ihr keine Vorbild sein konnte? Ihre Fragen rund um Iglus und Pinguine nie beantwortet hat?

Ich würde sagen macht euch selbst ein Bild und lest das Buch oder lasst es einfach bleiben, ganz wie euch beliebt.

Ich würde gerne 3,5 Sterne vergeben, aber da dies nicht geht gebe ich 4 Sterne, denn 3 wären zu wenig. 





Eine nette Lektüre, definitiv ohne Anspruch, aber einem tollen Cover und das war ausschlaggebend das ich mir das Buch gekauft habe.

Entscheidet einfach selbst, ob das Buch etwas für euch ist, ansonsten verbleibe ich bei 3,5 Sternen, einer eingeschränkten Leseempfehlung und ganz lieben Grüßen,
Mel

 






Alle Informationen sind direkt dem Verlagsseite  Bastei Lübbe entnommen: http://www.luebbe.de

Donnerstag, 23. August 2012

Bedrückende Zirkusluft

Das Buch, welche sich heute rezensieren möchte heißt "Zirkus Mortale" und das witzige daran ist, das ich erst kürzlich den Zirkus "Salto" besucht habe. "Salto Mortale", na klingelt es? Fand ich im Zusammenhang mit dem Buch recht witzig, obwohl der Krimi, der in Köln spielt alles andere als witzig ist, sondern eher bedrückend. Was nicht am Zirkusgeschehen liegt, sondern an der Tatsache, das dieses Buch einer Tatsache nachempfunden wurde und zwar Menschenhandel im großen Stil. Kinder werden wie Vieh verschachert, ihre Mütter vergewaltigt und nach der Entbindung das Kind grob entrissen. Das dieses für die Mütter mit großem Leid und psychischen Druck belastet wird jedem klar sein. Manchmal werden die Kinder auch entführt oder die Mütter bezahlt, damit der Handel weitergehen kann. Die Autorin hat daraus eine Wahnsinnsstory geschrieben, die regelrecht unter die Haut geht.
Dabei hat sie einige wirklich nette Hauptprotagonisten geschaffen, die uns durch den Krimi begleiten. Zum einen haben wir da Florian, einen Reporter mit Bindungsängsten und dem Hang gut zu essen. Seine Neugier lässt in in den Fall hineinschlittern ohne es vielleicht zu wollen. Er erscheint mir sehr menschlich und auch wenn ich manches an ihm nicht nachvollziehen kann, ist er mir sehr sympathisch und ganz, ganz wichtig für die Geschichte. Zusammen ist er mit Jana und schafft es nicht über seinen Schatten zu springen um mit ihr zusammenzuziehen.
Wir haben Dele eine Guatemaltekin, die im Zirkus Roncalli als Aushilfskraft arbeitet mit dem Ziel ihr Kind, welches adoptiert wurde wiederzufinden. Um welches Kind es sich dreht ist zwar recht schnell klar, aber dennoch wichtig für die Handlung. Die Geschichte rund um Dele lässt sich mir die Fußnägeln hochrollen. Wie kann ein Mensch dies ertragen? Sie erscheint mir als sehr stark und was das schlimmste ist, sie schwebt in Lebensgefahr. Ihr zur Seite steht Gino ein Jongleur.
Hiermit endet jetzt erst einmal die Personenbeschreibung, denn es gibt zwar noch deutlich mehr, aber sie spielen doch eher Nebenrollen.

Der Prolog beginnt schon sehr spannend und zeigt gleich auf um was es geht. Im Prinzip ist es  schon fast das Ende der Story, was mir aber erst später aufgefallen ist, da ich die Datumsanzeige übersehen bzw. überlesen hatte. Mein Fehler also. Es geht dann auch gleich rasant weiter mit einer Leiche, die aber nicht die ist, die über die Brücke gestoßen wurde. Sehr verwirrend auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick richtig genial, denn nun musste ich einfach weiterlesen und es hat sich auf ganzer Linie gelohnt.


Im Buch war ich sofort drin und auch wenn mich manches echt belastet hat, muss ich gestehen, das dieser Krimi wirklich genial geworden ist und ich ihn euch unbedingt weiterempfehlen möchte. Einfach auch um aufzuzeigen, was alles in unserer Welt geschieht, von denen wir nichts wissen, die mich aber tatsächlich bedrücken und belasten.


Es gibt keine genauen Zahlen über die Kinder, die zu 95% in die USA vermittelt wurden. Tatsache ist, das dies illegal geschieht und wie oben schon erwähnt bitterarmen Menschen abgekauft, geraubt oder durch Vergewaltigung gezeugte Kinder verkauft werden für Preisgeld zwischen 25.000 - 40.000 Euro pro Kind. da stellen sich mir wirklich die Nackenhaare auf, denn diese Handlungen sind menschenverachtend und unwürdig und der Gedanke daran tut mir weh.


Trotz einer Gesetzesänderung geht der Handel weiter!










