Dienstag, 20. November 2012

Worthüter und Wortgestalten



Diana Menschig

Hüter der Worte

Roman

Der junge Autor Tom Schäfer steht unter Druck. Nach dem großen Erfolg seines ersten Buches über den Fantasy-Helden Laryon warten Verlag und Leser auf die Fortsetzung, und ausgerechnet jetzt leidet er unter einer Schreibblockade. Doch dann findet er sich eines Tages plötzlich in seiner Buchwelt wieder. Im ersten Moment ist Tom geschockt, doch auf den zweiten Blick gefällt ihm der Gedanke hervorragend: Das könnte die Lösung seiner Probleme sein! Aber Tom hat die Rechnung ohne Laryon gemacht. Der ist von Toms Auftauchen nämlich alles andere als begeistert, wird seine Heimat doch von einer Gefahr bedroht, die Laryons ganze Aufmerksamkeit fordert …


Verlag Knaur TBSEITENZAHL: 544AUSSTATTUNG: TB-Klappenbroschur  TBPREIS: EUR (D) 9,99ISBN: 3-426-51111-8

Leseprobe! Klick!






Ich gestehe, das mir das Buch nicht gleich auf Anhieb gefallen hat, denn ich kam einfach nicht sofort rein in die Geschichte und habe es ehrlich gesagt auch nicht kapiert. Irgendwie stand ich auf der Leitung, aber da ich noch nicht oft ein Buch abgebrochen habe, habe ich es auch hier wieder und wieder versucht und plötzlich kam mir dann doch noch die Erleuchtung. Was auch gut war, denn ich hätte wirklich ein fantastisches Buch verpasst. Ich hoffe ich habe jetzt niemanden mit meiner Einleitung abgeschreckt, aber ich wollte zumindest ehrlich sein über das was ich beim Lesen empfunden habe. Die Rezensionen zu dem Buch könnten unterschiedlicher nicht sein, aber es zeigt einfach wie verschieden wir Menschen sind und erstens jede/r seinen eigenen Geschmack hat und zweitens jede/r mit anderen Augen liest und die Geschichte auch anders wahrnimmt als der andere oder die andere. Ich stehe scheinbar dazwischen, denn wie gesagt am Anfang habe ich kein Wort verstanden und auch die verschiedenen Personen nicht miteinander verbinden können.


Natürlich habe ich "Hüter der Worte" in einer Leserunde auf lovelybooks.de gelesen und wie schon erwähnt habe ich mich sehr schwer getan. Ich beteiligte mich daher auch nicht so sehr an der Leserunde wie es eigentlich sein sollte, aber was hätte ich auch sagen sollen? "Hey Leute, ich bin scheinbar zu blöd für das Buch, denn ich verstehe nur Bahnhof?" Ich habe es also gelassen und erst nachdem die Autorin auf das Glossar hinten im Buch aufmerksam machte ging bei mir die Laterne an. Toll! Aber besser spät als nie, denn nun konnte ich in Toms Buchwelt eintauchen und genießen. Es wurde mir nach und nach klar was da abläuft und ab da wurde es auch immer spannender und interessanter. Gut, das Bücher nur Fiktion sind, denn stellt euch vor jemand würde unser Leben beschreiben und uns vorschreiben wann wir unseren einen Arm heben, dann das Bein und uns komplett steuern. Schrecklicher Gedanke, oder? Genauso fühlt sich Laryon. Verraten und verkauft als er erkennt was Tom für ein komischer Typ ist und was er eigentlich von ihm will. Tom lässt Laryon tatsächlich in Münster erscheinen und da frage ich mich tatsächlich: Münster? Halloooo? Warum ausgerechnet Münster? Wollen die beiden in den Zoo? Mehr hat Münster doch nicht zu bieten, oder? Ich kann das sagen, denn ich wohne etwa 30 Kilometer von Münster entfernt und weiß, das es sicherlich interessantere Städte als Münster in Deutschland gibt, aber lassen wir das ;o)


 Laryon und Tom sind sich also nicht wirklich grün und das ist für mich ganz sinnig, denn ich fände es auch entsetzlich zu erkennen, das ich nur eine Marionette bin. Hinterher werden sie fast Freunde, aber nur fast, aber das lest am Besten selbst. Tom entwickelt sich nach und nach weiter und wird zum Schluss sogar ein klein wenig sympathisch. Am Anfang kommt er doch sehr egoistisch und ich würde sagen etwas trottelig rüber. Laryon war und ist von Anfang an meine Lieblingsfigur, denn er ist einfach immer cool und authentisch, obwohl er nur eine Wortgestalt ist. Um herauszufinden was ich damit meine, nehmt einfach selbst das Buch zur Hand!

Im Prinzip kann man schon sehr viel aus dem Cover herauslesen, allerdings braucht man dafür viel Fantasie um zu erkennen, was es mit dem großen Buch vorne auf sich hat. Besser ist also das Buch zu lesen und eintauchen in eine fantastische Buchwelt. Klar erinnert es ein klein wenig an die Tintenwelt, ist aber doch ganz anders und wirklich gut ausgearbeitet (wenn man es dann endlich verstanden hat!) Ich denke Töchterchen wird mit dem Buch um einiges besser zurecht kommen als ich, wetten? Mama hatte während des Lesens einfach ein Brett vor dem Kopf.

Im Großen und Ganzen ist es eine fantastische Geschichte, die zu lesen lohnt. Wenn ihr nicht weiter wisst schaut hinten im Buch, dann wird vieles verständlich.


Echte Leseempfehlung!


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