Donnerstag, 20. September 2012

Arrogantes Miststück

Wer sich über meinen Rezititel wundert, dem will ich schnell erklären, was es damit auf sich hat. Meine Rezi zu "Ausgelacht" von Steffi von Wolff lässt wirklich keinen anderen Titel zu, denn die Hauptprotagonistin Britt ist eine echte Zicke. Oberflächlich, Arrogant und unverschämt. Ich habe täglich mit Menschen zu tun, aber so eine schreckliche Person ist mir in meinem ganzen Leben noch nie begegnet und wird es hoffentlich auch nie. Da ich das Buch in einer Leserunde lesen durfte und die Autorin dort selbst zu Wort kommt, war ich sprachlos als sie schrieb, einiges ist Fiktion und einiges selbst erlebt. Nun ja, was soll ich dazu sagen, außer "Es tut mir wirklich schrecklich leid, das du (wir duzen uns in den Leserunden, das nur mal so nebenbei!) so schrecklich unangenehme Menschen kennst!" Ein anderer Gedanke war, das Steffi von Wolff vielleicht sich selbst beschrieben hat, aber den Gedanken verwarf ich dann doch ganz schnell, denn sie erscheint mir doch recht nett und so gar nicht oberflächlich wie Britt, aber wer weiß? Ich bin ja im Internet auch ganz nett, aber niemand weiß, wie zickig ich zwischendurch sein kann, besonders an den Tagen vor den Tagen, wenn ihr versteht, was ich meine? Ich will jetzt aber nicht abschweifen, sondern doch noch ein klein wenig zu "Ausgelacht" loswerden und meine Meinung folgt dann nach den allgemeinen Daten zum Buch.



  • Broschiert: 224 Seiten
  • Verlag:  rororo
  • 12,99 Euro im Buchhandel
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499216159
  • ISBN-13: 978-3499216152
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 16 - 17 Jahre


Klappentext zu "Ausgelacht" von Steffi von Wolff:
Britt soll 90 Tage lang auf einen Haufen bekloppter Tiere aufpassen, und das ausgerechnet in Bad Nauheim – kein Spaß, wenn man bekennende Tier-feindin und Provinzhasserin ist. Der Albtraum beginnt: mit verrückten Nachbarn, einem cholerischen Tierarzt und dem wohnsitzlosen Callboy Harald, der sich kurzerhand als Untermieter einschleicht. Wild und witzig! Schräg und skurril – es lebe die Provinz! Glückwunsch: Die Bestsellerautorin hat sich mal wieder selbst übertroffen! Frech und lustig! YOUNG



Die Autorin:
Steffi von Wolff kam Anfang der neunziger Jahre zum Radio und moderierte beim Hessischen Rundfunk erst bei hr3 und dann bei YOU FM. Außerdem war sie Reporterin, Redakteurin und Comedy-Autorin. 2003 erschien ihr Debütroman «Fremd küssen», seitdem veröffentlichte sie zahlreiche weitere, ausgesprochen erfolgreiche Romane.






Meine Meinung - VORSICHT SPOILER:
Ich muss leider hin und wieder leicht auf die Handlung eingehen, ansonsten wird es schwer werden meine Meinung zum Buch kundzutun. Darum jetzt schon SORRY! 

Zuallererst verwirrt mich die Altersangabe zu dem Buch, denn es ist meiner Meinung nach ein Frauenbuch und nicht für Jugendliche, bzw. da auch nur bedingt geeignet. Meine Tochter kann ich mir mit dem Buch in der Hand einfach nicht vorstellen.

Ich merke immer wieder, das ich nicht für jede Art von Humor geeignet bin, denn auch wenn das Buch als frisch und frech angepriesen wurde, konnte ich nicht wirklich witziges im Buch finden, denn die Geschichte klingt so an den Haaren herbeigezogen, das es einfach unglaubwürdig ist. Wer hat denn allen ernstes ein Flusspferd, auch wenn es ein kleines ist im Gartentümpel? Eine schwarze Mamba im Terrarium? Eine Tante, die 80 Jahre alt ist und Vibratoren mit sich herumführt in ihrem Reisegepäck? Man könnte ja mal Lust bekommen oder wie? Einem Gigolo bei sich aufnimmt, der unter Errektionsstörungen leidet? Mmmmmmmpfffff, irgendwie fand ich die Story nicht witzig, sondern oberflächlich und teilweise auch reichlich dämlich. Britt ist mir von Anfang an unangenehm und das bleibt auch so, denn sie zeigt kaum menschliche Regungen, sondern ist so ICH bezogen, das es schon fast wehtut es nur zu lesen. Mich hat es nicht verwundert, das Frau Helfrich ihr eine Schwarzwälderkirschtorte mitten ins Gesicht pfeffert. Ich hätte es sicherlich ebenso getan, wenn jemand mich so von oben herab behandelt. Unglaublich, was sie sich manchmal herausnimmt. Klar ist Bad Nauheim nicht München, aber Menschen nach dem zu beurteilen wo sie leben ist mehr als herablassend. Die Krönung ist dann der Abend im Lokal als Britt einer Dame am Nebentisch auf den Kopf zusagt, das sie aufpassen soll, was sie isst, ansonsten würde sie noch fetter. Hallo? Das ist beleidigend, verletzend und richtig fies. Ich fand es gut, das Britt dann doch noch den einen oder anderen Dämpfer verpasst bekommt und sogar ein klein wenig nachdenkt. Ob sie sich ändert? Lest es selbst, falls ihr Interesse habt. Mich hat das Buch nämlich leider nicht vom Sockel gehauen. Es ist nett und wer vielleicht mit einem anderen Humor gesegnet ist, wird sich vielleicht köstlich amüsieren. Ich war ehrlich gesagt nur noch genervt von Britt und war letztendlich auch nicht böse als ich das Buch zuklappen konnte.









Alle Informationen zum Buch sind der Verlagsseite http://www.rowohlt.de/verlag/rororo entnommen!

Kommentare:

  1. Puh, und ich dachte schon, ich wäre die Einzige, der Britt total unsympathisch ist. Danke Mel! Meine persönliche Lieblingsszene: Als "die Moni" Britt eine saftige Ohrfeige gibt. :o)

    Liebe Grüße
    Deborah

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  2. Huhu,

    die Rezi musste ich jetzt unbedingt lesen ^^, weil ich bisher nur einen Roman der Autorin kannte und von dem war ich so gar nicht begeistert.

    Interessanter Weise scheint die Autorin nämlich auf vollkommen absurde aus der Luft gegriffene Geschichten zu stehen -.-

    Ich kann dem übrigens auch nichts abgewinnen :o)

    Liebe Grüße,
    Themis ^.^v

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