  • Bärbel Böcker

    Zirkus Mortale

    Kriminalroman
    310 Seiten

    Erschienen: Juli 2012

    Paperback
    ISBN 978-3-8392-1304-9
    11,90 €
Gmeiner Verlag


Klappentext:

Dele Sanchi, eine junge Guatemaltekin kommt nach Köln und möchte nur eines: ihre Tochter Luz finden. Dele verdient ihren Lebensunterhalt zunächst als illegale Aushilfe beim Zirkus, doch während sie im Zirkuszelt Brezeln verkauft und in ihrer Freizeit nach ihrer Tochter sucht, ahnt sie nicht, dass sie in größter Gefahr schwebt. Als sie noch des Mordes verdächtigt wird, scheint ihre Situation ausweglos. Doch Florian Halstaff findet im Rahmen der Recherche für die nächste Sendung Unglaubliches heraus


Die Autorin:

Bärbel Böcker, geb. in der Volkswagenstadt Wolfsburg, studierte an der FU Berlin; sie ist Sinologin, Publizistin und Germanistin. In den 80er-Jahren hielt sie sich zu Studienzwecken mehrfach in Südostasien auf. Nach ihrer Rückkehr arbeitete sie als Redaktionsmitglied für die Wirtschaftsfachzeitschrift 'China-Handel'. Seit Mitte der 90er-Jahre ist Bärbel Böcker Mitinhaberin einer Kölner Film-Fernseh- und Videoproduktions GmbH. Sie lebt in Köln Rodenkirchen, wo auch die Wiege ihres Protagonisten Florian Halstaff steht.


Das Cover:

Das Cover zeigt im Hintergrund den Kölner Dom und ganz zutreffend im Vordergrund die Rückwand einer Zirkusfassade. Im Prinzip zeigt es schon alles, was ich wissen muss. Wer erwartet Zirkusluft zu schnuppern, wird vielleicht ein klein wenig enttäuscht sein, denn der Zirkus Roncalli spielt leider nur eine kleine Nebenrolle.




Ein Zitat hinten auf dem Buchumschlag:

"Die Welt des Zirkus ist ein Traum, den es gilt zu leben und zu bewahren. Und sie ist spannend - wie dieses Buch, das hilft den Zirkus im Bewusstsein der Menschen zu halten. Darüber freue ich mich und dafür bedanke ich mich."
Bernhard Paul
Zirkus Roncalli


Dem habe ich nichts hinzuzufügen!

GLG,
Mel










Alle Informationen zum Buch sind der Verlagsseite http://www.gmeiner-verlag.de entnommen!

Dienstag, 21. August 2012

Skin on Skin

Als ich mich für das Buch " Die andere Haut" von Carmen Schnitzer auf Lovelybooks beworben habe, hatte ich keine Ahnung was mich erwartet und ich bewarb mich etwa mit folgenden Worten:

Manchmal spannt meine Haut ist gerötet und gereizt und ich würde sie gerne abstreifen wie eine Schlange um mich zu häuten.


Manchmal kann ich einfach nicht aus meiner Haut.


Ich wünsche mir eine Haut die etwas dickfälliger ist und nicht so verletzlich.


Da das Buch eine Leseempfehlung für Leser ab 16 Jahre hatte, wusste ich, bzw. vermutete ich, das es erotisch wird und das traf es dann auch wie die Faust aufs Auge. Also dann eher Haut auf Haut und auch ein paar nackte Körper. Was ja nun auch nicht verwerflich ist, oder?

Ich war interessiert und gewann das E-Book. Ich wollte einfach mal ein ganz anderes Buch lesen und auch wenn ich nicht gleich begeistert war, stieg die Begeisterung nachdem ich einiges mit der Autorin ausgetauscht hatte und diese Informationen und das nackig machen ihrer Gedanken und Beweggründe das Buch zu schreiben auch zu mir durchdrangen. Ich lebe vielleicht anders und bin in meiner Beziehung / meiner Ehe treu und dennoch bin ich tolerant genug, wenn andere Paare ihre Beziehung anders leben. Dazu aber später mehr.

Leider finde ich keine Produktinformationen zu dem E-Book, daher gibt es nur Detail zu dem Taschenbuch, welches ich Amazon entnehme:




  • Taschenbuch: 136 Seiten
  • Verlag: hansanord
  • 8,99 Euro
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940873365
  • ISBN-13: 978-3940873361

Das E-Book ist um einige Seiten kürzer!







Klappentext:

Ricardo war eine Urlaubsliebe. Intensiv, leidenschaftlich, aber flüchtig. Nichts, was eine erwachsene Frau ernst nehmen sollte, erst recht nicht mehr Jahre später, wenn sie kurz vor der Hochzeit mit einem anderen steht. Lara weiß das nur zu gut.


Und doch sitzt sie nun im Flugzeug, um einige Wochen im Land des Südamerikaners zu verbringen und vielleicht? an etwas anzu-knüpfen, für das ihr einst der Mut fehlte. Wartet am anderen Ende der Welt ihr eigentliches Glück? Ist David, ihr Zukünftiger, wirklich der, den sie will, oder ist er nur die bequemere Wahl? Erinnert sich Ricardo überhaupt an sie, war da echtes Gefühl, oder benutzt sie ihn nur als Projektionsfläche einer diffusen Sehnsucht? 


