Montag, 3. September 2012

Mein Name ist Asha ......


Ich bin durch die Lesechallenge auf Lovelybooks.de auf das Buch "Geheime Tochter" von Shilpi Somaya Gowda aufmerksam geworden und angesprochen durch den Klappentext habe ich mir das Buch gekauft und auch recht zügig gelesen, denn es beinhaltet eine Geschichte, die mir als Mutter mitten ins Herz ging. Damit ihr einen Einblick darüber bekommt, wieso, weshalb, warum mir das Buch so nahe gegangen ist, füge ich euch nun als erstes den Klappentext und die weiteren Informationen zu dem Buch ein um dann nachher ganz direkt und schonungslos auf das Buch einzugehen.




Klappentext:

Somers Leben ist genauso, wie sie es sich immer vorgestellt hat. Frisch verheiratet, mit einem neuen Job als Ärztin in San Francisco. Doch dann stellt sie fest, dass sie keine Kinder bekommen kann. Zur gleichen Zeit wird in einem abgelegenen indischen Dorf ein Mädchen geboren. Kavita, die Mutter, erkennt, dass sie das Leben ihrer Tochter nur retten kann, wenn sie sie weggibt. Als Somer und ihr Ehemann ein Foto des Mädchens in einem Waisenhaus in Mumbai sehen, entscheiden sie sich für eine Adoption. Somer ahnt, dass dieser Weg nicht leicht wird. Aber sie hofft, dass Liebe alle Probleme lösen kann. Shilpi Somaya Gowdas Debüt war in den USA und Kanada ein Sensationserfolg es stand über viele Monate auf Platz eins der Bestsellerlisten. Der große Roman über eine Suche nach den Wurzeln und nach dem, was das Leben ausmacht, bewegt inzwischen Leserinnen auf der ganzen Welt. 




  • Shilpi Somaya Gowda
    Geheime Tochter
    Roman

    ISBN: 978-3-462-04445-4
    Erscheinungsdatum: 16. August 2012
    448 Seiten, Paperback
    Titel der Originalausgabe: Secret Daughter
    Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
    Verlag: KiWi



Die Autorin:
Shilpi Somaya Gowda ist in Toronto geboren und aufgewachsen. Ihre Eltern sind aus Mumbai nach Kanada immigriert. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern in Kalifornien.









Meine Meinung und eine kurze Zusammenfassung des Buches - natürlich ohne Spoiler:
Gleich zu Anfang bekommen wir einen Einblick auf das Leben in Indien. Ein Indien anders als uns Bollywoodfilme vorgaukeln, denn wir befinden uns in einem Dorf, in dem die Armut herrscht und die Geburt einer Tochter Unglück über die Familie bringt. Einer jungen Mutter wird ihr Kind direkt nach der Entbindung aus den Armen gerissen und sie wird es nie wiedersehen und sie wird auch nie wissen, was mit ihrer Tochter geschehen ist. Es tut weh und da dies eine Tatsache ist un nicht ausgedacht, bekommt dieses zu lesen einen noch bitteren Nachgeschmack. Ich weiß um die Zustände in Indien, es aber erneut zu lesen bringt mich ins Nachdenken und führt dazu, das ich noch dankbarer für meine beiden wunderbaren Töchter bin. Denn ich darf sie großziehen und sie zur Schule schicken, da wir in einem Land wohnen, wo Mädchen und Jungen doch in etwa gleich behandelt werden. Kavita wird wieder schwanger und auch dieses Mal entbindet sie ein Mädchen. was für eine Schande! Sie bringt das Kind heimlich in ein Waisenhaus, da sie hofft das ihrer Tochter, die sie Usha (Morgendämmerung) nennt um ihr zu einem besseres Leben zu verhelfen. Ihr die Chance zu geben zu überleben. 

Erzählt wird die Geschichte der beiden Familien, die durch die Geburt von Usha miteinander verknüpft sind und das passiert sehr warmherzig und authentisch. Wir lernen alle beteiligten Personen gut kennen und beginnen nach und nach ihre Handlungen zu verstehen. Somer und Krishnan, die keine Kinder bekommen können und Jasu und Kavita, die Kinder bekommen, es sich aber nicht leisten können ein Mädchen groß zuziehen, da sie die Mitgift von 20.000 Rupien nicht aufbringen können. Kavita trauert jeden Tag um ihre verlorene Tochter und betet für sie. Es tut mir weh, das sie so leiden muss, aber letztendlich erkennt sie und auch später Asha (die von ihrer Mutter Usha genannt wurde) das dieser Weg gut war, auch wenn es erst sehr weh gehtan hat und es immer noch tut.

Ich fand das Buch sehr bewegend und Dinge wie Brautverbrennung oder die hohen Zahlen getöteter Mädchen in Indien hinterlassen mich sprachlos und vertört. Auch Kavita lässt in der 3. Schwangerschaft eine Ultraschalluntersuchung machen um festzustellen ob das Baby was sie austrägt endlich der ersehnte Junge ist. Es ist natürlich von der Regierung verboten, aber dennoch wird es so gehandhabt und wenn der Fötus ein Mädchen ist, wird abgetrieben. Ich musste schwer schlucken und es hat ein völlig neues Bild in mir entstehen lassen.

Auf einem Konzert von Daniel Kallauch wurde ich schon sensibilisiert auf die Umstände die Indien herrschen und aufmerksam gemacht auf ein Projekt, welches Mädchen unterstützt, die zwar in einem Waisenhaus leben, aber eine Schulbildung genießen dürfen.

Einmal der Link auf die Seite von Daniel Kallauch - unter "In Aktion" - Indien Projekt: http://www.danielkallauch.de/

und der Link einer christlichen Organisation, die sich auch für Indien einsetzt:

Asha heißt übersetzt "Hoffnung" und so ist dieses Buch auch, voller Hoffnung und Liebe. Asha, die sich nach ihren leiblichen Eltern sehnt, erkennt irgendwann das nicht die Suche nach ihren Wurzeln ausschlaggebend ist für ihr Glück sondern viele Faktoren dabei eine Rolle spielen. Ein Buch welches voller Liebe steckt und uns doch ein Indien präsentiert, wie wir es so vielleicht noch nie gesehen oder gelesen haben. Die Kultur wird uns nahe gebracht, sowie die Menschen die in Mumbai leben. Arm und reich und dennoch miteinander verbunden.

Das Buch steckt voller leiser, aber auch voll von lauten Tönen, die je nachdem wie wir das Buch lesen, inwieweit wir uns öffnen sicherlich noch lange nachklingen werden.

Ich empfehle es gerne weiter und muss ganz, ganz deutlich eine Leseempfehlung aussprechen!



Alle Informationen des Buches wie Klappentext, Leseprobe und Cover sind direkt der Verlaggseite 

entnommen.

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