Mittwoch, 29. August 2012

Sommer, Sonne, PINGUIN

Wer kann einem so niedlichen Pinguin auf dem Cover widerstehen zumal es Sommer ist und die Ansprüche meinerseits auf ein wirklich gutes Buch gesunken sind. Bei der Hitze schaffe ich es nicht meine Gehirnzellen so weit anzukurbeln, das ich nachdenken kann, deshalb war ich auf der Suche nach einem Roman um mich einfach nur berieseln zu lassen.
Ich gestehe, das ich das Buch durch Lovelybooks.de kannte und mir Cover und Autorin sehr charmant erschienen. Zumindest so charmant, das das Buch nicht lange auf meiner Wunschliste verweilte, sondern beim nächsten Online Einkauf mitbestellt wurde. Es lag auch nicht lange auf meinem SUB, denn ich brauchte etwas leichtes und seichtes den Temperaturen der letzten Tage angemessenes. Ich war so schnell durch mit der chaotischen Charlotte, ihren beiden Freundinnen Trine und Manja, ihrem immer mal wieder Geliebten Marc, Finn dem hyperaktiven Kind von Trine und Eric + Maya, das ich echt erstaunt war. Seicht bedeutet ja nicht, das es so seicht ist, das es an einem Nachmittag gelesen sein kann, oder? Das hat mich schon etwas enttäuscht muss ich sagen. Ein kleines bisschen mehr Chaos hätte es für mich ruhig mehr sein können. Der Schluss des Buches war so kitschig und vorhersehbar und erinnert total an eine Filmszene, also komplett überzogen und überspitzt, als ob das wahre Leben wirklich so wäre.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich mich angegriffen fühlen soll durch den Klappentext, wo ganz klar steht, dieses Buch ist "Eine fröhliche Komödie über die typischen Probleme einer Anfangdreißigerin" Nun gut, ich bin zwar Enddreißigerin, aber diese Probleme die Charlotte aufweist, waren mir auch Anfang Dreißig nicht bekannt. Ist man nicht irgendwann so weit, das man weiß, was man will oder nicht will? Vielleicht schon fest im Beruf, Kinder, vielleicht einen Mann? Alles das hat Charlotte nicht und das will ich auch nicht so streng beurteilen, aber ........... irgendwann muss man doch mal Fuß fassen, oder nicht? Mir ist das zu schwammig und zu sprunghaft. Ich brauchte schon immer Sicherheit in meinem Leben, daher konnte ich über Charlotte auch oft nur müde lächeln, bzw. die Hände über den Kopf zusammenschlagen.




Genug Vorgeplänkel, jetzt kommen erst einmal die allgemeinen Daten zum Buch und dann geht es leicht und seicht weiter mit meiner Meinung:


Britta Sabbag

Pinguinwetter

Roman 


Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder-Mann Marc auch noch, endlich in den Hafen der Ehe einzuschiffen - allerdings nicht mit ihr. Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa!
Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los ...


Taschenbuch 256 Seiten
als Taschenbuch zahlt man 8,99 Euro und für die Kindle Version (und alle andere e-Books) 6,99 Euro
Verlag: Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404166523
ISBN-13: 978-3404166527

Leseprobe gibt es hier: 

http://www.bic-media.com/dmrs/widget.do?isbn=9783404166527

Die Autorin:

Britta Sabbag, geboren 1978 in Osnabrück, studierte Sprachwissenschaft, Psychologie und Pädagogik in Bonn. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums arbeitete sie sechs Jahre als Personalerin in mehreren großen Firmen. Als die Krise zuschlug, nutzte sie die Chance, um das zu tun, was sie schon immer wollte: schreiben. Heute schreibt und lebt sie immer noch in Bonn.

Kerstin Gier sagt über das Buch: "Eine fröhliche Komödie über die typischen Probleme einer Anfangdreißigerin, zu genießen bei einem Glas Martini. Mit Olive."


Meine Meinung:

Wenn Kerstin Gier das Buch schon anpreist, dann muss es ein wirklich gutes Buch sein, so dachte ich zumindest, denn Kerstin Gier mag ich als Autorin wirklich sehr. Beim Lesen der Bücher rund um "Die Müttermafia" hatte ich fast Bauchweh vor Lachen, daher erwartete ich jetzt etwas ähnliches, aber "Pinguinwetter" war ganz anders. Nicht ganz unwitzig, aber auch nicht wirklich überzeugend.
Im Prinzip handelt das Buch von einer Frau, die eben noch nicht da angekommen ist, wo ich es von einer Frau in ihrem Alter erwarte. Natürlich zieht eine Kündigung einem erst einmal den Boden unter den Füße weg und als der Immer - Mal- Wieder - Geliebte (immer dann wenn man es gerade braucht!) einem verkündet, das er heiraten will und zwar eine andere als mich, ist das schlimm ganz klar, aber irgendwann muss man doch seine Dinge wieder ordnen und da wartet man doch nicht bis zum Schluss des Buches, da fängt man doch schon viel eher an oder nicht?
Am besten ist wirklich Renate, die Mutter von Charlotte, die durch die Weltgeschichte reist um sich selbst zu finden und irgendwann bei einer illegalen Robbenschlachterei verhaftet wird. Sie kommuniziert durch SMS mit Charlotte unser Hauptprotagonistin und bringt mich dadurch echt zum Schmunzeln. Ist dies das Ergebnis, das Charlotte ihr Leben nicht ordnen kann und sich gehen lässt und sich dem falschen Mann erneut öffnet? Weil ihre Mutter ihr keine Vorbild sein konnte? Ihre Fragen rund um Iglus und Pinguine nie beantwortet hat?

Ich würde sagen macht euch selbst ein Bild und lest das Buch oder lasst es einfach bleiben, ganz wie euch beliebt.

Ich würde gerne 3,5 Sterne vergeben, aber da dies nicht geht gebe ich 4 Sterne, denn 3 wären zu wenig. 





Eine nette Lektüre, definitiv ohne Anspruch, aber einem tollen Cover und das war ausschlaggebend das ich mir das Buch gekauft habe.

Entscheidet einfach selbst, ob das Buch etwas für euch ist, ansonsten verbleibe ich bei 3,5 Sternen, einer eingeschränkten Leseempfehlung und ganz lieben Grüßen,
Mel

 






Alle Informationen sind direkt dem Verlagsseite  Bastei Lübbe entnommen: http://www.luebbe.de

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