Der liebeskranke Schwede Jan, der ihr gleich nach der Ankunft in die Arme stolpert, ist nur einer von mehreren Menschen, die Lara im Laufe ihrer Reise direkt oder indirekt Antworten geben ...







Die Autorin Carmen Schnitzer:



Geboren 1976 in München, nötigte sie ihre Mutter bereits vor Schuleintritt, ihr Lesen und Schreiben beizubringen und hielt ab 1982 ihre kleinen Geschichten schriftlich fest.
Nach ihrer Kindheit und Jugend in München, Stuttgart, Meckenheim (bei Bonn) und Coburg, studierte sie in Erlangen Theater- und Medienwissenschaft. In dieser Zeit war sie als Schauspielerin, Regisseurin, Bühnenbildnerin und Mädchen für alles an diversen Theater- und Film-Projekten beteiligt, doch das Schreiben blieb ihre größte Leidenschaft. 
Einem ersten, vierwöchigen Aufenthalt in Ecuador 1999, folgte nach dem Studium 2001 eine dreimonatige Rucksackreise durch Ecuador und Peru. Inspirationen aus diesen Reisen ließ sie in ihren Debütroman Die andere Haut einfließen. 
Heute lebt sie wieder in München und arbeitet nach verschiedenen Stationen als Journalistin und Werbetexterin in einer Erdinger Medienagentur als Redakteurin.






Das Cover:
Ich glaube kaum eine Autorin kann von sich behaupten, das das Cover ihres Romans ein von ihr selbst gemaltes Bild ziert. Carmen Schnitzer kann dies voller Stolz behaupten und daher ist es wirklich ein echter Blickfang. Leider zierte mein Kindle das Bild nur in schwarz - weiß, aber auf Anfrage hat mir die Autorin erlaubt, das Bild welches ich ihrer Facebookseite https://www.facebook.com/schnitzercarmen entnommen habe auf meinem Blog zu verwenden. Ich finde es kommt sehr gut zur Geltung und repräsentiert uns auch gleich die wirklich sympathische Autorin. Selten habe ich erlebt, das eine Leserunde so offen ist und fand es wirklich faszinierend, was für Gedanken aufkommen, auch wenn das Buch doch wirklich recht kurz und knackig gehalten ist, aber vielleicht gerade darum?






Meine Meinung:

Am Anfang konnte mich das Buch nicht begeistern, denn irgendwie erschienen mir die Sätze zu kurz und abgehackt. Bevor ich ein Buch zur Seite packe, muss es schon wirklich grottenschlecht sein, damit ich es abbreche, daher gab ich "Die andere Haut" eine Chance und las weiter. Nach einem etwas verwirrenden Einstieg zumindest aus meiner Sicht nahm das Buch doch an Fahrt an und ich begriff recht schnell, warum der Leser ein gewisses Alter haben muss, denn es wird wirklich leidenschaftlich und meiner 14 Jährigen Tochter würde ich das Buch auch noch nicht in die Hand geben wollen, da sie es noch nicht schaffen wird das gelesene zu verarbeiten bzw. zwischen den Zeilen zu lesen.

Was mich hier fasziniert ist die Tatsache, das die Autorin selbst Erlebtes in dem Buch verarbeitet und das ist das was mich dann letztendlich faszinierte und mich das Buch mit ganz anderen Augen lesen ließ. Vorher war ich doch etwas pikiert und wusste tatsächlich nicht, was ich von Laras Verhalten halten sollte. Ich war wirklich hin und her gerissen, ob ich Lara nur total doof finden soll oder vielleicht sogar etwas aus der Handlung mitnehmen kann. Mitnehmen konnte ich für mein Leben nichts, aber ich begann Lara zu begreifen und auch wert zuschätzen, in dem was sie tut und wie sie ihr persönliches Sexualleben auslebt. Ich die doch sehr konservativ gestrickt bin, lernte das ich toleranter sein muss denjenigen gegenüber die evtl. sogar eine offene Beziehung führen, etwas was ich mir in meinem persönlichen Leben nicht vorstellen kann, dafür bin ich nicht offen genug und möchte meinen Mann wirklich nur für mich und nicht mit einer anderen Frau teilen müssen.


David ist da sehr viel cooler, denn er erkennt für sich, das er Lara eine Zeit lang freigeben muss, damit sie klären kann, inwieweit Ricardo ihr Denken und Fühlen beherrscht. Für mich natürlich unvorstellbar, aber für Lara sehr, sehr wichtig, denn so kann sie Dinge verarbeiten und erkennen, wer oder was ihr wirklich wichtig ist und in der gemeinsamen Zukunft mit David steht Ricardo, eine Urlaubsliebe nicht mehr als Schatten zwischen den beiden. Eine großartige Geste, die natürlich auch komplett in die Hose hätte gehen können, aber vielleicht ist es das ja auch? Wer weiß das schon, denn ich werde euch sicherlich nicht mehr verraten, denn ich erwarte tatsächlich das ihr dieses Buch selbst in die Hand nehmt und euch ein Urteil bildet.





