Montag, 16. Juli 2012

Der Zauber Afrikas




Dieser Roman ist zwar von Anfang bis Ende sehr vorhersehbar, aber dennoch sind seine Figuren so liebenswert, das dieses das, was stören könnte aufwiegt. Afrika in seiner ganzen Pracht wird wunderbar beschrieben. Wir lernen aber auch die Gefahren kennen und eine Gefahr davon wird Angel zum Verhängnis, denn durch einen Schlangenbiss wird ihre Mutter getötet und sie ist von einem Augenblick auf den anderen eine Waise. 

Angel, Daniel und auch Emma sind die 3 Hauptprotagonisten die uns durch den Roman führen. Es gibt auch noch eine ganz wichtige andere Figur, auf die ich aber nicht näher eingehen möchte, da sie zu gewaltig, zu bombastisch ist und in mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, das ich nur ihren Namen nennen möchte und dieser ist Moyo. Ich bin immer noch ganz verzaubert und hätte die Erfahrung, die Angel mit ihr macht auch gerne geteilt.



Die Autorin hat es geschafft mich von Anfang an zu packen. Der Anfang war in meinen Augen sehr, sehr krass und ich hätte Angel am liebsten in den Arm genommen und getröstet als ihre Mutter stirbt und sie in dem Augenblick so viel Stärke zeigt, die man einem Kind in dem Alter nicht zutrauen würde. Welches Kind deckt die Mutter mit Steinen zu, damit die Geier sie nicht fressen? Woher kommt diese Stärke? Liegt es daran, das Angel nichts anderes kennt als Afrika? Das Land in dem sie groß geworden ist? Da wo sie bleiben möchte? Ihr Zuhause mit ihren Kamelen und den manyattas?Angel ist dickköpfig und weiß genau, was sie will und was sie eben nicht will. Das was dann folgt, hat mich oft den Atem anhalten lassen, da es mir unmöglich erschien, dennoch war ich von Anfang an komplett verzaubert und habe das Lesen genossen.

Ehrlich gesagt hatte ich immer schon eine Vermutung, was letztendlich mit Angel passieren wird, wie sie das Leben in Afrika ohne ihre Mutter bestreiten wird, denn es war schon sehr vorhersehbar, daher hat mich das Ende nicht wirklich überrascht. Letztendlich gewinnt auch hier die Liebe, die im Buch die ganze Zeit knistert und zum Schluss einfach ein gutes Ende nehmen muss. Alles andere hätte ich auch nicht akzeptiert und wäre sehr unzufrieden gewesen. So konnte ich das Buch mit einem Lächeln im Gesicht beenden und mich für Angel freuen.


Natürlich könnte ich jetzt die Handlung komplett auseinander nehmen und genauer beschreiben, was geschieht, aber ich finde dieses Buch so wunderbar, das ich mir wünschen würde, das es noch viel mehr Leser und Leserinnen begeistert wie mich. Die Weite der Steppe, die wunderbaren Tiere, das Abenteuer, die Wilderer, die Liebe, die wirklich nicht zu kurz kommt, das Ungewisse und auch das, was im Detail liegt und auch das, was zwischen den Zeilen zu lesen ist. Ich konnte mich fallen lassen und diese unglaubliche Geschichte auf mich wirken lassen, die wie gesagt nicht sehr schön beginnt, aber ein wunderbares Ende hat. Hier und da ist es schon ein wenig kitschig, aber manchmal braucht man das als Frau einfach. Ich fand das Buch dennoch richtig gut, denn im Anhang lesen wir auch so einiges, was die Autorin bewogen hat das Buch zu schreiben und daher ist es dann doch glaubwürdiger und überragt den Kitsch.







  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Knaur TB
  • 9,99 Euro im Buchhandel
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426510812
  • ISBN-13: 978-3426510810
  • Originaltitel: Lioness





Was es mit dem Titel "Das Herz einer Löwin" auf sich hat lest ihr am besten selbst und lasst euch gefangen nehmen, von dem was Angel, Emma und Daniel verändert!


Natürlich eine Leseempfehlung!












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