Von mir bekommt das Buch natürlich eine Leseempfehlung! Ich ziehe einen Stern ab, da ich finde, das das Buch eindeutig zu kurz ist. Ein paar Seiten mehr hätten ihm sicherlich nicht geschadet! Ich hoffe ich werde jetzt nicht gesteinigt, aber dadurch das es recht kurz ist und auch sehr leidenschaftlich, hätte man fast schon einen CORA Roman daraus machen können  ☺








Montag, 20. August 2012

Eine Liebe stärker als Raum und Zeit

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches ich anlässlich einer Leserunde auf Lovelybooks.de lesen durfte. Die Autorin hat uns dabei begleitet und auch wenn die Leserunde noch voll im Gange ist, ist es für mich heute an der Zeit meine Eindrücke zu verarbeiten, bevor meine Erinnerungen und Empfindungen verblassen.

Im Prinzip reichen einige Adjektive aus um das Buch zu umschreiben: Wunderschön, Bewegend, Liebevoll, Authentisch, Bezaubernd, Herzzereißend, Leidenschaftlich und vieles, vieles mehr, was sich nicht in Worte fassen lässt, aber da dies für eine Rezension nicht ausreichend ist, muss ich meine Gehirnzellen soweit ankurbeln, das ich euch das Buch schmackhaft machen kann bzw. so beschreiben, das ihr wirklich Lust bekommt mit Nadonah und Nacona auf eine Zeitreise zu gehen. In einer Zeit, in der das Ende der Stämme der Indianer schon vorprogrammiert war. In eine Zeit, in der das nackte Überleben im Vordergrund stand, geprägt und gestützt durch eine tiefe Liebe. 


Das Buch ist nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen, sondern mitunter geprägt durch Blut und Hass, aber auch nur so kann ich der Autorin Britta Strauß das Buch abnehmen. Wer sich für das Leben der Indianer interessiert, weiß, das es für sie kein leichtes Leben gewesen ist, als die Siedler ihr Land befielen und ihnen alles nahmen, was ihnen seit Urzeiten gehörte. Mir unterliegt es nicht, es zu beurteilen und zu verurteilen, aber zwischenzeitlich hatte ich doch einen echten Groll auf die "gelben Haare". Wer hätte sich nicht gewehrt, wenn plötzlich Horden von Soldaten über Frauen und Kinder herfallen? Wer hätte nicht das verteidigt, was seit Urzeiten den Indianern zur Verfügung stand? Es wurden Bisons gejagt um die Familien über den Winter zu bringen und plötzlich sind da keine Herden mehr und der Hungertod naht. Es frustriert und verändert die Menschen. Mir ist das sehr nah gegangen und ich bin wirklich ins Grübeln gekommen. Ich fühlte mich fast persönlich angegriffen, da ich mich mit Nadonah und Nocona identifizieren konnte. Der Autorin ist es gelungen mich mitten in das Geschehen hineinzubringen und mich alles miterleben zu lassen.


Vorher schrieb ich, das das Buch ganz wunderbar ist und das ist es auch, obwohl manche Szenen tatsächlich sehr grausam sind und unser Kopfkino uns ganz genau zeigt, wie man einen Skalp nimmt und dennoch müssen diese Dinge in ein Buch um zu zeigen, wieso und weshalb es oftmals so blutig abgehen musste und was dahintersteckt. Es war nicht nur Hass von Seiten der Indianer aus, sondern reine Verteidigung. Zumindest habe ich es so herausgelesen. Die Autorin lässt nichts aus und beschönigt auch nichts. Wir lesen von Morden, Vergewaltigungen und auch von Sehnsüchten. Der Sehnsucht nach Frieden und Harmonie, der leider nicht eingekehrt ist, wenn wir die Geschichten der Indianer verfolgen. Klar, jetzt kann man sagen: "Wieso? Sie hatten doch dann ihre Reservaten und bla, bla, bla. Aber jemanden im Prinzip einzusperren, die gewohnte Freiheit zu nehmen grenzt auch an Gewalt, aber das ist nur meine Meinung. Geteilt werden muss sie nicht, aber wer das Buch gelesen hat in all seinen Facetten wie der Natur und der Freiheit, wird mir vielleicht doch zustimmen.




Mehr dazu unter meiner eigenen Meinung. Jetzt erst einmal die üblichen Dinge wie Produktdetails und Co:


Zusammenfassung:

Die junge Fotografin Sara reist durch den mittleren Westen der USA, auf der Suche nach dem einen, besonderen Foto. Als ihr in einem Museum der Comanche Makah über den Weg läuft, ist sie hingerissen. Das perfekte Gesicht für das perfekte Foto. Doch wie erklärt sich die Vertrautheit zwischen ihnen? Was haben die intensiven Träume zu bedeuten, die sie seit ihrem ersten Zusammentreffen immer häufiger heimsuchen? Träume, die sie in die Vergangenheit reisen lassen, in eine Welt, die längst untergegangen ist. Immer mehr Fragen tauchen auf, die mit dem Verstand nicht zu beantworten sind. Als Pflichten Sara zurück nach New York zwingen, wird sie von Visionen überwältigt. Sie spürt, dass nur Makah ihr helfen kann. Verzweifelt versucht sie, ihn wiederzufinden, doch als es ihr endlich gelingt, bricht Unheil über die beiden Liebenden herein. Schatten aus ferner Vergangenheit drohen ihr Leben zu zerstören, auf Sara wird ein Mordanschlag verübt. Während Vision und Wirklichkeit zunehmend verschwimmen und eine tragische Liebe aus längst vergangenen Zeiten ihren Weg in die Gegenwart findet, kämpft Makah um das Leben der Frau, der sein Herz gehört.



  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • 14,99 Euro im Buchhandel
  • Verlag: Sieben Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3864430844
  • ISBN-13: 978-3864430848



Eine Leseprobe findet ihr hier:











Mehr zur Autorin findet ihr hier: 




Meine Meinung:

Der Klappentext sagt schon einiges über die Handlung aus, daher möchte ich diese auch nicht haarklein wiedergeben, sondern nur ganz grob umschreiben, was mir persönlich wichtig geworden ist. 

Im Prinzip lernen wir vier Personen kennen, die miteinander verknüpft sind. Nocona und Nadonah in der Vergangenheit und in der Gegenwart Sara und Makah. Klingt vielleicht im ersten Moment komisch, ist für das Buch aber sehr notwendig, denn um es vereinfacht zu sagen schlüpfen Sara und Makah in die Rolle von Nocona und Nadonah und erleben somit die tiefe und innige Liebe zweier Menschen die schöner beschrieben wirklich nicht gehen könnte. Dabei werden auch Sara und Makah tief miteinander verbunden. Sie merken schnell das sie zusammengehören. Das Buch ist wirklich sehr, sehr leidenschaftlich und erinnert mich zwischendurch sehr an Diana Gabaldons ersten Band "Feuer und Stein" in der Jamie und Sassenach ihre Liebe zueinander entdecken und auslebn.


Erzählt wird die Geschichte der Cynthia Ann Parker, die als weiße Frau unter den Comanchen lebte. Natürlich ist vieles im Roman Fiktion, aber da Cynthia Ann tatsächlich mit dem Häuptling Nocona verheiratet war und über ihre Zeit bei den Indianern geschwiegen hat, lässt dies viel Freiraum für Spekulationen. Warum also nicht eine außergewöhnliche Liebesgeschichte daraus machen?


Ich bin immer noch voller Emotionen und könnte ganz viel ausholen und ganz viel spoilern, aber das sind Dinge die ich mir persönlich untersage um niemanden die Vorfreude auf das Buch zu nehmen. Durch das ganze Liebesgeplänkel, was ich wirklich genossen habe, gehe ich mal ganz stark davon aus, das dieses Buch nur für uns Frauen geschrieben wurde. Natürlich ist der geschichtliche Hintergrund, den ich oben beschrieben habe auch sehr wichtig, aber da die Liebe doch irgendwie im Vordergrund steht, wüsste ich keinen Mann, der sich so sehr darauf einlassen könnte wie ich.



Hinten im Buch finden wir die geschichtlichen Fakten und auch Fotos von Cynthia Ann  Parker und ihrem Sohn Quanah. Ich gestehe, das ich durch das Lesen des Romans ein ganz anderes Bild von Cynthia Ann im Kopf hatte, daher war ich fast enttäuscht, das sie eher normal und unscheinbar aussah, also ganz anders als die rassige und leidenschaftliche Schönheit die ich vor Augen hatte.


Noch einmal kurz die Erwähnung das ich die Indianer als stolzes und tapferes Volk empfunden habe und den einen oder auch die eine in mein Herz geschlossen habe. Ihr Sterben / ihre Hinrichtungen mitzuerleben  war mitunter auch für mich sehr hart. Es geschieht alles sehr glaubwürdig und deshalb ist mir die Geschichte auch sehr authentisch. Genauso hätte es gewesen sein können. 




Definitiv eine Leseempfehlung für das Buch Nocona von Britta Strauß!


Eine kleine Anmerkung noch zum Cover: Ich war total überrascht, das Nocona hier der männliche Part ist, denn vom Cover aus, das eine wunderschöne Frau zeigt, bin ich tatsächlich davon ausgegangen, das Nacona weiblich sit. Tja, so kann man sich täuschen. Und für alle die der Name Nadonah verwirrt hat, dies wird der Indianername von Cynthia Ann Parker. Cynthia, die sich recht schnell in das Leben im Stamm integrieren kann, ihre Sprache lernt und schnell beginnt sich zu entfalten ohne Zwänge und Strafe ihrer Eltern, wird zu einer hoch aufgerichteten und starken Frau. Eine Frau die tatsächlich gelebt hat und nicht erfunden wurde und hier die Rahmenfigur des Romans wird. Sehr gelungen und absolut Lesenswert! 











Alle Informationen zum Buch sind der Verlagsseite http://www.sieben-verlag.de entnommen!




Samstag, 11. August 2012

Wie viel Leben passt in eine Tüte?

Das Buch, welches ich heute rezensieren möchte, lernte ich durch Lovelybooks.de kennen und schätzen, denn es beinhaltet einen wahren Schatz, der sich in einer Papiertüte befindet. Der Umschlag fühlt sich etws fester an als eine Butterbrotstüte, die wahrscheinlich jeder von uns kennt. Früher hat Mama immer meine Butterbrote für die Schule da hineingepackt und in so einer ähnlichen Verpackung befindet sich auch Roses "Survival Kit!"

Survival Kit heißt übersetzt nichts anderes als Überlebenspäckchen / Überlebenausrüstung und davon benötigt Rose nach dem Verlust ihrer Mutter auch eine ganze Menge.


Sehr einfühlsam wird darüber berichtet, wie Roses Leben nach dem Tod ihrer Mutter weitergehen muss und wie viel Schmerz und Trauer der Verlust eines uns geliebten Menschen in uns vorhanden sind. Es wird berichtet über die Schutzmauern, die wir um uns bauen um uns zu schützen, aber auch davon, wie wir diese umstoßen können um wieder zu lachen und wieder am Leben teilnehmen können. Rose hat sich komplett zurückgezogen und vieles, was vorher Teil ihres Lebens war hat sie zum Selbstschutz aus ihrem Leben verbannt. Ich habe oft schwer geschluckt, da ich mir die Trauer wirklich bildlich vorstellen konnte. Das Buch ist für Jugendliche geschrieben und vielleicht auch typisch amerikanisch, aber dennoch war das Buch auch für mich ein wahrer Schatz, den ich meiner Tochter gerne zu lesen geben werde und ich hoffe, das wir uns darüber austauschen werden.







Donna Freitas

Wie viel Leben passt in eine Tüte? 

 Wenn aus Trauer Hoffnung wird


Ein iPod mit Liedern, ein Foto mit Pfingstrosen, ein Kristallherz, Buntstifte, ein Papierstern, ein Papierdrachen. Das alles befindet sich in der schlichten braunen Papiertüte mit der Aufschrift „Roses Survival Kit“, die Rose am Tag der Beerdigung ihrer Mutter findet. Es ist ein letztes Geschenk an Rose – und der Beginn einer Reise. Zögernd lässt Rose sich darauf ein. Jeder Gegenstand scheint sie dabei auf seltsame Art zu Will zu führen. Schon bald merkt sie, dass sie mehr für den zurückhaltenden Jungen empfindet. Doch dann geschieht etwas, dass Roses und Wills aufkeimendes Glück tief erschüttert. Ob ihre Mutter ihr auch für diese Situation etwas hinterlassen hat?

Ein bewegender und doch leichtfüßiger Roman über den Schmerz des Abschiednehmens und den Zauber eines Neuanfangs.




  • Aus der Reihe: Lebensfragen 
    Gebunden mit Schutzumschlag
    400 Seiten
    Ab 13 Jahren
    ISBN: 978-3-522-30312-5
    Preis: 18,95 €


Eine Leseprobe findet ihr hier:


Die Autorin:
Donna Freitas wurde in Rhode Island geboren, studierte Spanisch und Philosophie und hat einen Doktortitel in Theologie. Neben ihrer Tätigkeit als Professorin an der Boston University veröffentlichte sie mehrere Sachbücher zum Thema Jugend und Religion und schreibt für bekannte Zeitungen und Magazine, darunter das Wall Street Journal, die Washington Post und Newsweek. "Wie viel Leben passt in eine Tüte?" ist ihr erster Jugendroman in deutscher Übersetzung.







Alle Informationen sind direkt der Verlagsseite http://cms.thienemann.de entnommen!





Meine Meinung:
Ich habe schon erwähnt, das mich das Buch im positiven Sinne sehr bewegt hat. Ich konnte es kaum aus den Händen legen und die 400 Seiten waren zügig gelesen. Was natürlich auch für ein Jugendbuch spricht, da der Text recht großzügig ist und daher das Lesen wirklich nicht schwer fällt. 

Das Buch beinhaltet einige kurze Kapitel und ist eingeteilt in 4 Abschnitte:
Juni - Das nachtblaue Kleid
November und Dezember - ein Soundtrack für die Feiertage
Januar und Februar - Ein Herz aus Kristall
April und Mai - Sternschnuppenwünsche

Alle Kapitel sind mit Musiktitel betitelt und einige Lieder waren mir natürlich unbekannt. Musik spielte im Leben von Rose Mutter eine sehr große Rolle und schon bevor ihre Mutter verstarb hat Rose Musik komplett aus ihrem Leben ausgeklammert. Sie kann Musik nicht ertragen und es dauert eine ganze Weile bis es ihr gelingt sich zu überwinden. Ich will hier jetzt nicht vorwegnehmen, was alles im Buch noch eine große Rolle spielt, daher gehe ich jetzt komplett auf Anfang und fange damit an, wie Rose das Survival Kit ihrer Mutter findet. 

Im amerikanischen heißt der Buchtitel auch "Survival Kit" und ich hätte es auch sehr passend gefunden den Titel einfach so zu lassen, denn das "Survival Kit" spielt eine riesengroße Rolle, das komplett durch das Buch führt wie ein roter Faden. 

Ich werde versuchen so wenig wie möglich zu spoilern, denn dieses Buch ist einfach zu wunderbar, das man es übersieht. Natürlich ist die Geschichte seit "P.S, ich liebe dich" nicht neu, aber dieses Buch ist ganz anders. Den Tod darf und kann man leider nicht aus seinem Leben ausklammern. Irgendwann trifft er uns alle. Vorbereiten kann man sich nicht und auch ein Buch wird nicht den Trost bieten, den wir brauchen, aber vielleicht ist so ein "Survival Kit" sehr wertvoll auch für unsere Kinder, unsere Ehefrauen oder Ehemänner, unseren Freunden oder auch unseren Eltern? Ich fand die Idee wundervoll und wenn ich die Chance hätte auch so zu handeln, würde ich meinen Kindern auch das eine oder andere in die Tüte packen, damit sie nicht vergessen sich an schönen Dingen zu erfreuen, wieder lachen oder auch sich erneut verlieben können. Diese Dinge darf und kann man nicht ausklammern, auch wenn man vielleicht eine ganze Menge an Zeit braucht weiterzuleben ohne den Schmerz in der Brust, den der Verlust eines geliebten Menschen in uns auslöst.


Das "Survival Kit" ist die Idee von Rose Mutter, die als Grundschullehrerin gearbeitet hat und für die Eltern ihrer Schüler jedes Mal am ersten Schultag einiges gebastelt hat um den Eltern und auch den Kindern den Schulstart zu erleichtern. Ein Papierdrache zeigt auf, den Kindern Flügel zu geben und los zulassen. Wer schon Kinder hat, wird diese Geste sicherlich verstehen, denn es fällt uns, besonders uns Müttern schwer unsere Kinder ziehen zu lassen. 

Solch ein "Survival Kit" findet Rose im Kleiderschrank ihrer Mutter und es überfordert sie zuerst, denn die Beerdigung ist gerade vorbei. Erst nach und nach nimmt das "Survival Kit" Raum ein in Roses Leben. Und mit ganz viele kleinen Schritten findet Rose in das Leben zurück.

Der Autorin ist es wirklich gelungen mich zu überzeugen und dieses Buch ist als sehr wertvoll zu betrachten. Es ist keineswegs kitschig, sondern sehr, sehr einfühlsam, denn Roses Gefühle werden aus allen Seiten betrachtet und wertgeschätzt. Ich fand es auch wunderbar zu sehen, wie sehr sich Rose bemüht und auch wenn Rückschläge kommen, sie gute Freunde hat, die sie auffangen. 

Rose muss schon alleine dadurch stark sein, da ihr Bruder Jim am College ist und ihr Vater seinen Kummer im Alkohol ertränken möchte. Jeder geht mit seinem Schmerz anders um, aber die ganze Verantwortung auf ein 16 Jähriges Mädchen zu übertragen fand ich dann doch krass. Immerhin trauert Rose auch und verliert dadurch auch ihren festen Freund Chris, dem Footballstar der Highschool, obwohl ich spontan den Verlust als nicht sehr groß beachte, denn ab da kann Rose sich weiterentwickeln und sich dem neuen Leben ohne ihrer Mutter stellen und nicht nur in Chris Schatten stehen.

Will, der Junge der sich um den Garten kümmert ist für Rose irgendwann sehr, sehr wichtig. Nicht nur, das er sich darum kümmert, das Rose Pfingstrosen in Mutters Garten pflanzen kann, er ist im Prinzip auch ein Seelenverwandter, den auch er hat den Verlust eines Elternteils zu beklagen. Es entwickelt sich eine Liebe, die langsam wächst und im entscheidenden Moment auch zerbricht, da Will nicht aus seiner Haut kann und wie am Boden festgeklebt zu sein scheint. dennoch gibt es für Rose ein Happy End, wobei das "Survival Kit" wieder eine große Rolle spielt.

Ich fand das Buch sehr einfühlsam und gerade passend, was die Gefühlslage betrifft, denn junge Menschen werden nachvollziehen können, was in Rose vorgeht. Das Buch hat auch die eine und andere romantische Stelle, die mich zum schmunzeln hat bringen lassen und mein Herz ganz weit gemacht hat für Rose und ihre Situation, denn sie brauchte einfach etwas ganz, ganz schönes in ihrem Leben. Sehr gut fand ich auch, das die Autorin Rose jede Menge gute Freunde mit auf den Weg gegeben haben, die sie immer wieder auffangen und unterstützen. So ganz alleine hätte sie auch ihrer Trauer und ihren Mauern nicht herausgefunden. Manchmal kleine Schritte und manchmal auch ganz große, manchmal ging der Weg auch zurück, aber ganz zum Ende hin konnte Rose loslassen und wieder lachen. 




Eine echte Leseempfehlung für das Buch "Wie viel Leben passt in eine Tüte"!





















Donnerstag, 9. August 2012

Wenn die Vergangenheit dich einholt .....

Ich habe den neuen Thriller von Siegfried Langer voller Spannung erwartet, da ich von "Vater, Mutter, Tod" wirklich sehr angetan war. Leider war mir das Glück weder auf Vorablesen.de, noch auf Lovelybooks.de hold und so kam es, das ich mir das Buch selbst kaufen musste. Ob das Buch meine Erwartungen erfüllt hat, könnt ihr nach den Produktinformationen, dem Klappentext und Co nachlesen.




  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch
  • 8,99 Euro
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548610919
  • ISBN-13: 978-3548610917

Als ihr klar wird, dass in ihrer Abwesenheit regelmäßig jemand in ihre Wohnung eindringt, klettert Panik in der jungen Mutter Kathrin hoch. Als dann noch ihre Tochter im Kindergarten von Kathrins totgeglaubtem ehemaligen Mitbewohner angesprochen wird, weiß sie, dass etwas Schreckliches bevorsteht. Wird die tragische Entscheidung, die sie und ihre Freunde damals in der WG getroffen haben, sie nun einholen? Getrieben von Schuld und Rache beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, und zum ersten Mal in ihrem Leben muss sie die Kontrolle abgeben…


Der Autor:
Siegfried Langer, geboren 1966, stand unter anderem als Schauspieler auf der Bühne und vor der Kamera.Sterbenswort ist nach dem Erfolg von Vater, Mutter, Tod sein zweiter Thriller bei List.
www.siegfriedlanger.de


Leseprobe gibt es hier:


Das Cover:
Das Gesamtbild ist sehr dunkel gehalten und spontan würde ich sagen, das es sich hierbei um einen Zaun handelt. In der Geschichte um die es sich im Thriller handelt geht es um eine Brücke, aber ich kann hier keine Brücke ausmachen, aber vielleicht fehlt mir einfach die Phantasie? In der Handlung im Buch passiert alles in der Nacht, aber dafür ist es auf dem Cover zu hell. Das einzige was man noch ausmachen kann, ist die Tatsache, das es scheinbar geregnet hat, denn der Untergrund, der aus Blättern besteht ist feucht. Auf jeden Fall ist es recht bedrückend und das passt dann wieder wie die Faust aufs Auge, denn ich habe im kompletten Buch eine düstere und finstere, wenn nicht sogar eine beängstigende Stimmung ausmachen können. Das einzige was Farbe ins Spiel bringt ist der rote Schriftzug "Sterbenswort", aber ob dies Licht ins Dunkel bringen kann?


Meine Meinung:
Da ich versuche in allen meinen Rezensionen so wenig wie möglich zu spoilern, muss ich mich hier wirklich sehr zurückhalten, um die Spannung weiter zu erhalten. Schon "Vater, Mutter, Tod" erschien mir sehr kurz und ich brauchte lediglich einen Abend um das Buch zu lesen. Ein paar mehr Seiten hätten dem Thriller nicht geschadet. 
Der Prolog beginnt sehr spannend, denn wir werden in die Gedanken und Ängste eines kleines Mädchens geführt. Mich hat es sehr bedrückt und nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, wollte ich unbedingt wissen, ob Maya gerettet wird und warum sie überhaupt entführt wurde. Soll dadurch Kathrins Willen gebrochen werden? Was ist damals wirklich geschehen und was verschleiern die Freunde?
Leider hat mich der Thriller nicht überzeugen können, denn ich fand die Handlung sehr vorhersehbar und das Ende, die Auflösung um das Rätsel der Vergangenheit hat mich keineswegs überrascht, sondern fast schon gelangweilt. Vielleicht hatte ich meine Erwartungen einfach zu hoch angesetzt?
Um als Thriller eingestuft zu werden, erwarte ich Spannung, das mir die Haare zu Berge stehen. Es ist eine nette Geschichte, die aber eher in die Richtung Krimi geht. Dieses Mal bin ich eher enttäuscht und würde dem Buch 3 gute Sterne geben aus den oben genannten Gründen. Zu vorhersehbar, wenig Spannung und ein Ende ohne Schrecken.

Von mir eine eingeschränkte Leseempfehlung zu dem neuen Buch von Siegfried Langer "Sterbenswort". Warum "Sterbenswort" ist schnell klar und ganz ehrlich? Wer kann so einen groben Fehler vergessen können? Irgendwann holt uns alle unsere Vergangenheit ein, da bin ich mir sicher. Für Kathrin und ihre Freunde kommt der Tag der Abrechnung und ganz ehrlich sie haben es verdient. Solch eine große Schuld kann nicht vergessen werden. Klar es beängstigend, wenn im eigenen Haus plötzlich alles versteckt wird oder sich Dinge im Kühlschrank befinden, die dort nicht hingehören, aber das was geschehen ist, ist auch ganz, ganz furchtbar und aus Egoismus straffrei zu bleiben auch keine Lösung. Für seine Taten muss man gerade stehen. PUNKT! Das aber das Kind mit hineingezogen wird ist mir doch sauer aufgestoßen, aber vielleicht wurde das benötigt um Kathrin aus ihrer Selbstgefälligkeit und ihrem Starrsinn zu holen? So wirklich angenehm war sie mir nämlich nicht, auch die anderen Beteiligten möchte ich nicht als Freunde haben. Gut, das man sich seine Freunde aussuchen kann, oder? Obwohl niemand hätte gedacht das eine Party so endet und aus ehemals besten Freunde kann sich auch mal schnell eine Feinschaft entwickeln.


So, nun aber wirklich Schluss!

GLG,
Mel




Leider reicht es für "Sterbenswort" nur für eine 4 Sterne Bewertung!










Alle Informationen zum Buch sind direkt der 
Verlagsseite http://www.ullsteinbuchverlage.de entnommen!